— Archiv für den Tag „Umschulung” —

— Freitag, 30. März 2012 —

Von Pontius zu Pilatus, zurück und in die Klinik [ Ein Kommentar ]

Ich kann mich leider nicht mehr an alles erinnern und habe leider auch nicht alles dokumentiert, da ich nie dachte, dass es solche Ausmaße annehmen könnte und ich eine Dokumentation brauchen würde.

Arbeitslos wurde ich im Jahre 2007 durch Geschäftsaufgabe meines damaligen Chefs.

Ich war als Maler beschäftigt. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon jahrelange Arthrose beider Kniegelenke hatte, bat ich meinen Sachbearbeiter zu prüfen, in wie weit eine Reha und/oder Umschulung in Frage käme. Ab diesem Zeitpunkt wurde alles schlimmer. Ich durfte erst einmal zum Amtsarzt gehen. Der stellte fest, dass eine Rehamaßnahme anzuraten wäre aber ich voll arbeitsfähig sei. Dann bekam ich eine Maßnahme nach der andern, bis schließlich 2008 ein weiterer Amtsarzt feststellte, dass ich eine Reha bräuchte und ich nicht mehr voll arbeitsfähig sei.

Daraufhin wurde ich in eine Berufsfindungsmaßnahme für psychisch kranke Menschen eingeteilt. Ich habe höchstgradiege Arthrose beider Kniegelenke – ein psychisch kranker Mensch kann eine Umschulung zum Fliesenleger machen, bei mir ist das unmöglich.

Also Maßnahme wieder abgebrochen. Seither wieder von einem Amtsarzt zum anderen, bis schließlich einer davon, es muss im Jahre 2010 gewesen sein, feststellte, dass ich eine Umschulung brauche und nur mit diversen Einschränkungen 3 Stunden täglich arbeitsfähig bin. Daraufhin wurde ich wieder zu einem Gespräch bei meinem Sachbearbeiter eingeladen.

Der gab mir einige Stellenangebote und schickte mich wieder nach Hause. So lief das eine ganze Zeit lang bis ca. 2011. Dann wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, wo er mir eröffnete, dass für meinen Fall keine Stellenanzeigen vorliegen und ich mich doch selbst Bewerben solle. Seither bewerbe ich mich selbständig und lege meine Bewerbungsbemühungen wie gefordert vor.

Diese werden in den Briefkasten vorm Haus eingeworfen, durch Erfahrungen meinerseits natürlich unter Aufsicht von 2 weiteren Zeugen und Anfertigung bebilderter Beweise, was mein SB nicht wusste. Nun bekam ich Anfang März 2012 eine Anhörung, warum ich denn meine Bewerbungsbemühungen nicht abgegeben habe. Postalisch geantwortet, wobei bis dato noch keine Reaktion kam. Vorläufige Situation heute ist, dass ich dadurch ein psychisches Wrack bin, keine sozialen Kontakte mehr pflege, viel schlafe, Depressionen habe und mein Psychologe eine stationäre Behandlung in einer Klinik für schnellst möglich erachtet hat und ich mich in diesen Tagen auch dorthin begebe. Danke, JobCenter Schwetzingen, Rhein-Neckar-Kreis, Baden Würrtemberg

— Mittwoch, 4. November 2009 —

Umschulungs-Chancen für Arbeitslosengeld zwei Empfänger [ Keine Kommentare ]

In einem aktuellen Fall-Beispiel gelang es einer fast vierzigjährigen Hartz IV Empfängerin durch die Einschaltung öffentlicher Medien eine Umschulung vom Job-Center finanziert zu bekommen. Nun wird jedoch nicht jedes Problem von Arbeitslosengeld zwei Empfängern in den Medien entschieden. Das gezeigte Fall-Beispiel ist eher dafür gedacht, Hartz IV Empfängern in ähnlichen Situationen einen Weg aufzuzeigen, wie man trotz einer abgeschlossenen Berufsausbildung und mit knapp vierzig Jahren sein Ziel erreicht. Im Fall-Beispiel hatte die ansonsten mittellose Hartz IV Empfängerin durch ein Praktikum in einer Kanzlei, in der sie aufgrund ihrer vorbildlichen Arbeitsweise positiv auffiel, vom Chef ein Jobangebot bekommen.

Bedingung war allerdings eine zweijährige berufsspezifische Umschulung. Die wurde der Arbeitslosengeld zwei Empfängerin nicht gewährt, stattdessen regte die zuständige Job-Managerin eine halbjährliche Maßnahme an.

Selbst in der Situation – was tun?
Jedem Arbeitslosengeld zwei Empfänger, der ähnliche Situationen selbst erlebt, muss man dringend empfehlen, solche Handlungsweisen einzelner Job-Center-Mitarbeiter keinesfalls hinzunehmen. Denn dem Ermessungsspielraum der Job-Center-Mitarbeiter stehen gesetzliche Regelungen und Vorschriften gegenüber. Diese geben dem Job-Center eben diesen Ermessungsspielraum und der wird nicht immer zugunsten des Hartz IV Empfängers eingesetzt. Wenn aber, wie im Fall-Beispiel, bereits die Job-Zusage eines Arbeitgebers vorliegt, bleibt dem Job-Center nur ein einziger Ermessungsspielraum: Nämlich die Zusage für die Übernahme der Kosten für Hartz IV Empfänger.

Weitere Hintergrundinformationen:  http://www3.ndr.de/sendungen/markt/markt_mischt_sich_ein/umschulung100.html

— Freitag, 25. September 2009 —

Missbrauchsgebühr für Arge Dresden [ Ein Kommentar ]

Die Arge Dresden muss eine Missbrauchsgebühr von 150,- EUR an die Gerichtskasse zahlen, urteilte das Sozialgericht Dresden am 22.09.2009. Im verhandeltem Fall wollte sich eine Hartz IV Empfängerin zur Erzieherin umschulen lassen. Das Schulgeld bei dem privaten Bildungsinstitut beträgt 110,- EUR im Monat und dauert drei Jahre. Weil die Arge lt. Gesetz  nur max. zwei Jahre fördern darf, wurde der Antragstellerin ein Bildungsgutschein für 2 Jahre und ein Infoblatt über Bafög ausgegeben. Auf Nachfrage wurde der Antragstellerin vom Ausbildungsförderungsamt zugesichert, dass Bafög für das dritte Ausbildungsjahr bewilligt werden würde.

Kostenübernahme durch Arge abgelehnt

Dennoch lehnte die Arge die Kostenübernahme für die Weiterbildung ab. Als Begründung gab die Arge an, dass die spätere Teilrückzahlung des Bafögs dem Sinn der Förderung der Arge widerspreche.

Sozialgericht Dresden verurteilt die Arge

Das Sozialgericht Dresden urteilte im Sinne der Antragstellerin. Das Gericht verurteilte die Arge nach einem Eilantrag der Antragstellerin zur Kostenübernahme der Weiterbildung und zusätzlich zu einer Missbrauchsgebühr in Höhe von 150,- EUR. Der Gesetzgeber hat eine Finanzierung von zwei Jahren durch die Arge und eines weiteren Jahres durch Bafög nicht ausgeschlossen.

Quelle: kostenlose Urteile

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