Liebe Arbeitsuchende

Wir möchten Ihre Erlebnisse, Geschichte und Schikanen vom Jobcenter, Ihrem Fallmanager oder Ihrem Sachbearbeiter veröffentlichen. Schreiben Sie das, was schon lange hätte geschrieben werden müssen.

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— Dienstag, 24. Januar 2012 —

Kompetenz kann man hier lange suchen [ Keine Kommentare ]

Ich kann nur jedem Menschen wünschen, dass er niemals in die Situation gerät, einen Antrag für ALG 2 stellen zu müssen. Wer sich in diesen Teufelskreis begibt, der ist auf jeden Fall schlecht dran. Dabei ist aber nicht nur die finanzielle Situation gemeint. In der Regel wird man durch das für einen zuständige Jobcenter betreut, was allerdings nicht wirklich der Fall ist. Eigentlich ist man vollkommen auf sich gestellt und das wird einem dann bewusst, wenn man wirklich einmal im Jobcenter nach Hilfe fragt.

Es gibt auch Menschen in dieser Behörde

Auf dem Weg zurück in das Berufsleben gibt es eine Menge Formen der Förderung, die man in Anspruch nehmen kann. Doch wenn man sich im Jobcenter danach erkundigt, dann wissen die dort Bediensteten in der Regel recht wenig darüber. Hat man wirklich einmal Glück und gerät an einer Person, die sich doch auskennt, dann ist diese beim nächsten Besuch garantiert nicht mehr für einen zuständig. Genau das ist mir des Öfteren passiert.

Hurra, es gibt noch Licht am Horizont

Wenn man einen fähigen Betreuer im Jobcenter hat, dann dauert es gewiss nicht lange und dieser muss entweder seinen Stuhl räumen oder aber er wird in eine andere Abteilung versetzt. Der nächste Sachbearbeiter ist dann von der Sorte, die nicht das Wohl des Bedürftigen im Sinne hat, sondern nur das Wohl der Behörde. Allerdings gibt es auch manchmal an anderen Stellen gute Leute, die Beschwerden bearbeiten müssen und die Jobcenter beaufsichtigen. Gerät man an eine solche Person, dann kann man wirklich davon ausgehen, dass man Hilfe bekommt.

— Mittwoch, 18. Januar 2012 —

Der Bildungsgutschein – Am teuersten war die Druckerschwärze [ Keine Kommentare ]

In Lübeck existierte bis zur Einführung des Bildungsgutschein ein Bildungsfonds, aus dem alle bedürftigen Familien einmal im Jahr Zuschüsse für Mittagessen, Vereine und Schulausflüge beantragen konnten. Das System ist jahrelang gereift und verlief für uns als betroffen Familie anstandslos. Wir bekamen am Ende eines jeden Jahres auf Antrag einen kleinen Teil für das Mittagessen in den Kitas zurück und waren auch zu einem Teil von Leistungen an der Schule befreit.

Neues Gesetz weniger Vorteile für die Kinder

Nun kam es zur hoch angepriesenen Einführung des Bildungsgutschein. Unsere Regierung rühmte sich, mit der auch so tollen und teuren Förderung von bedürftigen Kindern um sie nicht ins soziale Aus zu katapultieren. Als sogenannten Arbeitnehmern mit zusätzlichen Hartz4 Anspruch, durften wir nun auch einen Antrag pro Kind für den heiß erwarteten Bildungsgutschein stellen. Mit tausend Erwartungen im Bauch, nun endlich das Kind zum heiß ersehnten Musikunterricht anmelden zu können und dem anderen Kind den Tanzkurs zugutekommen zu lassen, füllten wir mithilfe des Kindergartens den Antrag aus. Es dauerte auch nur fast zwei Monate, bis wir einen Bescheid erhielten, und zwar in fünffacher Form. Für jeden kleinen Betrag gab es vier neue Seiten Berechnung und keiner verstand, was nun für was war. Anbei noch ein lustiges postkartengroßes Kärtchen, mit einem Betrag für 6 Monate, auf den sich Vereine und Co. verewigen sollten, wenn sie ihr Geld für die erbrachten Leistungen haben wollten.

Das Ende der kindgerechten Förderung

Nun mehr fast ein Jahr später hat es der Kindergarten endlich geschafft in zusätzlichen Arbeitsstunden alle offenen Zahlungen, die doppelt geleistet wurden, an die Eltern zurück zuführen. Ja und auf Nachfragen bei der ARGE wer den die kleinen Kärtchen unterstützt und die Kinder unterrichtet, wurde man darauf hingewiesen das Selbst zu recherchieren. Am Ende tut es keiner nur ein zwei kleine Vereine, den der bürokratische Aufwand nicht zu hoch ist, um ihr Geld zu bekommen. Bye bye Musikunterricht und Tanzkurs. Ich würde sagen Förderungsziel nicht erreicht. Und die ARGE spart kräftig an den schwächsten der Gesellschaft an den Kindern.

— Mittwoch, 11. Januar 2012 —

Paradox ist, im Jobcenter Hilfe zu erwarten [ Keine Kommentare ]

Es gibt Dinge, die glaubt man nicht, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Das Lustige daran ist, dass andere Menschen einem diese Dinge ebenfalls nicht abnehmen. Doch leider ist es so, dass einem solche Dinge ganz schnell widerfahren können, wenn man sich mit den „Spitzenkräften“ der Jobcenter abgeben muss. Wenn man die Vorgehensweise dieser Arbeitsvermittler einmal näher betrachtet, dann fragt man sich allen Ernstes, warum diese Leute überhaupt bezahlt werden. Deren Aufgabe besteht doch eigentlich darin, dass sie den Arbeitslosen Stellen vermitteln, damit diese wieder aus der Statistik verschwinden. Ich habe leider eine andere Erfahrung machen müssen.

Wahnsinn, der Methode hat

Gleich bei meinem ersten Besuch beim Arbeitsvermittler habe ich eine Vereinbarung unterschreiben müssen. Darin wurde als wesentlichster Punkt festgehalten, dass ich mich um alles kümmern muss, damit ich wieder eine Arbeitsstelle bekomme. Sollte ich dies nicht tun, dann würden mir meine Leistungen gekürzt, die ohnehin schon recht dürftig sind. Also ich finde das ein starkes Stück. Wenn ich nicht die Arbeit des Vermittlers erledige, dann bekomme ich keine Leistung. Versuchen Sie das mal auf Arbeit umzusetzen. Sie sagen einem Kollegen, dass er Ihren Job erledigen soll, andernfalls bekommt er kein Gehalt.

Es lebe die deutsche Bürokratie

Da wird in unserem Staat immer davon gesprochen, dass keiner allein gelassen wird und man immer Hilfe erwarten kann. Wer sich auf diese Aussage verlässt, der ist verlassen. Nicht nur, dass man schon die Aufgaben der Arbeitsvermittler übernimmt, zu allem Überfluss suchen die Bediensteten im Jobcenter nach jeder Gelegenheit, um die Leistungen einzustellen. Wenn ich wieder mal arbeitslos werden sollte, dann werde ich mich für einen solchen Posten bewerben.

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  • Dona: Was im Fernsehr kommt besonders solche Sendungen ist eh nur alles gestellt und nicht einmal 2% sind ...
  • Adolarfg01: Karlchen viel bekommst du nicht mehr mit oder? die auf den amt sind selber schuld, wie man in den wa...
  • stephan letsch: es ist hanebüchen was sich die mitarbeiter dieses amtes herausnehmen. ich halte so und so mindesten...
  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...