— Archiv für den Tag „Umschulung” —

— Dienstag, 7. August 2012 —

Manipulation im Jobcenter: den Beruf bestimmen sie [ 20 Kommentare ]

Hallo Leute, meine Geschichte die ich erzählen möchte beginnt schon zu Arbeitsamtzeiten und wird sich in die Länge ziehen. Trotzdem habe ich mir überlegt doch mal von beginn an die Machenschaften der Arbeitsämter und der jetzigen Jobcenter aufzuklären. Zu meiner Person. Ich bin heute 55 Jahre jung und versuche verzweifelt mir eine Selbständigkeit aufzubauen. Aber zum Anfang.

Ich habe, bedingt durch meine Eltern, den Beruf des Maurers und Fliesenlegers gelernt und nach Abschluss der Gesellenprüfung auch in diesen Berufen gearbeitet. Durch Akkordarbeit war der Verdienst zwar immens, aber die Gesundheit litt sehr darunter. Es kam was kommen musste, meine Knie und Hangelenke hielten die Belastung nicht aus und ich wurde Berufsunfähig. Bis dahin war meine Welt noch in Ordnung und ich ging nach der Feststellung meiner Berufsunfähigkeit frohen Mutes zum Arbeitsamt, um mich über Maßnahmen zu erkundigen die man nun einleiten könnte. Ich muss dazu sagen, das ich bevor ich diesen Schritt wagte, mir einen Kranführerschein für Brückenkrane und einen Staplerschein aneignete. In meiner Region in NRW wurde aber damals ein riesiges Stahlwerk geschlossen, so das ich auch mit diesen Prüfungen nichts anfangen konnte.

“Wünsche werden berücksichtigt” – beim Arbeitsamt werden sie ignoriert

Nun ja, ich ging also zum Arbeitsamt und mir wurde eine Umschulung vorgeschlagen. Ich solle doch nach meinen Interessen schauen und dem Vermittler (damals waren sie das noch) mitteilen, was ich den gerne machen wolle. Da meine Interssen damals im Bereich des Funkens und der damaligen Computer (C64) lagen suchte ich mir den Beruf des Kommunikationselektronikers der Fachrichtung Informatik aus. Dieses teilte ich auch meinem Vermittler mit und er wollte alle Formalitäten erledigen und mich dann über den Beginn der Umschulung informieren. Wieder erwarten kam aber nicht die Info wann die Umschulung nun begänne, sondern eine Aufforderung zu einem Test, in dem meine geistigen Fähigkeiten bezüglich dieses Berufes getestet werden sollten. Mir wurde nach dem Test dann mitgeteilt, das ich wohl nicht zu diesem Beruf tauge, da man Abitur haben müsse für diesen Beruf und ich mit einem normalen Hauptschulabschluss wohl keine Chance hätte die Prüfung zu bestehen. Statt dessen wurde mir der Beruf des Kommunikationselektronikers der Fachrichtung Funktechnik vorgeschlagen (Neudeutsch für Radio- Fersehtechniker). Da mir der rasante Fortschritt in der Elektronik bekannt war, machte ich darauf aufmerksam, das in diesem Berufszweig doch keinerlei Zunkunftschancen lägen und der Informatiker doch wesentlich zukunftorientierter wäre. Ausserdem wurde auf der Schule eine Türe weiter genau dieses Berufsbild ausgebildet, wobei man mir bestätigte, das die Grundausbildung bei beiden Berufen gleich wäre. Aber wie es wohl bekannt ist, nimmt das Arbeitsamt keine Vorschläge von Arbeitslosen an und ich wurde zuerst als Pendler (70 km jeden Tag) zu der Umschulung geschickt.

