— Archiv für den Tag „Unterlagen” —

— Montag, 18. Juni 2012 —

Die Arge und Behinderte Kinder [ 3 Kommentare ]

So, wo fangen wir den da mal an, also ich bin Vater von 3 Kindern L. J. (3,5 Jahre und late Talker), L.H. (6Monate und völlig gesund) J. 5 Jahre und am WHS Syndrom erkrankt.

Ich war früher Selbstständig und musste nach der Geburt meiner Tochter feststellen, das entweder meine Frau wieder Arbeiten geht oder ich meine Selbstständigkeit aufgeben muss. Da wir uns für letzteres Entschieden hatten, bin ich zur Arge gegangen um Hartz 4 zu beantragen. Das Drama begann.

Die erste Sachbearbeitern war soweit noch ok, hatte zwar keine Ahnung aber Sie war nett. Leider wechselte der Sachbearbeiter und der Terror fing an. Von Unterlagen, die zur weiterbewilligung des Antrages auf ein mal fehlten bis hin zu Leistungsverweigerung, da wir mehr Einkünfte erziehlt hätten! Sämtliche Unterlagen, die die Arge gefordert hatte, wurden von uns per Einschreiben Rückschein versand und trozdem fehlten dann Plötzlich Unterlagen. Uns wurden mehreinkünfte abgezogen, die aus dem Pflegegeld (wir haben keinen Pflegedienst) oder der Verhinderungspflege entstanden als Einkommen ausgelegt.

Nach dem ich mit dem zuständigen Sachbearbeiter gesprochen hatte und der mir sagte, das sei ja ein Sonderfall und man könne nicht erwarten, das er wirklich alles über so eine blöde Private situation wissen könne, teilte ich Ihm mit das er unfähig sei und ich seinen Vorgesetzetn sprechen möchte. Auf den Anruf warte ich heute noch!

Der Vorwschlag des Sachbearbeiters war, das ich ja abends Arbeiten gehen könne oder zumindest in der früh wenn meine Frau noch zuhause ist. Vorschlag ist Super, nur leider (wie wir der Arge gegenüber auch per Ärztlichem Atesst bestätigt haben) ist J. 24 h am Tag Pflegebedürftig. Meine Frau kann (auf Grund von Gewicht und größe von J.) die kleine nicht bewegen.
Auch dieses Teilten wir der Arge mit und die Auskunft war dann, nehmen Sie sich einen Pflegedienst, der kümmert sich um Ihr Behindertes Kind. Soweit richtig, was mache ich mit den anderen zwei? Soll ich die solange an den Kleiderbügel hähngen. Die Antwort war, dafür währe der Pflegedienst zuständig. Das ist leider völlig Falsch!

Ein paar Wochen später bekam ich einen netten Brief von der Arge, worin mir mittgeteilt wurde, das ich für abhilfe zu sorgen hätte und die Arge mich dann in einen Job vermitteln könne.
Im Einzelnen heist das aber nur, das meine Frau dann Arbeitsloß werden würde und ich Arbeiten gehe, somit also wieder ein Arbeitsloßer aus der Statistick fällt, aber ein neuer dafür geschaffen werden würde.

Nach dem ich mich mal Schlau gemacht hatte im Internet, bin ich zu dem Entschluss gekommen, das alles aber auch wirklich alles, was die Arge schreibt, überprüft und kontroliert werden muss, denn die Sachbearbeiter dort, haben von überhauptnichts eine Ahnung.

Das sind nur Lohnempfänger, die sich auf den Monatslohn freuen und mehr auch nicht

— Donnerstag, 20. Oktober 2011 —

Eine völlig sinnfreie Plauderstunde beim Arbeitsvermittler [ Keine Kommentare ]

Auch Existenzgründer werden regelmäßig vor- bzw. eingeladen, in diesem Fall lädt ein neuer Sachbearbeiter zum Gespräch. Das bedeutet Überstunden, denn selbstverständlich kommt der kluge Existenzgründer hervorragend vorbereitet und mit allen Unterlagen pünktlich zum Termin. Also werden die Unterlagen, die gerade zwecks Steuererklärung beim Steuerberater sind, extra für diesen Termin wieder abgeholt. Alle Rechnungen, die ein- oder ausgingen, werden überprüft, gegebenenfalls noch eingetragen, alle Summen, Gewinn- und Verlust nachgerechnet. Stimmt alles, gut so.

