— Archiv für den Tag „Studie” —

— Samstag, 13. August 2011 —

Miese Stimmung am Arbeitsmarkt – oder etwa doch nicht…? [ Keine Kommentare ]

Eine an sich sehr aussagekräftige Studie, welche die Universität Duisburg-Essen (UDE) in Zusammenarbeit mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) vor Kurzem in Auftrag gegeben hatte, wurde zu Beginn dieser Woche veröffentlicht. Im Rahmen dieser umfassenden Untersuchung ging es vor allem darum, herauszufinden, wie es um die Arbeitszufriedenheit in diesem unserem Lande bestellt ist. Insgesamt gaben demzufolge die befragten Arbeitnehmer an, dass sie im Großen und Ganzen mit ihrer Situation am Arbeitsplatz relativ zufrieden seien. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das Ergebnis jedoch massiv verändert.

Damals und heute…

Im Vergleich zu der Studie, die im Jahre 2009 durchgeführt worden war, bewerteten die Arbeitnehmer ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz auf einer Skala von 0 bis 10 durchschnittlich noch mit 6,8 Punkten. 25 Jahre zuvor betrug der Durchschnittswert übrigens noch 7,6 Punkte. Betrachtet man in diesem Zusammenhang allerdings einmal die Bewertungen der Arbeitnehmer, die bereits das 50. Lebensjahr überschritten hatten, so wird deutlich, dass hier offenbar akuter Handlungsbedarf besteht. Denn bei dieser Gruppe betrug der Wert gerade einmal 6,6 Punkte. Ein alarmierendes Indiz?

National und international…

Eine vergleichbare Untersuchung erfolgte auch auf internationaler Ebene. Bewerten vor allem die dänischen, finnischen und schweizer Arbeitnehmer ihre arbeitsplatzspezifischen Gegebenheiten als relativ positiv, so sieht dies in Deutschland offensichtlich ein wenig anders aus. Hier konnte man sich nämlich gerade einmal einen denkwürdigen 18. Platz sichern. In Russland, in der Slowakei, in der Ukraine oder auch in Bulgarien scheint die Unzufriedenheit am Arbeitsplatz allerdings besonders hoch zu sein. So schlecht die Bewertungen der Arbeitnehmer aus der Sicht der Wissenschaftler der UDE auch sein mögen, so bedeutsam ist sie im Gegensatz dazu doch für das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft. Denn hier bewertet man die sieben Punkte durchaus noch als positiv. Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer – alles eine Sache der Interpretation…? 

 

Quelle: http://news.de.msn.com/politik/politik.aspx?cp-documentid=158749237

— Sonntag, 23. Januar 2011 —

Soziale Gerechtigkeit hierzulande [ Keine Kommentare ]

Wo in diesem, unserem Lande immer wieder zum Teil harsche Kritik von Seiten der deutschen Bürger im Hinblick auf die angebliche, soziale Gerechtigkeit laut wird, hat nun auch die Bertelsmann Stiftung eine Studie in Auftrag gegeben. Und als hätte man es bereits geahnt, schneidet Deutschland im internationalen Vergleich gerade mal mittelmäßig ab. Wenn es um die Aspekte Langzeitarbeitslosigkeit, Bildung und Armut geht, schaffen wir mit "Ach und Krach" den 15. Platz. Die Rede ist in diesem Zusammenhang von der weitestgehend erfolglosen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sowie von der mangelhaften Fähigkeit, die hierzulande herrschende Armut effektiv zu bekämpfen. Auch in Sachen Bildungsgerechtigkeit sind viele andere Staaten Deutschland um Längen voraus. Ein wahrhaft enttäuschendes und zugleich sehr aussagekräftiges Ergebnis! 

 

Handlungsbedarf ist gefragt – in vielerlei Hinsicht

Fakt ist, dass sage und schreibe jedes neunte (!) Kind in armen Verhältnissen aufwachsen muss. Fakt ist aber auch, dass es trotz aller Bemühungen vielen Arbeitssuchenden durch Hindernisse unterschiedlichster Art einfach nicht möglich gemacht wird, eine feste, seriöse berufliche Tätigkeit zu bekommen. Alles nur Vorurteile? Mag sein. Wie man im Rahmen der Studie nämlich darüber hinaus herausfand, ist es in den meisten Fällen sehr wohl davon abhängig, welchen sozialen Hintergrund der Einzelne jeweils hat. Man sollte es allerdings nicht allein dabei bewenden lassen, dass es um unsere statistischen Werte derartig schlecht bestellt ist. Vielmehr sollte diese Studie ein (weiterer) Anreiz dafür sein, endlich umzudenken und im Zuge dessen wichtige Dinge zu verändern!

 

Resultate, die zu denken geben

Was aber machen Länder wie Schweden, Island, Dänemark, Finnland oder Norwegen besser? Die Tatsache, dass sogar Tschechien oder Ungarn in Sachen Kinderarmut besser abschneiden, als Deutschland, ist in jedem Fall äußerst denkwürdig. Und als wäre all' das nicht schon schlimm genug, fand man Deutschland bei der Integrationsfrage auch nur unter "ferner liefen…". Die Türkei rangiert in den meisten der vorgenannten Bereiche übrigens auf den letzten Plätzen….

— Donnerstag, 5. November 2009 —

Nutzen von Bewerbungstrainings für Hartz IV Empfänger [ Keine Kommentare ]

Immer wieder werden Hartz IV Empfänger in Trainings gesteckt, die ihnen bei der Bewerbung helfen sollen. Über den Hintergrund solcher Trainings lässt sich streiten: Böse – oder vielmehr kritikfähige – Zungen behaupten, es gäbe solche Maßnahmen und Trainings deshalb, um die Arbeitslosen-Statistiken zu verschönern. Andere glauben, diese Trainings würden einen tatsächlichen Nutzen bringen. Oder sie behaupten, dass sie das glauben. Dass dem nicht so ist, zeigt nun eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Studie: Bewerbungstrainings bringen nichts

„Im Schnitt haben solche Trainings keinen vorteilhaften Effekt auf die spätere Beschäftigungsquote“, urteilt IAB-Experte Joachim Wolff nach der Studie. Die konkreten Ergebnisse: In Westdeutschland steigt die Beschäftigungsquote nach dem Bewerbungstraining um 1,0 Prozent bei Männern und immerhin 1,7 Prozent bei Frauen. In Ostdeutschland der Schock: Hier sinkt die Beschäftigungsquote nach gleichem Zeitraum bei Männern um 0,4 Prozent und bei Frauen um 0,7 Prozent.

Was bleibt?

Das ist die große Frage. Was bleibt nach der Studie? Werden Hartz IV Empfänger damit weniger bei solchen Trainings untergebracht? Gibt es Verbesserungen innerhalb der Trainings? Oder bleibt alles, wie es ist? Der gewünschte Effekt jedenfalls bleibt aus. Und die „Schuld“ dafür ist größtenteils nicht bei den Arbeitslosengeld II Empfängern zu suchen …

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