— Archiv für den Tag „Lohn” —

— Mittwoch, 27. Juni 2012 —

Lieber umziehen als weiterarbeiten [ Keine Kommentare ]

Ich habe auch ein Erlebnis mit dem Jobcenter beizutragen. Es ist zwar noch nicht ganz ausgestanden, aber trotzdem sicher interessant für euch.

Ich bin leider schon lange arbeitslos, üer aber schon genausolange einen Minijob aus. Passenderweise bei einer Firma,die im gleichen Haus sitzt,in dem ich wohne. Mein Arbeitsweg ist also vergleichsweise kurz :-D

Meine Miete bezahle ich passenderweise gleich in Bar gegen Quittung,da ich meinen Lohn ebenfalls in Bar bekomme. Gemäß BGB ist das durchaus erlaubt. Natürlich ist das dem Jobcenter irgendwann aufgefallen und man verlangte schriftlich eine Erklärung,wieso von meinem Konto keine Barabhebungen oder Überweisugnen getätigt werden,die der Mietzahlung zuzuordnen seien.

Frist zur Stellungnahme 2 Wochen

Schon am nächsten Tag bekam ich ein Schreiben,daß meine KdU-Zahlungen (Kosten der Unterbringung?) eingestellt würden,weil ich nicht rechtzeitig geantwortet hätte. Ausgestellt war dieses Schreiben von der selben Sachbearbeiterin wie das erste Schreiben…am selben Tag wie ersteres Schreiben. Also legte ich Widerspruch ein, der auch “schon” 6 Monate später bearbeitet wurde. Meine Reaktion war die Klage vor dem Sozialgericht. Leider fand ich keinen Anwalt, der mich dabei unterstützen wollte, einer sagte mir klipp und klar,daß den meisten Anwälten 1500€ Streitwert zu wenig wären.

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— Dienstag, 21. Juli 2009 —

Wie man lernt, dass sich Arbeit nicht lohnt! [ Ein Kommentar ]

Ein jugendliches Mädchen, fünfzehn Jahre alt, geht arbeiten. Sie sortiert, packt, nutzt den Computer und verdient dabei sechs Euro pro Stunde. Das Mädchen hat ein Ziel, das es mit der Arbeit erreicht. Sie beendet ihre Arbeit, verdient 617,88€ und kauft sich einen E-Bass von einem Teil des Geldes. Kosten: 350€. Das Mädchen ist sehr zufrieden und ja, sie ist auch ein bisschen stolz darauf, das mit dem eigenen Geld geschafft zu haben. Alles ist gut.

Ein Anreiz zum Arbeiten?

Dieser Teil der Geschichte stammt aus dem Magazin „Stern“. Der eher traurige Rest auch. Problematisch wird die Sache nämlich, weil die Mutter der jungen Frau Hartz IV – Empfängerin ist. Das bedeutet: Das Kind darf nur 100€ seines Lohns pro Monat komplett behalten. Nun könnte man sagen: Das ist OK. Das Kind lebt von Hartz IV und wenn es etwas verdient, etwas mehr als nur ein bisschen, dann sollte auch der Staat die Leistung zurückfahren. Die Frage, die der Stern allerdings stellt, ist mehr als berechtigt. Macht man einem Kind auf diese Weise deutlich, dass sich Engagement und Leistung lohnen? Gibt man ihm auf diese Weise das Gefühl, sich aus eigener Kraft etwas aufbauen zu können? In der Süddeutschen Zeitung  wurde einmal eine Beispielrechung aufgemacht. Von insgesamt 1000€ Verdient innerhalb eines Monats bleiben einem Kind aus einer Hartz IV-Familie 260€ übrig. Der Rest würde von den Hartz IV – Leistungen abgezogen. Das macht nicht unbedingt Lust auf Arbeit. Da bleibt dann die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, zumindest ein- bis zwei Ausnahmeregelungen pro Jahr zuzulassen, in denen Kinder einen höheren Anteil eines Verdienstes bei einem Ferienjob behalten könnten? „Es muss ein Anreiz bleiben, sein Geld selber zu verdienen.“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Interview mit Kinderjournalisten, das in der Welt Online veröffentlicht wurde. Rein psychologisch gesehen, könnte genau dieser Anreiz durch die bisherige Ferienjob-Regelung zunichte gemacht werden. Die Botschaft scheint zu lauten: Sei nicht allzu fleißig. Es lohnt sich nicht!