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Kredit für Arbeitslose

— Donnerstag, 5. März 2015 —

Sollten Sozialhilfeempfänger für Glücksspielgewinne besteuert werden? [ Keine Kommentare ]

Nebeneinnahmen durch Glücksspielgewinne sind ein schwieriges Thema für die Steuerbehörden und können oftmals zu Kontroversen führen. Einerseits kann man argumentiere, dass ein Gewinn dem Spieler gehört und fragen warum er mit den Gewinnen zur Gemeinschaft beitragen sollte. Andererseits verlieren Spieler natürlich auch oftmals Geld. Wenn Gewinne versteuert werden, Verluste aber nicht in Betracht gezogen werden, kann es zu einer unfaires Situation für den Spieler kommen, in der er gegebenenfalls Geld an Steuerbehörden zahlen muss das ihm nicht zur Verfügung steht.

In Deutschland werden online Glücksspielgewinne mit dem relativ niedrigen Satz von 5% versteuert – online Poker-Gewinne gehen sogar steuerfrei an den Spieler. Harz IV Sozialhilfeempfänger jedoch, müssen sämtliche Gewinne registrieren und diese nachträglich zu einem höheren Satz versteuern.

Bei einem kürzlich vorgefallenen Beispiel gewann eine Hartz IV Empfänger bei einem Glücksspiel einen Neuwagen, den er auch ordnungsgemäß versteuerte. Als der Wagen aber kurze Zeit später für 7,600 € verkauft wurde, wurde vom Amt eine Nachzahlung von 5,670 € verlangt. Der Gewinner klagte und gewann, letztendlich aber nur wegen administrativen Fehlern seitens der Behörde.

Wie Sozialhilfeempfänger ihr Geld ausgeben ist schon lange ein sensibles Thema für den Steuerzahler und die Medien. Die Vorstellung, dass jemand der vom Sozialstaatlich lebt Geld übrig haben sollte, um damit an Glücksspielen teilzunehmen, sorgt bei vielen für Ärger. Hier findet sich auch der Grund für die exorbitanten Steuern die Sozialhilfeempfänger auf Wettgewinne zahlen müssen – es wird versucht vom Spielen abzuschrecken.

Anstelle auf Seiten wie http://de.spinpalace.com zu zocken, sollten Sozialhilfeempfänger lieber nach Arbeit suchen, so das Argument vieler Bürger. Was hier nicht berücksichtigt wird, ist, dass manche Spiele, allen voran Poker, eine wichtige Einnahmequelle für manche Menschen sein kann – ob diese nun vom Sozialstaat leben oder nicht.

Außerdem gibt es eine Vielzahl an Glücksspielen, wie zum Beispiel lokale Lotterien, Tombolas und sogar manche Einarmige-Banditen, die umsonst oder für minimale Einsätze gespielt werden können. Sollte jemand das Glück haben, eine nennenswerte Summe in einem solchen Spiel zu gewinnen, scheint es doch sehr unfair ihnen den Großteil ihres Gewinns abzunehmen – besonders wenn das Geld unter Umständen den Spieler aus der Hartz IV Schleife befreien könnte!

Ein alleinstehender Empfänger von Hartz IV bekommt monatlich 391,- €, um seine Lebenskosten abzudecken. Dies eine unverschämte Summe zu nennen, wäre wirklich einen Übertreibung. Ein kleiner Gewinn hat also das Potential, einen echten Unterschied im Leben eines Sozialhilfeempfängers zu machen – besonders wenn dieser damit kämpft, basale Notwendigkeiten wie Lebensmittel, Miete und Transportkosten abzudecken.

Des weiteren kommt noch hinzu, dass oft ein Ungleichgewicht zwischen Gewinnen und Verlusten beim Glücksspiel besteht. Die Gewinne decken nicht immer die Verluste ab, was verheerende Folgen für Spieler haben kann, die von vornherein knapp bei Kasse waren.

Obwohl die Versteuerung von Glücksspielgewinnen bei Hartz IV Empfängern wohl gemeint sein mag, tunt sie in Realität sehr wenig, um zu helfen. Am Ende sind machen Menschen in einer schwierigen Situation womöglich noch schlechter dran.

 

Girokonto ohne SCHUFA [ Keine Kommentare ]

Girokonto ohne SCHUFA – was ist zu beachten?