Da aber keinerlei Fahrgeld bezahlt wurde gingen mir nach drei Wochen die Geldmittel aus um weiterhin zu pendeln. Ich gab also auf und kämpfte dann mit dem Arbeitsamt um einen erneuten Termin um die Umschulung zu beginnen. Sanktionsandrohungen wurden zwar ausgesprochen aber schlussendlich wurde mir doch ein zweiter Antrittstermin genannt. Dieses mal aber als Internatsbewohner. Ich versuchte auch weiterhin, besonders nachdem ich nun vor Ort die Lerninhalte vergleichen konnte, die Umschulung doch noch zum Informationstechniker zu drehen, was aber nicht gelang. Nach 27 Monaten schloss ich die Prüfung mit Gesellenbrief ab. Bewerbungen die ich schrieb wurden zu 90% wegen Überqualifizierung abgelehnt. Da ich so was ja schon vermutet hatte, suchte ich eine Möglichkeit doch noch in das Wissen der Computertechnik eingeweiht zu werden. Ich schloss mit einem Computerladen dann auch einen Deal ab. Ich versprach defekte Monitore zu reparieren und mir wurde dafür das Konfigurieren von Rechnern gezeigt in Hardware und Betriebssystem (Linux & MS-Dos). Nach ca. 1 Jahr (wohlgemerkt ohne Bezahlung) sprach ich in einem anderen Laden vor und schloss dort einen Deal ab, der beinhaltete, das ich nun Monitore Repariere und Computer Zusammenbau und konfiguriere und dafür wurde ich in die Netzwerktechnik eingeweiht. Dieses machte ich nun auch ca. 1,5 Jahre und fand dann einen Job bei einem hier ansässigen Computersupport. Ich erledigte mittlerweile selbständig den aufbau von Netzwerken und den Kundensupport. Unter meinen zu betreuenden Kunden gehörte auch eine Schule (Berufsförderungswerk) bei dem ich die komplette Administration des Netzes einschließlich Klassenräumen übernahm. Leider verstarb mein damaliger Chef und ich wurde wieder Arbeitslos.
Nun fing der ganze Schlamassel aber erst an. Ich bekam ein Angebot einer großen Firma dort als Administrator anzufangen, allerdings mit der Auflage eine Microsoft Zertifizierung (MCSE) nachzuweisen. Ich erkundigte mich in meiner Region, doch die Schule war finanziell einfach nicht machbar. Also sprach ich beim Arbeitsamt vor und bat um eine Weiterbildung, die man mir als Darlehn doch bewilligen solle. „Natürlich machen wir das“ wurde mir bestätigt und ich wartete auf einen Termin. Nach 1 Monat war noch nichts zu hören also frug ich nach. „Das dauert noch etwas wir stehen aber mit der Firma die Sie einstellen will in Kontakt“ war die Aussage. Nach etlichen Nachfragen und Besuchen beim Arbeitsamt kam dann endlich die Mitteilung, das die Schule genehmigt sei und der Termin wurde mir zugesandt. Ich viel aus allen Wolken als ich die Adresse der Schule sah und welches Berufsziel eingetragen war. Es war die gleiche Schule, die ich administriert hatte und das Berufsziel war EDV-Service-Techniker. Beschwerden der Dozenten und mir wurden allesamt vom Arbeitsamt ignoriert und ich musste 9 Monate diese Schule mitmachen, obwohl von vornherein klar war, das dieses Berufsziel nicht ausreichen würde zumal ich das Wissen dazu ja schon hatte). Es kam natürlich nach dieser Schule NICHT zur Einstellung bei besagter Firma.
Nach einiger Zeit wurde ich zum Arbeitsamt zitiert und mir wurde mitgeteilt, das ich ja wohl doch nicht die Kenntnisse hätte die der Markt fordert und man legte mir eine Weiterbildung nahe und zwar in Sachen SPS als Speicherprogrammierbare Steuerung. In meinem Gesellenbrief stand das ich Microcomputergesteuerte Elektronik gelernt habe. Ich wies die Herren darauf hin, das dieses SPS das gleiche in grün ist, nichts half ich musste auch diese Schule über mich ergehen lassen.
Mittlerweile wurde Hartz4 eingeführt und ich versuchte eine Selbständigkeit aufzubauen, da ich mittlerweile 47 Jahre jung war, sah ich nach zig Absagen nur noch diese Möglichkeit.Ich ging also auf Kundenaquise und erreichte auch bei 3 Firmen einen Wartungsvertrag und auch einige Kunden bescheinigten, das ich für Sie arbeiten könne. Ganz aus dem Hartz4 bezug würde es zwar noch nicht reichen aber ich war guter Dinge. Nun als Außendienstsupporter benötigt man nicht viel. Was aber zwingend erforderlich ist ist ein Fahrzeug. Also Fahrzeug beantragt, abgelehnt. Zum SG auch dort abgelehnt. Dann versucht 2000 Euro für ein Fahrzeug zu bekommen als Darlehn. Abgelehnt. Nun hatte ich die Faxen dicke. Ich sprach einen Kollegen an der eine Firma mit ca. 20 Mitarbeitern hatte , ob er mich nicht einstellen könne, da ich mal wieder etwas Luft brauche um wieder auf die Beine zu kommen. Er stellte mich befristet ein und bekam vom Arbeitsamt eine Förderung von 75% meines Bruttolohnes. Das heißt er hat in den 2 Jahren als ich für Ihn arbeitete 50.000 Euro kassiert. Natürlich wurde der Vertrag nicht verlängert, sondern ein neuer vom Arbeitsamt wartete schon.
Das ich natürlich nur die Kurzform geschrieben habe (1Eurojobs, Caritas in der Entgeldvariante usw) versteht sich von selbst. Es soll nur einen kleinen Einblick gewähren in die sinnlose Steuerverschwendung bei einer Einzelperson. Ein ganz normaler Bürger und da schon so ein Geld rausgeschmissen. Nun sitze ich hier mit 4 Gesellenbriefen bin selbstständig und muss aufstocken.
Das soll alles ein Mensch verstehn!

