— Archiv für den Tag „Vermieter” —

— Mittwoch, 5. Oktober 2011 —

Schimmel in der Wohnung ist kein Grund für ein Umzug [ Keine Kommentare ]

Aufgrund eines Unfalls hat mein Mann sein Geschäft aufgeben müssen und sich beim Arbeitsamt zur Sicherung des Lebensunterhalts anmelden – nun ja es ging mehr um die Krankenversicherung, da ich als Studentin und vor kurzem auch Mutter bei ihm familienversichert war.

Nach dem die Unmenge an Unterlagen – auch sämtliche Kontoauszüge, Spar- und Vermögenswerte ausgewertet und der monatliche Betrag ermittelt wurde – ich als Student werde in der Bedarfsgemeinschaft nicht berücksichtigt, mein Einkommen aber sehr wohl – bekam mein Mann die Unterstützung vom Amt und wir lebten die nächsten 6 Monate friedlich bis zur nächsten Verlängerung.

Wohnung mehr als angemessen

Wie schon vorher erwähnt bekamen wir auch Nachwuchs, was uns zur Anmietung einer größeren Wohnung gezwungen hatte. Gesagt, getan! Eine passende Wohnung war schnell gefunden. Jedoch befand sich diese in einem katastrophalen Zustand. Da aber mein Mann den Vermieter einigermaßen kannte, stürzten wir uns ins Vergnügen und richteten die Wohnung pünktlich zum Geburtstermin unseres Nachwuchses her.

Nach einiger Zeit – es waren so um die 5 Wochen nach dem Einzug und eine regnerische Woche – bemerkten wir einen nassen Fleck an der Decke im Wohnzimmer. Gleich den Vermieter alarmiert, jedoch vergeblich – es war im Herbst. Nachdem sich die Situation verschlimmert hatte, beschlossen wir, aus gesundheitlichen Gründen die Wohnung zu wechseln. Und hier kommt die Agentur für Arbeit ins Spiel. Schimmel ist kein Grund für ein Wohnungswechsel, denn die Wohnung wäre für unsere Verhältnisse mehr als angemessen – die Wohnung war 84qm groß. Auch die Umzugskosten können nicht ganz oder partiell erstattet werden, da keine gesundheitliche Gefahr bestünde.

— Montag, 24. Mai 2010 —

Darf die ARGE das Guthaben aus der Betriebs+Nebenkostenzahlung einbehalten [ 2 Kommentare ]

Hallo zusammen: Ich habe da ein Problem mit der ARGE: Ich bewohne eine 36qm Dachgeschosswohnung, die Miete beträgt monatlich 365,00€ enthalten sind da schon 85,00€ Nebenkosten.Mein Vermieter hat jetzt errechnet,das sich ein Guthaben von 79,79€ ergibt.Habe die Unterlagen bei der ARGE in Kopie eingereicht und heute rief mich die SB an und sagte mir,das mir vom Guthaben etwa 9,00€ zustehen würden.Das kann ich nicht ganz nachvollziehen.Von meinen Leistungen werden monatlich 10,00€ zur Miete einbehalten,als Eigenbeteiligung.Eine Freundin von mir hat eine ähnliche Wohnung,wie auch die Wohnfläche und bezahlt das selbe bzw.die ARGE überweist die Miete.Sie hat ein Guthaben von 85,00€,das ihr vollständig ausgezahlt wird.Wir haben nicht die selbe SB,aber das kann doch nicht angehen.Bei frühern Guthaben wurde es mir auch immer ausgezahlt und jetzt kommen die so.Gibt es da einen neuen Paragraphen oder ein neues Urteil??Hab schon mehrfach gegoogelt,aber nichts gefunden…war jemand von Euch mal in so einer Lage…wie wurde es bei Euch gerechnet..Ist es rechtens das die ARGE von dem einem was behält und von anderen das Geld auszahlen…das ist verwirrend..über Antworten würde ich mich freuen,vielleicht hat jemand von Euch auch einen Ratgeber oder ähnliches wo ich was nachlesen kann.Weil das ist mir einfach zu hoch 
Lieben Dank im vorraus für die Antworten…liebe Grüße ….tina

— Donnerstag, 25. Februar 2010 —

Arbeitslose mieten größere Wohnungen als sie tatsächlich bewohnen [ 6 Kommentare ]

Sicherlich, Hartz-IV-Empfänger haben es keineswegs (immer) einfach. Nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern sie stehen vielfach am gesellschaftlichen Rand und sind noch dazu mit diesem gewissen "negativen Ruf" behaftet. Thorsten Kuhlmann ist ein Mensch, mit dem es das Schicksal besser gemeint hat: er hat einen gesicherten, beruflichen Status inne und verdient viel Geld. Sehr viel Geld. Somit betrachtet er es offenbar als seine "Lebensaufgabe", ärmeren Menschen zu helfen

Frei nach dem Motto: "Jeder sollte ein Dach über dem Kopf haben", kauft Kuhlmann günstige (Alt-)Bauten auf, verleiht ihnen einen (äußerlich) attraktiven Anstrich und vermittelt dann die so "präparierten" Wohnungen an bedürftige Hartz-IV-Empfänger, Obdachlose und andere, die am Rande der "normalen" Gesellschaft leben. So viel Einsatz, so viel Hilfsbereitschaft lässt sich der "gute Herr Kuhlmann allerdings teuer bezahlen. Nicht umsonst wird sein Name fast regelmäßig in den Medien erwähnt; vor allem, wenn es um Immobilien im Hamburger Raum geht. 

Seine abbruchreifen "Beinahe-Ruinen" überlässt er für einen Wucherpreis verzweifelten Wohnungssuchenden aus der so genannten "Unterschicht" und erhält für diese "gute Tat" Monat für Monat den verlangten Mietzins von den Sozialämtern. So weit, so gut. Sehr gut sogar – zumindest für Kuhlmann. Nicht aber für die Bewohner der mittlerweile berüchtigten "Kuhlmann-Lofts". Denn sie haben mit maroden Elektroleitungen, Schimmel, Feuchtigkeit et cetera "zu kämpfen". Katastrophale Zustände soweit das Auge reicht. Aber nicht nur das, auch die in den Mietverträgen angegebenen Quadratmeterzahlen stimmen so gut wie nie mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein. So kommt es häufig vor, dass Kuhlmann statt vorhandener 16 Quadratmeter Mieteinnahmen für satte 40 (!) Quadratmeter Wohnfläche vom Staat einheimst. Und die Behörden zahlen….

Wird Kuhlmann auch weiterhin sein Unwesen treiben können? Möglich, denn niemand ist bereit, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Die einen aus Bequemlichkeit: die Arbeitsagenturen sehen sich nicht in der Verantwortung. Es sei nicht ihre Pflicht, die Zustände der Räumlichkeiten ihrer "Kunden" auf Bewohnbarkeit hin zu überprüfen. Und auch bei der CDU "hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus": sie scheint von den Machenschaften ihres "sauberen" Herrn Thomas Kuhlmann nicht viel mitzubekommen. Und die Bewohner der "Wohnungen" schweigen.  Aus Angst vor einer Wohnungskündigung durch den Vermieter. Apropos: auch Herr Kuhlmann rührt sich nicht. Schließlich will er doch nur "ihr Bestes". Richtig – das Geld seiner Mieter….