— Archiv für den Tag „Vorschuss” —

— Dienstag, 24. Juli 2012 —

Noch mehr Kontoauszüge, weil Mitarbeiter zu doof zum lesen! [ 5 Kommentare ]

Ich bin Mutter eines 13 Monate alten Sohnes. Mein Mann ist in Vollzeit tätig. Leider reicht, seit dem das Elterngeld weggefallen ist, unser Geld nicht mehr aus. Aus diesem Grund hatten wir Wohngeld und Kinderzuschlag beantragt. Der Antrag auf Wohngeld wurde bewilligt, aber der Antrag auf Kinderzuschlag wurde abgelehnt mit der Begründung das Hilfebedürftigkeit nicht vermieden wird. Mit diesem Schreiben ging ich am Montag der letzten Woche zum zuständigen Jobcenter. Hier erhielt ich die Antragsunterlagen, die mir die Mitarbeiterin schon ausgefüllt hatte und eine Liste von Unterlagen, die ich bitte einreichen sollte. Dieses habe ich auch umgehend getan als ich diese zusammen hatte. Die Unterlagen habe ich dann am Freitag der gleichen Woche eingereicht. Der Sachbearbeiter hackte die Liste ab, kopierte alles und bestätigte mir mündlich das alles komplett sei. Da wir momentan echt finanziell am Ende sind fragte ich nach einer Vorschusszahlung. Diese wurde mit der Begründung abgelehnt, dass schon viele Obdachlose und Durchreisende dieses schamlos ausgenutzt hätten und es deshalb keinen Vorschuss für mich geben würde. Auf der Internetseite der Arbeitsagentur steht:

Vorschusszahlung

Falls Ihre Antragsunterlagen oder sonstige Gründe eine abschließende Entscheidung noch nicht zulassen, kann Ihnen ein Vorschuss gezahlt werden, wenn Ihr Leistungsanspruch dem Grunde nach besteht und zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich ist.

Sollte noch nicht abschließend feststehen, ob Sie einen Leistungsanspruch haben, kann auch eine vorläufige Entscheidung getroffen werden, wenn zur abschließenden Feststellung der Anspruchsvoraussetzungen voraussichtlich noch längere Zeit erforderlich ist,

  • die Anspruchsvoraussetzungen jedoch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bereits vorliegen und
  • Sie die Umstände, die einer sofortigen abschließenden Entscheidung entgegenstehen, nicht zu vertreten haben.

Die Agentur für Arbeit wird von sich aus – ohne besonderen Antrag – prüfen, ob Ihnen ein Vorschuss gezahlt oder eine vorläufige Entscheidung getroffen werden kann.

Erstattung der Vorschusszahlung

Vorschüsse oder aufgrund einer vorläufigen Entscheidung gezahlte Leistungen sind von Ihnen dann zu erstatten, wenn sich später herausstellen sollte,

  • dass sie Ihnen nicht zustanden oder
  • dass sie die Ihnen tatsächlich zustehenden Leistungen übersteigen.

 

ICh habe das so verstanden, das ich, wenn ich alle Unterlagen einreiche sehr wohl einen Vorschuss bekommen kann. Und dies Unabhängig davon ob die Höhe der zukünftigen Leistung schon bekannt ist.  Er verwies mich auf die Obdachlosen und Durchreisenden, die daran Schuld sein, dass das Jobcenter dies nicht macht, auch weil ich meine Unterlagen ja gerade erst eingereicht habe.  Er wollte sich aber darum kümmern, dass seine Kollegin den Fall so schnell wie möglich bearbeite. Ich wurde ohne irgendwelche Hilfeleitungen wieder weggeschickt.

Noch mehr Unterlagen

Am Samstag erhielten wir dann Post, dass das Jobcenter noch weiter Unterlagen benötige. Angeblich wäre die Rückseite der Personalausweiskopie meines Mannes nicht vollständig lesbar und das die eingereichten Kontoauszüge nicht vollständig sind oder gar nicht eingereicht wurden.

Und noch mehr Kontoauszüge

Ich bin heute gleich wieder beim Jobcenter gewesen und habe die Unterlagen nachgereicht. Mein Sachbearbeiter erklärte mir dann, dass Sie nicht nur die Kontoauszüge der letzten 3 Monate benötigen, die sie für die Bewilligung benötigen. Also da rückwirkend für April berechnet wird benötigen sie eigentlich nur die Auszüge für März, Februar und Januar. Da aber auf den Auszügen für Januar Auszug Nr. 2 steht, möchte das Jobcenter nun auch noch die Auszüge für Dezember haben.

Die sind einfach zu blöd die Auszüge richtig zu lesen

Wir bekommen unser Auszüge immer rückwirkend, dass heißt ganz normal das ich am 2.2. den Auszug über Geldbewegungen für Januar erhalte. Meine Bank nennt diesen Auszug dann Auszug Nr. 2. Das ist auch alles ersichtlich und eigentlich auch logisch. Meine Bitte nach Hilfe wurde wieder abgelehnt, weil die Höhe meines Anspruches noch nicht bekannt ist, aber man könne mir mit Einkaufsgutscheinen aushelfen. Ich sehe diese Einkaufsgutscheine allerdings als Demütigung und Bloßstellung in der Öffentlichkeit und habe diese wütend abgelehnt. Ich kann die Kontoauszüge für Dezember auch später nach reichen, da die ja nicht Entscheidungsrelevant sind. Ich fühle mich echt veralbert und nicht ernst genommen, da ich alle vom Jobcenter benötigten Unterlagen eingereicht habe und die da einfach nur zu blöd sind die richtig zu lesen!!!!