Gute zehn Minuten vor dem Termin angekommen wartet der Existenzgründer höflich bis fünf Minuten vor dem Termin, um dann anzuklopfen und anzuzeigen, dass er da ist. Der Sachbearbeiter, der sich Arbeitsvermittler nennt, telefoniert, offensichtlich privat, denn er scherzt und lacht, und winkt dem Existenzgründer ab. Pünktliche zehn Minuten später darf der Existenzgründer den Raum betreten. Der Arbeitsberater sieht mit entsetztem Blick die schwere Tasche. Der Hinweis, dass man alle Unterlagen dabei hätte und vorbereitet sei, veranlasst den Sachbearbeiter zu der Antwort: “Ach, das lassen Sie mal alles eingepackt.”

Das Gespräch beginnt mit Fragen. Ob der Existenzgründer denn die deutsche Staatsangehörigkeit besäße und auch in Deutschland geboren oder zugewandert sei. Ja, ja, nö. Der fleißige Arbeitsberater klickt angestrengt auf den Bildschirm starrend die Maus. “Und Ihre Eltern? Sind die zugewandert?” “Nö. Wieso, sollten sie besser?” Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Sachbearbeiters. Ihm fehlt ein Vorderzahn. Ach, da fiele ihm ein, er müsse fragen, ob der Existenzgründer diese Fragen überhaupt beantworten wolle, dazu sei er nicht verpflichtet. Die Angaben sind aber bereits im Computer gespeichert. Dem Existenzgründer fällt dazu nichts mehr ein.

— Freitag, 30. September 2011 —

Ein Sachbearbeiter unfähiger als der Andere [ 3 Kommentare ]

Ein Besuch auf dem Amt lässt einen doch immer wieder staunen. Doch um meine Geschichte besser zu verstehen, muss ich dazu sagen, dass ich Sozialmanagement studiere. Das bedeutet, dass ich unter anderem Vorlesungen zu bestimmten Rechtgrundlagen habe, somit auch zum Sozialgesetzbuch. Da mein Freund Auszubildender ist und wir eine eigene Wohnung hatten, beantragte er BAB (Berufsausbildungsbeihilfe). Dies wurde zuvor bereits einmal bewilligt, das heißt, es war der Folgeantrag und sollte damit eigentlich keine Probleme geben.

Dies war leider falsch gedacht. Den Antrag füllten wir als Erstes ordnungsgemäß aus. Da wir bei der Ausfüllung einige Fragen hatten, klärten wir diese telefonisch ab und bekamen immer wieder gesagt, es gäbe keine Probleme. Da ich wusste, dass es öfter Probleme bei der Bundesagentur für Arbeit gibt, bot ich an, den Antrag für ihn abzugeben.

Als ich nun vor der Sachbearbeiterin saß und diese den Antrag nur auf Vollständigkeit prüfen und abzeichnen sollte, ging der Ärger erst richtig los. Sie teilte mir mit, dass der Antrag auf keinen Fall so abgegeben werden könnte, da er zum einen nicht vollständig sei, sie dafür gar nicht zuständig wären und die Gehaltsabrechnung des Vaters vom falschen Jahr nicht angenommen werden könnte.

Der Antrag war vollständig. Die Frau wollte leider nichts davon wissen, dass es ein Folgeantrag war und sie die fehlenden Dokumente bereits hatten und sich daran nichts geändert hatte. Außerdem war die ARGE selbstverständlich zuständig, da wir unseren Hauptwohnsitz in dieser Stadt hatten. Ihr Problem war, dass mein Freund immer noch in einer anderen Stadt bei dem jeweiligen Amt im Register war (warum auch immer) und sie somit die Arbeit abschieben wollte. Daraufhin erklärte ich ihr, so höflich wie möglich, dass dies nicht unser Problem sei und sie eine Mitwirkungspflicht hätte, der sie doch bitte nachgehen sollte.

Das dritte Problem, die Steuerbescheinigung und der Gehaltsnachweis des Vaters, hatten wir zuvor am Telefon geklärt. Man muss dazu sagen, dass er Steuerberater ist und somit länger für diese Dokumente Zeit hat, als andere Arbeitnehmer. Dies verstand sie auch irgendwann, doch ihr fehlte ein Stempel bei den Unterlagen. Nachdem ich ihr immer wieder erklärte, dass dies richtig sei und der Stempel nicht darauf sein muss (dies war in dem Bundesland oder Kreis nicht zwingend notwenig), wurde die Sachbearbeiterin immer wütender und zog eine weitere Sachbearbeiterin hinzu. Leider hatte diese genau so wenig Ahnung wie die Erste, sodass ich mich beschwerte und den Geschäftsführer oder eine leitende Person verlangte. Fazit: Der Antrag wurde dann anstandslos angenommen und drei Wochen später bewilligt. Traurig war die Feststellung, dass man nach wenigen Vorlesungen mehr Wissen hat, als viele der Sachbearbeiter.