— Archiv für den Tag „Sperre” —

— Mittwoch, 15. Februar 2012 —

Aus Fehlern lernt man, das Arbeitsamt scheinbar nicht [ Keine Kommentare ]

Mit der Agentur für Arbeit habe ich schon die einen oder anderen Probleme gehabt. Drei Jahre war ich als Saisonkraft beschäftigt und war daher im Frühling und Herbst immer wieder bis zu vier Wochen arbeitssuchend. Bei der Arbeitsaufnahme im Dezember habe ich der Agentur für Arbeits bereits mitgeteilt, wann ich im Frühling nach Ostern wieder arbeitlos sein werde. Doch leider hat der damalige Sachbearbeiter dies anscheinend nicht notiert.

Kein Verlass auf die Angaben im Arbeitsamt

Mir wurde versichert, dass ich mich keinenfalls früher wieder melden muss, sondern das Datum für die neue Arbeitslosigkeit bereits vermerkt ist. Somit habe ich mit dann auch nicht drei Monate vor Arbeitsende beim Amt gemeldet. Diese Regel ist seit einigen Jahren Pflicht, damit man pünktlich das volle Arbeitslosengeld erhält. Die Überraschung kam dann bei meiner Rückkehr aus der Saisonarbeit. Ich wurde für zwei Wochen gesperrt, da ich mich nicht rechtzeitig gemeldet habe. Den Sachverhalt habe ich dem Mitarbeiter der Agentur für Arbeit erklärt. Nach langem Hin und Her habe ich Gott sei Dank das Missverständnis klären können und habe dann ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit mein Geld erhalten.

Aus Fehlern lernt man

Für die Zukunft war ich schlauer und habe dann aus der Schweiz, wo ich beschäftigt war, eine Email mit Lesebestätigung an die Agentur für Arbeit geschickt, mit dem Hinweis, dass ich in drei Monaten wieder arbeitlos wäre. Arbeitet man saisonell, ist es immer sehr vorteilhaft, wenn man bei der Arbeitslosenmeldung gleich wieder den Tag der erneuten Arbeitsaufnahme mitteilt. So umgeht man die Bewerbungsphase und das Vermittlungsgespräch. Sobald das Arbeitsamt weiß, dass Sie wieder arbeiten, wird das Geld bezahlt und man hört sonst nichts vom Amt.

— Dienstag, 29. November 2011 —

Unterstellung einer Partnerschaft wegen Kartoffeln im Topf [ 2 Kommentare ]

Ich besitze ein Haus mit zwei Wohnungen. In einer Wohnung wohne ich und die andere stand gerade leer. Eines Tages stand eine junge Frau aus der Nachbarschaft plötzlich bei mir an der Tür und fragte, ob sie vorübergehend in der leer stehenden Wohnung unterkommen könnten. Die Frau war auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Für mich war es selbstverständlich, der Frau zu helfen. Da der Ehemann Hartz 4 Empfänger war, musste sie sich selbst um ein Einkommen kümmern. Deshalb stellte sie einen Hartz 4 Antrag, der auch zügig bewilligt wurde.

Die Außendienstmitarbeiter und ihre blühende Fantasie

Es dauerte natürlich nicht lange, bis zwei Außendienstmitarbeiter meine neue Mieterin kontrollierten. Die beiden suchten vergeblich nach einem Hinweis eines eventuell vorhandenen Partners. Meine Mieterin hatte damals noch gar kein Interesse an einen anderen Mann. Deshalb fanden sie auch keine Hinweise. Als die beiden Kontrolleure das Haus verlassen wollten, hatten sie Angst vor meinem Hund. Deshalb bot ich ihnen an, das Haus durch meinen Kücheneingang zu verlassen. Dabei warfen sie einen Blick auf meinen Herd und sagten aber kein Wort.

Es folgte eine Sperre

Meine Mieterin erhielt kurz darauf eine Sperre. Als Begründung wurde ihr eine Partnerschaft mit mir unterstellt. Daraufhin nahm sie sich eine Anwältin und zog vor das Lübecker Sozialgericht. Als Argument für die Partnerschaft wurde angeführt, dass ich zu viele Kartoffeln im Topf hätte. Diese könnten locker für zwei Personen reichen. Das fand die zuständige Richterin aber doch sehr abwegig und beschloss, dass das Jobcenter in Bad Segeberg weiterhin Hartz 4 an meine Mieterin zahlen müsse.