— Freitag, 15. Juni 2012 —

Menschen müssen sich nach Gesetzgeber richten, Jobcenter nicht [ 3 Kommentare ]

Hi, durch unregelmäßige und sporadische Lohnzahlungen des ehemaligen Arbeitgebers sind wir in die Mietschulden- falle getappt. Ein Antrag auf ein Darlehen für die Mietkostenvorauszahlung sollte uns vor dem Schlimmsten bewahren. Der Antrag wurde Ende letzten Jahres gestellt, ist aber, trotz Einreichung aller Unterlagen und trotz Einschaltung eines Rechtsanwalts, bis heute nicht bearbeitet worden!

Recherchen bringen dunkle Tatsachen ans Licht

Im Gegenteil: Nach meinen Recherchen hält sich das Jobcenter S. nicht an gesetzliche Vorgaben, ignorietz anwaltliche Anschreiben un die Einreichung von Unterlagen kann man sich auch sparen, weil sie nicht beachtet bzw. vernichtet werden!
Mein Antrag auf Weiterbildung für spezifische buchhalterische Programme wie Lexware oder CAD wurde, trotz zweier schulischer Angebote, abgelehnt; man forderte jetzt zum 3(!) Mal meine ärztlichen Unterlagen an, obwohl diese bereits zweimal dem Jobcenter vorliegen müssen!

Die “guten” Mitarbeiter, die noch helfen wollen sind in der Unterzahl

Der ALG 1- Anspruch meines Ehemannes vom Ende letzten Jahres (2 Wochen) wurde ohne Begründung einbehalten. Antwort auf unsere Nachfrage:”Das ist eben so, das machen die Ämter unter sich aus”!
Ständig wechselnde Berater, die kaum eine Ausbildung auf diesem Gebiet zu haben scheinen, die Verschiebung der Verantwortung von einer Stelle zur nächsten, die Ignorierung der klar definierten gesetzlichen Vorgaben usw. machen es den menschen auf beiden Seiten des Jobcenters nicht unbedingt leicht. Mittlerweile kann ich Menschen, die auf den Ämtern regelrecht ausrasten, gut verstehen, auch wenn es mitunter Unschuldige trifft. Und die Wenigen, die wirklich noch bemüht sind den Arbeitslosen zu helfen, sind ruck- zuck weg vom Fenster.