Für die meisten Menschen ist es ganz einfach, ein Girokonto zu eröffnen. Man geht zur Bank seines Vertrauens, gibt die erforderlichen Daten an und kurze Zeit später kann man das Konto für die Abwicklung seines alltäglichen Zahlungsverkehrs nutzen. Problematisch wird es allerdings, wenn man über eine schlechte Bonität bzw. negative Schufa-Einträge verfügt. In diesem Fall lehnen viele Banken die Eröffnung des Girokontos ab. Grund: Das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit bei Überziehung des Kontos ist zu groß. Auch in diesem Fall gibt es aber Möglichkeiten. Hier ist vor allem das Guthabenkonto zu nennen.

rudolf ortner / pixelio.de

Die Besonderheiten eines Girokontos ohne SCHUFA-Prüfung

Normalerweise müssen Kunden vor der Eröffnung eines Kontos einen Nachweis ihrer Bonität erbringen. Hierfür holt die Bank eine SCHUFA-Auskunft ein. Im Anschluss entscheidet sie, ob ein Dispositionskredit zur Verfügung gestellt wird. Bei einem Konto ohne SCHUFA-Prüfung ist dies nicht der Fall. Eine Überziehung ist hier grundsätzlich nicht möglich. Der Kunde ist immer im Guthaben, weshalb man auch von einem Guthabenkonto spricht. Auch die Bezeichnungen Basiskonto oder Konto für jedermann sind verbreitet.

Abgesehen von den fehlenden Dispositionskrediten entspricht das Guthabenkonto einem normalen Girokonto. Man kann damit Überweisungen tätigen, Geld am Automaten abheben und Online-Banking nutzen. Einige Besonderheiten wie Guthabenzinsen und Kontoführungsgebühren sollten dabei allerdings beachtet werden. Eine vollständige Übersicht der Dinge, auf die man achten sollte, findet man in dieser Ratgeber von wallstreet-online.de.

 

Jorma Bork / pixelio.de

 

Für wen eignet sich das Guthabenkonto

Ein Guthabenkonto eignet sich für alle Personen mit negativer Bonität. Man kann es trotz negativer Schufa Einträge eröffnen. Wer sich nicht sicher ist, ob er negative Einträge hat, kann bei der SCHUFA eine Selbstauskunft anfordern. Welche Informationen darin enthalten sind und wie das Ganze funktioniert, erfährt man in den FAQ der Schufa Holding AG. Auch für Kunden, die einen Offenbarungseid geleistet oder Insolvenz angemeldet haben, kommt diese Art des Kontos infrage. Da kein Dispositionskredit gewährt wird, besteht für die Bank auch kein Risiko. Darüber hinaus eignet sich das Guthabenkonto vor allem für minderjährige Bankkunden bzw. für Schüler. Auf diese Weise kann von vornherein ausgeschlossen werden, dass jüngere Bankkunden unwissentlich Kredite aufnehmen oder ihr Konto überziehen. Sie sind stets auf der sicheren Seite.

 

Die Vorteile eines Guthabenkontos im Überblick:

  • auch bei negativer SCHUFA-Auskunft möglich
  • auch für Kunden möglich, die einen Offenbarungseid geleistet oder Insolvenz angemeldet haben
  • in der Regel keine Kontoführungsgebühren
  • keine Überziehung möglich
  • man bleibt stets im Guthaben

Auch für Menschen, die ALG II beziehen, kann das Guthabenkonto eine interessante Alternative sein. Denn oftmals fehlt es auch bei kleineren Anschaffungen am nötigen Geld. Doch auch Berufstätige sind nicht vor finanziellen Problemen sicher. Wer wenig verdient, sollte sich aus diesem Grund einmal mit einem Hartz-IV-Rechner beschäftigen. Möglicherweise besteht die Möglichkeit, sein Gehalt mit Hartz-IV aufzustocken. Auf arbeitslosengeld-2.de findet man nähere Informationen zum Hartz-IV-Rechner.

Welche Banken bieten Girokonten ohne SCHUFA an?

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Banken, die trotz negativer SCHUFA-Einträge Girokonten anbieten. Anbei eine kurze Übersicht über die wichtigsten davon:

  • Commerzbank
  • Cortal Consors
  • Deutsche Bank
  • DKB
  • Fidor Bank
  • norisbank
  • Postbank
  • Sparda Bank
  • Sparkasse
  • Targobank

Hierbei ist zu beachten, dass bei einigen Banken grundsätzlich die Möglichkeit zur Eröffnung eines Jedermannskontos besteht, dass es im Einzelfall aber Überprüfungen geben kann. Wichtig ist darüber hinaus, dass man umfassend vergleicht, ob Kontoführungsgebühren anfallen und wie hoch diese sind.

