— Archiv für den Tag „Stolz” —

— Sonntag, 19. Dezember 2010 —

Ablenkung vom Hartz-IV-Dasein – aber wie?! [ Keine Kommentare ]

Der tägliche Kampf ums Überleben, die ständige Pfennigfuchserei und diese nahezu kontinuierlich spürbare Diskriminierung durch andere – so ein Dasein als "Harzer" ist wahrhaftig kein Zuckerschlecken. Für die meisten jedenfalls. Denn immer wieder gibt es bekanntlich auch diese "schwarzen Schafe", die hierzulande stets neue "Geldquellen" auftun. Wie auch immer. Schmarotzer, die mit coolen Autos an den Parkbänken vorbeirauschen, auf denen bedürftige Hartz-IV-Empfänger nicht selten ihre Zeit verbringen…. Aber von dieser schmarotzenden "Spezies" soll hier nicht die Rede sein. Vielmehr geht es darum, aufzuzeigen, wie hart das Leben als Leistungsempfänger tatsächlich sein kann.

Auf andere Gedanken kommen…

Insbesondere zu Weihnachten wird der eine oder andere mit den Tränen zu kämpfen haben, weil man nicht einmal in der Lage ist, von den paar Euros, die – wenn überhaupt – zum Leben bleiben, den Liebsten ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Auch an sich selbst zu denken und durch Hobbys oder sonstige Dinge vom alltäglichen Einerlei abgelenkt zu werden, ist häufig ein Ding der Unmöglichkeit. Wohl dem, der ein Hobby hat, das nichts kostet. Spazierengehen beispielsweise. Oder Musik hören. Oder Lesen. Jetzt, im Winter benötigt man allerdings warme Kleidung, um überhaupt spazieren gehen zu können. Die kostet Geld. Zum Musik hören sollten CDs und eine Anlage nicht fehlen. Auch dafür muss man natürlich tief in die Tasche greifen. Und "Leseratten" fehlt nur allzu häufig das nötige Kleingeld, um ein neues Buch kaufen zu können.

Für Hartz-IV-Empfänger Alltag, für viele andere unvorstellbar

Sicherlich gibt es Möglichkeiten, diese oder ähnliche Dinge zu beschaffen. Kleiderbörsen & Co. stehen schließlich in vielen Städten durchaus zur Verfügung. Aber mal ehrlich: wem fällt es schon leicht, dorthin zu gehen, um "einzukaufen"? Wer lebt schon gern von Almosen, Spenden und milden Gaben? Und da beginnt der Kampf ums Bestehen im Alltag erneut. Ein wirklich hartes Leben. Ein Leben, das sich viele andere nur schwerlich vorstellen können. Aber es ist die blanke Realität.