Keine Hilfe vom den “kompetenten” Mitarbeitern des Jobcenters

Sinn haben Jobcenter und Arbeitsagenturen nur dann, wenn wirklich ausgebildete Menschen hinter dem Thresen sitzen, die auch regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen müssen, wenn sich gesetzlich etwas ändert. Und es kann einfach nicht sein, dass sich alle Menschen nach dem gestzgeber richten müssen, nur eben die Jobcenter nicht, weil sie ihre eigenen Gesetze formulieren!
Ich würdeliebend gern wieder arbeiten gehen, aber meinen erlernten Beruf gibt es nicht mehr und in der Umschulungsmaßnahme schaffte ich auf Grund des fehlenden Praktikums die mündliche Prüfung nicht. Aber auch das interessiert hier niemanden. Hinzu kommt, dass hier Callcenter wie Pilze aus dem Boden schießen, mit einer Arbeitszeit von Montag bis Sonntag, Schicht, bis teilweise 23:00 Uhr. Für mich nicht machbar, weil ich die Eignung hierfür nicht bestanden, auf dem Dorf wohne und keinen Führerschein habe. Außerdem verlangen die meisten Callcenter inzwischen auch einen kaufmännischen Abschluss! Hilfe des Jobcenters? Fehlanzeige!
Würde ich alle meine bisherigen Erfahrungen aufschreiben, würden die Bücher(!) ganze Regale füllen!
Aber wie mir geht es vielen! Leider!

— Freitag, 8. Juni 2012 —

Waren Sie schon bei Profamilia wegen Abtreibung? [ 8 Kommentare ]

Mein Mann 53 zu dem Zeitpunkt (nach Abrietsunfall vor 17 j leichte behinerung ohne ausweis, 2facher bandscheibenschaden, unfallrente) wurde nach 2 J Krankheitszeit (durch den Bandscheibenschaden) in ein Bewerbungstraining gesteckt. Die Bewerbungen waren zum Teil Blamabel für den Bewerber.

Bewerbungen ohne Einwilligung versendet

Siewurden OHNE einwilligung des Bewerbers abgesendet…. Die Stellen die Angeschrieben wurden wurden dadurch bis aufs Übelste belogen… Man stellte sich zb als Küchenhilfe vor und wurde durch diese Herren als 8Sterne Koch dargestellt….

NAchdem Mein Mann sämtliche Stellen angerufen hat und klarstellte das dies nicht seine Feder ist wurde er trotzdem eingeladen. Der Küchenchef machte sich samt Küchenteam über diese Bewerbung lustig. Allerdings bot man ihm eine Umschulung zur Sicherheitsfachkraft an. Diese musste mit bildungsgutschein bewilligt werden. Seitens des Trägers sogar mit Arbeitszusicherung….

Es dauerte 4 Wochen und 1234567 Anrufe bis endlich mal eine bewilligung kam genau 1 tag später und das ganze wäre geplatzt. Da die Schulung bereits 2 Wochen lief.

Hingehalten wurde man mit Aussagen wie:

  • ” man muss prüfen ob sich das überhaupt noch lohnt”
  • ” das wird doch in ihrem alter eh nix mehr
  • ” wie stellen sie sich das vor sie können doch nciht einfach hier ne Schulung machen die nicht von uns kommt.”

NAch langem hin und her und ständigem Nerven selbst beim Teamleiter und Anruf beim Bildungsministerium kam dann endlich mal was in Gange. Mein Mann schloß die Ausbilung dann als Klassenbester ab und ist in einer Super Firma angekommen. Leider noch Ergänzend Alg2 weil wir eine familie mit bald 3 Kinder sind. Das Jobcenter selbst hat sich für ihre beleidigende Art nicht entshculdigt in gegenteil sie Fordern und fordern und fordern…

Immer wieder waren unterlagen weg.

da momentan noch auf stundenlohn ist wird monatlich Alg2 neu berechnet werden. Das ging bis jetzt immer top… bis wir eine neue Bearbeiterin bekam die meinte “ich hab kein Bock dazu und habe echt beseres zu tun…

Tja soviel zum thema dazu. Mein Mann konntest bevor das alleswar vorweisen mittels Gutachten das er in seinem Alten beruf nciht mehr zurück kann… Was hat er als auflage bekommen? richtig min 5 Bewerbung in seinem Alten beruf. Klasse oder??? Ich musste mich Rechtfertigen über die 3. Schwangerschaft jetzt… Musste mir anhören ob ich nciht verhüten kann und ob das sein kann. Ob ich bei profamilia wg Abtreibung war und ob ich denn nie mehr Arbeiten wolle. Wir bestreiten allerdings 2/3 von gehalt meines Manns wenns top läuft und Aufträge massenhaft sind….

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