— Archiv für den Tag „Sterne” —

— Sonntag, 9. Januar 2011 —

Manches wird anders – wieder einmal [ Keine Kommentare ]

Frei nach dem Motto "Öfter mal was Neues" wird sich auch in diesem Jahr für Hartz-IV-Empfänger so einiges ändern. Und garantiert werden diese "Verbesserungen", wie die Herren Politiker es in der Regel nennen, für so manche kritische Äußerung sorgen.

 

SGB II, HBeglG, GrSiWEntG und andere Kuriositäten

 

Bisher verhielt es sich zum Beispiel so, dass Personen, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen waren, für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren einen befristeten Zuschlag in Höhe von maximal 160 Euro erhielten. Seit Januar 2011 ist dieser befristete Zuschlag allerdings Geschichte. Auch entsprechende Ersatzleistungen sind in diesem Zusammenhang nicht geplant. Das Ganze hat jedoch auch sein Gutes. Hartz-IV-Empfänger hatten bisher nämlich nur bedingt ein Recht auf die Befreiung der leidigen GEZ-Gebühren. Durch den Wegfall des befristeten Zuschlags sieht das Ganze künftig anders aus, und entsprechende Befreiungsanträge können nun gestellt werden.

 

Auch in den Rentenkassen tut sich etwas…

 

War noch bis Ende 2010 für Bezieher von ALG-II-Leistungen eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung gegeben, so ändert sich dies ab Januar 2011. Demzufolge werden für die Betroffenen in Zukunft keine Zuschüsse oder (Pflicht-)Beiträge mehr an die Rentenkassen abgeführt. Nichtsdestotrotz wird die Zeit, in der Hartz-IV-Empfänger auf staatliche Leistungen angewiesen sind, durchaus als Anwartschaftszeit auf die Rentenversicherung angerechnet. Na, immerhin.

 

Nicht nur in finanzieller Hinsicht "verbessert" sich gemäß SGB II also vieles. Auch die Bezeichnung der für ALG-II-Leistungen zuständigen Träger ändert sich. Künftig gehen Hartz-IV-Empfänger also zum "Jobcenter" und nicht mehr zur "ARGE". Sowohl im Hinblick auf das Elterngeld stehen gegebenenfalls weitere Neuerungen an, als auch in Bezug auf die Höher der Bildungs- und Teilhabeleistungen für Kinder. Ähnlich wie bei den Anhebungen der neuen Regelsätze ist man sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt offenbar noch immer nicht ganz einig. Was sich in diesem Zusammenhang also ergeben wird, steht noch in den Sternen.