— Archiv für den Tag „Termine” —

— Freitag, 28. Oktober 2011 —

2 Termine bei unterschiedlichen Jobcenter am gleichen Tag [ 2 Kommentare ]

Als ich beim Jobcenter Hilfe für mich und mein ungeborenes Kind beantragte, sagte mir der Bearbeiter, dass dies überhaupt kein Problem sei. Wow dachte ich. Doch man sollte den Tag nie vor dem Abend loben. Nachdem ich unzählige Formulare ausgefüllt hatte, diese wieder einreichte und tagelang warten musste, hatte ich 3 Mal Post im Briefkasten. Mir wurde 2 Termine beim Jobcenter am gleichen Tag verpasst. An Filialen, die 20 Kilometer auseinanderlagen. Ein Termin um 10 Uhr und einen um 10.30 Uhr. Auch das Arbeitsamt wollte mich noch mal sehen, da es um meine Bewerbungen ging. Natürlich auch am selben Tag. Aber glücklicherweise erst um 11 Uhr.

Bei den Ämtern weiß keiner, was der andere tut

Zuerst war ich amüsiert und rief bei der Agentur für Arbeit an, um denen mitzuteilen, dass ich den Termin nicht wahrnehmen konnte, da ich an diesem Tag bereits andere Termine hätte. Natürlich musste ich das nachweisen. Bis zum kommenden Tag. Ich frage mich, welche Post so schnell ist. Also musste ich mich um einen Fahrer kümmern, der mich und meinen Brief bis zum Amt fährt. Nachdem ich auch beim Jobcenter anrief, teile man mir mit, dass man sich um das Problem kümmern würde.

Man soll fremden Menschen nicht trauen

Da ich meinem Bearbeiter vertraute, war ich entsetzt, als ich 2 Wochen später erneut Post vom Jobcenter bekam. Die dort zuständige Mitarbeiterin drohte mit Kürzungen, da ich nicht zum Termin erschienen bin. Leider kam mein Widerspruch nicht durch und ich bekam die darauf folgenden 3 Monate 27 Euro weniger Geld. Verlässt man sich auf das Amt, so ist man verlassen.

— Mittwoch, 19. Oktober 2011 —

Wie ich 3 Termine an unterschiedlichen Orten am gleichen Tag bekam [ Keine Kommentare ]

Als ich von meiner Schwangerschaft im 4. Monat erfahren habe, bekam ich quasi zeitgleich mittgeteilt, dass mein Arbeitsvertrag, der 10 Tage später endete, nicht verlängert wird. Also nahm ich mir meinen Resturlaub und fuhr zum Arbeitsamt, um mich arbeitslos zu melden.

11 Monate umsonst eingezahlt – warum auch nicht

Die erste Schocknachricht bekam ich direkt, als es hieß, dass meine letzten 11 Monate Arbeit nicht angerechnet werden, obwohl ich reichlich im Monat abdrücken musste. Lediglich mein Gehalt aus der Ausbildung wurde genommen. Nachdem ich meine Ansprechpartnerin fragte, wie ich mir von 360 Euro monatlich denn bitte selber versorgen sollte, meinte sie, dass ich ja an meinem Zustand nicht ganz unschuldig wäre. Ob sie nun auf meine Schwangerschaft oder meine Arbeitslosigkeit anspielte, keine Ahnung. Leider musste ich nochmal wieder kommen und traf eine andere Bearbeiterin an, die direkt meinte, ich hätte ab der 13. Woche meiner Schwangerschaft einen Anspruch auf Mehrbedarf gehabt. Ich sollte mich bitte an das Jobcenter wenden.

Erste Erfahrungen mit dem Jobcenter

Gesagt getan, ich machte mich auf den Weg zum nächsten Amt. Den Erstantrag konnte man von montags bis mittwochs in der Zeit zwischen 11 und 12 Uhr beantragen. Welch Arbeitszeiten. Der Mann dort war sehr nett und hilfsbereit, wobei er für 20 Euro mehr im Monat einiges an Unterlagen haben wollte. Dort durchzusteigen war schon eine knifflige Sache.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss

Ganze 2 Wochen später hatte ich 3 Mal Post. Einmal vom Arbeitsamt und zweimal vom Jobcenter. Witzig war, dass ich jeweils 3 Termine an unterschiedlichen Orten am gleichen Tag bekam. Alle innerhalb von einer Stunde. Schön, dass immer alle wissen, was sie machen.

— Samstag, 28. Mai 2011 —

Flexibilität ist gut, aber… [ Keine Kommentare ]

Umfragen zufolge würde sich ein Großteil der Arbeitnehmer hierzulande oft nichts sehnlicher wünschen, als die wöchentliche Arbeitszeit ganz nach Gutdünken einteilen zu können. Zum Beispiel, um mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Oder um die individuelle Freizeitgestaltung endlich ganz nach Lust und Laune zu planen. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die meisten Bewerber im Rahmen ihrer Jobsuche nahezu ausschließlich für die Stellenangebote interessieren, die mit flexiblen Arbeitszeiten werben.

Auf den ersten Blick ungemein vielversprechend

Anfänglich wirkt eine solche Jobofferte durchaus noch sehr ansprechend. Wer will schließlich schon tagaus, tagein bis ins hohe Rentenalter von acht bis fünf im Büro sitzen…? Hinzu kommt, dass nur wenige Arbeitnehmer die Lust verspüren, die eigenen Kinder lediglich ab dem frühen Abend "mal kurz" sehen zu dürfen. Echtes Familienleben bleibt da nämlich nicht selten auf der Strecke. Dass es sich aber bei "flexibel" planbaren Arbeitsstellen oft um Jobs handelt, deren wöchentliche Arbeitszeit sich ausschließlich nach den Wünschen und Belangen des Unternehmens selbst richtet, wird da zunächst nur selten bedacht.

Flexibilität – eine Sache der individuellen Betrachtungsweise

So können Besuche beim Kunden vor Ort unter anderem häufig nur in den Abendstunden wahrgenommen werden. Also dann, wenn aus der Sicht des Arbeitnehmers daheim gerade Abendbrotzeit ist. Oder bestimmte betriebsinterne Vorgänge dürfen nur nachmittags geplant bzw. verbucht werden, weil anderenfalls der Chef nicht im Haus ist. Wichtige Besprechungstermine können überdies eh' nur dann abgehalten werden, wenn alle Kollegen abkömmlich sind. Und diese Zeit lässt sich eben meist nur selten mit den Bedürfnissen des "kleinen" Sachbearbeiters vereinbaren. So oder so ähnlich ließe sich diese "Liste" wohl schier endlos fortführen. Oft genug stellt sich da also die Frage, ob der gute, alte 8-till-5-Job nicht doch manchmal die lobenswertere Alternative darstellt. Denn sie bietet letztlich weitaus mehr Flexibilität. Wie man's nimmt…. Wieder andere machen es sich hierzulande einfach leicht und "ruhen" sich über viele Jahre hinweg auf dem bequemen "Hartz-IV-Kissen" aus. Das ist doch Flexibilität pur…!