— Sonntag, 27. März 2011 —
Die einen so, die anderen ganz anders… [ Keine Kommentare ]
Das Leben geht schon manchmal sonderbare Wege. Glücklicherweise ist aktuell von einer massiven Entspannung am Arbeitsmarkt die Rede; von der Wirtschaftskrise so gut wie keine Spur mehr. Dennoch sinkt die Arbeitslosenquote nur sehr zögerlich, und noch immer ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger erschreckend hoch. Grundsätzlich mag so Mancher aufgrund dessen glauben, dass die Anzahl der offenen Stellen im Gegensatz zu den Jobsuchenden noch stets zu niedrig ist. Wenn man aber dahingegen beispielsweise die Statistiken aus der Gesundheitsbranche betrachtet, dürfte dies mitunter durchaus nachdenklich stimmen.
Was genau läuft da falsch?
In der jüngsten Vergangenheit ist in den Medien immer wieder vom so genannten Burnout-Syndrom zu hören bzw. zu lesen. Zu viel Arbeit und ein Übermaß an Stress kann diese psychische Erkrankung hervorrufen. Typischerweise gehen mit dem Burnout-Syndrom Erschöpfungszustände sowie eine reduzierte Leistungsfähigkeit einher. Somit sollten beim aufmerksamen Leser spätestens jetzt die "Alarmglocken läuten". Denn: war nicht eingangs noch von zu wenigen offenen Arbeitsstellen die Rede?
Immer größerer Leistungsdruck
Fakt ist, dass sich die Arbeit in vielen Unternehmen hierzulande verdichtet hat. Im Klartext bedeutet das, dass die Arbeitnehmer in immer kürzerer Zeit immer mehr Aufgaben zu verrichten haben. Expertenmeinungen zufolge sind hierzulande sage und schreibe 20 Prozent aller Arbeitnehmer vom Burnout-Syndrom betroffen. Eine durchaus alarmierende Zahl. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Trend diesbezüglich kontinuierlich ansteigt. Wie bei so vielen anderen Dingen besteht also auch im Hinblick auf die Arbeitsmarktpolitik ein markantes Ungleichgewicht. Während die einen buchstäblich nicht wissen, wo ihnen vor lauter Arbeit, Stress und Hektik der Kopf steht, warten andere oft sehnsüchtig darauf, dass endlich eine positive Antwort auf die vielen geschriebenen Bewerbungen im Briefkasten landen möge. Dass es darüber hinaus freilich immer mehr Bürger hierzulande gibt, die es einzig auf die staatlichen Zuwendungen anlegen, aber – bitteschön – keiner (seriösen) Arbeit nachgehen wollen, bleibt an dieser Stelle vorzugsweise unerwähnt….