— Donnerstag, 7. August 2014 —

Jobcenter Leipzig …Prozeß verloren und die Rache folgt auf dem Fuße ! [ 9 Kommentare ]

Gar schmählich und jämmerlich hatte das JC Leipzig wieder mal einen KdU-Prozeß vor dem SG Leipzig verloren ( S9 AS 261/14 ). Mit hochrotem Kopf und gesenktem Blick durften sich die JC-Vertreter vom Richter einige unangenehme Wahrheiten zum Thema KdU , Mieten , Nebenkosten und letztendlich zu dem nicht vorhandenen „ schlüssigen Konzept“ der Stadt Leipzig anhören. Nun hatte ich zwar gewonnen, aber dennoch beschlossen zum 1.7.2014  umzuziehen damit ich die traurigen Gesichter beim JC Leipzig nicht mehr ertragen muß.  Jetzt wohne ich in der wunderschönen Kleinstadt Brandis und jetzt ist auch das JC Naunhof zuständig. Kurz mal dazu: Auf eine Mailanfrage erfolgt in kürzester Zeit eine Antwort ( beim JC Leipzig wird gar nicht reagiert ) , auf eine schriftliche Anfrage erfolgt ebenfalls zeitnah eine Antwort ( beim JC Leipzig kann man lange warten ).Es muß also etwas Wahres daran sein, wenn behauptet wird, dass sich sehr viele JC.Mitarbeiter aus völlig fremden Berufen rekrutieren und weder sachlich noch fachlich kompetent sind. Offenbar haben sie sich alle in Leipzig zusammengefunden…gesucht und gefunden sozusagen…

 

Nun aber zu der Racheaktion: So hatte eine gewisse Frau Thiele von der Leistungsabteilung in der Erich-Weinert-Straße 20 in Leipzig mindestens seit Mitte Juni von meinen Umzugsplänen gewusst. Es lag auch ein gültiger Mietvertrag mit allen , aber auch wirklich allen wichtigen Daten vor und die Kommunikation mit dem JC Naunhof gestaltete sich hervorragend – mit dem JC Leipzig natürlich nicht, wie auch zu erwarten war. Seit dem 24.6.weiß zum Beispiel diese Frau Thiele, dass das JC Naunhof einen Einstellungsbescheid zum 1.7.wünscht. Genau am 24.6. wurde Frau Thiele freundlich per Mail darauf hingewiesen aber getan hatte sich natürlich nichts. Stattdessen wurde in der üblichen Borniertheit die Miete vom JC Leipzig für Juli 2014 prompt an die ehemalige Vermieterin überwiesen und natürlich stellt man sich ( wie immer ) unwissend und ahnungslos. Nun bekam ich am 11.7.ein Schreiben ( Anhörung zu einer Überzahlung ) von dieser „ Fachkraft“  Thiele -  natürlich an die ehemalige Anschrift in Leipzig gerichtet, dann per Hand mit der neuen Adresse überklebt und datumsmäßig korrigiert, ein bekrakeltes Schmierblatt also, aber dennoch unbeschreiblich konfus und tatsachenverdrehend. Das Schönste aber daran ist : Ich darf mal zitieren „ Das Jobcenter ist verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln…“

 

Selbstverständlich will man mich mit diesem Schwachsinn bestrafen, anders kann es gar nicht sein, aber dies wäre ein sehr schöner Grund, wieder mal vor Gericht zu ziehen, und darauf freue ich mich jetzt schon.

 

Was aber hat es mit diesem Einstellungsbescheid auf sich? Das ist ganz einfach zu erklären: Der Einstellungsbescheid bedeutet, dass das JC Leipzig die ALG-II-Bezüge einstellt und das JC Naunhof danach übernimmt. Ohne diesen Bescheid kann das JC Naunhof nichts überweisen und das JC Leipzig kann machen, was es will.

 

Das also ist der Dank dafür, dass ich auf eine Fortsetzung des Prozesses beim LSG Chemnitz verzichtete und auch keine Umzugskosten geltend machte. Beim Umzug hatten nämlich Familienangehörige und Freunde mitgeholfen und damit wollte ich das JC Leipzig auch finanziell entlasten. Das also ist der Dank dafür und das werde ich mir sehr wohl merken.

 

Übrigens bekam Frau Fachkraft Thiele am 16.7. nochmals ein Schreiben, dazu war ich extra in Leipzig , aber bis heute kam weder eine Antwort, noch dieser Einstellungsbescheid. Das Problem dabei ist aber: Solange diese unfähigen Mitarbeiter nicht persönlich haftbar gemacht werden,  tun und lassen sie was sie wollen, ganz im Sinne der Wirtschaftlichkeit … oder so…

 

Thomas Schirmer, am 22.7.2014

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