— Archiv für den Tag „Zuschuss” —

— Mittwoch, 23. September 2009 —

100,- EUR Zuschuss zum Schulbeginn [ 2 Kommentare ]

Hartz 4 Empfänger erhalten automatisch zum neuen Schuljahr einen Zuschuss von 100,- EUR pro schulpflichtigem Kind. Damit soll der Bedarf für Schulsachen, wie Hefte, Füller oder auch Ranzen gedeckt werden. Das ist für die Hartz 4 Empfänger eine prima Sache. Der Hort ist kostenlos, das Schulessen zumindest ermäßigt und die Hefte und Bücher werden auch noch vom Staat bezahlt. Wenn das Leben so einfach zu meistern ist, warum dann arbeiten gehen?

Die allein erziehende Mutter, die in den späten Abend- oder sehr frühen Morgenstunden putzen geht und mit ihrem Verdienst knapp oberhalb der Hartz 4 Grenze liegt, kann davon nur träumen. Sie bekommt für ihre Kinder keinen automatischen Zuschuss von 100,- EUR.

So sehr dieser Zuschuss auch einigen Familien helfen mag, bleibt er doch eine Ungerechtigkeit der arbeitenden Bevölkerung gegenüber.

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— Freitag, 21. August 2009 —

Erstausstattung der Wohnung verfällt nicht [ 6 Kommentare ]

Hartz IV Empfänger haben Anspruch auf einen Zuschuss bei der Erstausstattung ihrer Wohnung. Dieser Anspruch ergibt sich aus dem Gesetz. Stellt ein Arbeitsloser den Antrag auf Kostenübernahme nicht sofort beim Bezug der Wohnung, darf dieser nicht verfallen. So urteilte das Bundessozialgericht Kassel am 20.08.2009 Az. B 14 AS 45/08 R.

Fall

Ein Arbeitsloser aus Berlin zog 2003 nur mit einer 15 Jahre alten Matratze in seine Wohnung ein. Erst im November 2005 stellte er den Antrag für die Erstausstattung mit Möbeln. Das zuständige Jobcenter lehnte den Antrag ab. Nur der Bedarf für eine neue Matratze, in Höhe von 50,- EUR, wurde anerkannt und ausgezahlt. Für die Anschaffung von Möbeln wurde dem Arbeitslosen lediglich ein Darlehen über 344,- EUR für gewährt.

Mit seinem Urteil hat das Bundessozialgericht dem widersprochen und das Amt zur Kostenübernahme verurteilt. Damit ist die Erstausstattung, auch längere Zeit nach dem Einzug, im Sinne der Arbeitslosen geregelt worden.

Urteil: Kostenlose Urteile.de

— Montag, 3. August 2009 —

Nie mehr Hartz IV — Wege in die Selbstständigkeit [ Ein Kommentar ]

Selbstständigkeit kann ein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein. Allerdings benötigt man die richtige Geschäftsidee, die die Basis für den Weg in die Selbstständigkeit bietet. Auch als Hartz IV-Empfänger, der einen Weg zurück ins Arbeitsleben sucht, sollte man sich dabei jedoch nicht nur auf seine eigene Einschätzung verlassen. Beratungen und eventuell Tests helfen dabei, eine Geschäftsidee auf ihre Tauglichkeit abzuklopfen. Ein paar Infos zu möglichen finanziellen Hilfen sollten daneben auch nicht fehlen.

Ein Projekt namens Garage

Garage nennt sich ein Weiterbildungsprojekt für Empfänger von Arbeitslosengeld II in Dortmund und Essen, die  den Schritt in die Selbstständigkeit oder die Freiberuflichkeit wagen wollen. Seit September 2006 wurden insgesamt 192 Menschen in die Dortmunder Gründerwerkstatt aufgenommen. 186 Menschen nutzten die Garage in Essen, um ihre Selbstständigkeit vorzubereiten. Jeweils sechs Monate haben die Teilnehmer am Garage-Projekt Zeit, um ihre Geschäftsidee zu formen. Ihnen stehen dafür Computer- und andere Arbeitsplätze zur Verfügung. Zusätzlich bekommen sie ein Coaching von einem Betriebswirt, einem Marketingspezialisten oder einem Vertriebstrainer, je nachdem, in welchem Bereich bei ihnen ein besonderer Förderbedarf besteht. Wer das Programm in Anspruch nehmen möchte, muss allerdings zuvor einiges dafür leisten. Gefordert werden etwa eine Konkurrenzanalyse und Umfragen, mit deren Hilfe sich die Erfolgsaussichten eines zukünftigen Geschäfts besser einschätzen lassen. Eventuell geht dabei bereits der eine oder andere Traum von erfolgreichen Geschäften zugrunde; aber es ist besser, eine nicht überlebensfähige Idee stirbt frühzeitig als zu einem Zeitpunkt, an dem sie bereits Zeit und vielleicht auch Geld gekostet hat. Und man muss seine Pläne für eine Selbstständigkeit ja nicht komplett begraben, wenn die eine Geschäftsidee nicht tragfähig ist. Schließlich gibt es ja noch andere Ideen, oder?

Der Versuch wäre es wert

Ähnliche Projekte wie die Garage existieren auch in anderen Städten; vielleicht sollte man sich einfach einmal erkundigen? Der Weg in die Selbstständigkeit sollte zwar überdacht werden, man sollte ihn andererseits aber auch nicht sofort mit den Worten „Das funktioniert sowieso nicht!“ ausklammern. Vielleicht gibt es etwas, was Erfolg versprechen könnte, was man eventuell gar gerne machen würde? Bestenfalls erfüllt der Schritt zur Selbstständigkeit dann gleich mehrere Träume auf einmal: Man gewinnt finanziell wieder etwas mehr Boden unter den Füßen. Man wird unabhängig von der Arge. Man bekommt das gute Gefühl, wieder für sich selbst sorgen zu können. All das kann es wert sein, zumindest einen Versuch zu starten und sich dafür Unterstützung zu sichern. Wer noch keinerlei Idee hat, mit welchem Geschäft er sich möglicherweise selbstständig machen könnte, der kann sich Anregungen im Internet holen: beispielsweise bei Gruenderlexikon.de. Auch finanziell kann man sich möglicherweise Unterstützung sichern. Tipps dazu gibt etwa die Seite Existenzgruender.de.

Weiterführende Links im Netz:

Das Gründerlexikon hält zum Thema Selbständigkeit viele Informationen, Vorlagen, Ratgeber und Onlinerechner vor, z.B.:

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