— Archiv für den Tag „Selbstständigkeit” —

— Montag, 16. April 2012 —

Hommage an die Hartz 4 Empfänger [ Ein Kommentar ]

Nach dem ich viele Artikel hier gelesen habe, frage ich mich was wir wollen.

Ja wir wollen alle nur eins, die Gerechtigkeit.

Sitze ich einmal fest in einem Unternehmen dann kann die Hetzerei gegen ALG 2 Empfänger los gehen.

Arbeitslos kann kann man hier in Deutschland nicht werden?

Doch ich habe es erlebt!

  1. Alle sollten bis 70 Jahre arbeiten.
  2. Alle Kranken und Behinderten sollten die Parkanlagen sauber halten, dazu sind sie noch zu gebrauchen.
  3. Leistung sollte abgeschafft werden.
  4. Alle ALG 2 Empfänger sollten Trainingsanzüge tragen.

Auf gut deutsch, möchten wir die Diktatur wieder!

Ich hatte das Glück, das viele Gemeinden den ALG2 Antrag in ihrem System als Vorlage eingefügt haben und ihn an Ort und Stelle ausfüllen. Unterlagen einreichen und warten bis Geld auf dem Konto ist. Doch auch als ALG 2 Empfänger sollte man sich nicht ausruhen. Bildung lautet das Fachwort und der Spaß kann losgehen.

Den kompletten Artikel lesen…

— Mittwoch, 28. Dezember 2011 —

Nach viel Dunkelheit kommt auch wieder Licht? Nicht beim Arbeitsamt (ARGE) [ Keine Kommentare ]

Die Zeit, während ich auf die Arge angewiesen war, zählt zu den finstersten Kapiteln in meinem Leben.

Es ist nun schon einige Jahre her. Damals trennte ich mich von meinem Ehemann. Bald fand ich einen neuen Lebensgefährten. Er hatte einen Blumenhandel. Ich stieg als Floristin in sein Geschäft ein und unterstützte ihn. Zunächst lief alles gut. Der Kundenstamm wurde größer und die Umsatzzahlen erhöhten sich. Ich lebte derweil von Unterhalt, Erspartem und Kindergeld.

Der Euro!

Mit dem Währungswechsel im Jahr 2002 nahm dann das Unglück seinen Lauf! Die Kunden blieben aus und die Umsatzzahlen gingen deutlich zurück. Mein Partner konnte damit nicht umgehen und wurde depressiv. Die Schulden und Zahlungsverpflichtungen wuchsen schnell an. Das Geschäft wurde geschlossen und mein Partner musste Unterstützung beim Amt beantragen.
Da er in meinem Haushalt wohnte, wurde aus uns eine Bedarfsgemeinschaft.

Merkwürdige Vorgehensweisen!

Sämtliche Einkünfte meinerseits wurden nun mit seinen Ansprüchen in einen Topf geworfen. Zwischenzeitlich wurde ich von meinem Ex-Mann geschieden. Laut Scheidungsurteil musste er eine hohe Abfindung an mich zahlen. Die wurde sofort vom Amt eingezogen und mit den gezahlten Leistungen verrechnet. Obwohl ich für meine Kinder und mich normalerweise gar keine Unterstützung benötigte. Das Defizit entstand nur durch meinen Partner.
Weiterhin wurde ich zum Verkauf des gemeinschaftlichen Hauses gezwungen. Vorher wollte das Amt mich nicht bei der Krankenkasse anmelden.
Als ich mich dann selbstständig machte, erhielt ich auch keine Unterstützung seitens des Amtes. Immer wurden mir Steine vor die Füße geworfen. Ich konnte nur mithilfe von Freunden wieder aus diesem Loch herauskommen.

— Samstag, 7. Mai 2011 —

Wenn Selbstständige von Hartz IV “bedroht” sind… [ 8 Kommentare ]

"Auf Staatskosten leben" zu müssen, ist für motivierte Existenzgründer und (Jung-)Unternehmer in der Regel ein echter Alptraum. Aber nichtsdestoweniger ist genau das hierzulande leider gängiger Alltag. So sehr sich viele Unternehmer auch bemühen, so viel Energie, Zeit und Geld sie auch in das eigene Unternehmen investieren, so häufig kann es dennoch vorkommen, dass der Weg in die Selbstständigkeit nicht der richtige für sie ist. Die zahlungskräftigen Kunden bleiben aus, die Betriebskosten nehmen mit der Zeit geradezu überdimensionale Ausmaße an – und können letztlich doch nur noch mit Müh' und Not bezahlt werden.

Eine beängstigende Entwicklung…

Eine derartige Perspektive erhoffen sich freilich nur die wenigsten Existenzgründer und Selbstständigen. Aber dennoch: Der Weg in eine Selbstständigkeit ist de facto kein Garant für Erfolg, Ruhm und Reichtum. Im Gegenteil, er bedeutet harte Arbeit, viel Einsatz, jede Menge Leidenschaft, Durchsetzungsvermögen und Know-how. Aber was wird sein, wenn all' die Pläne und hochgesteckten Ziele eines Tages doch nicht aufgehen? Was, wenn der Konkurrenzdruck zu groß wird? Was, wenn die Werbestrategien nicht (mehr) fruchten? Was bleibt von einer zunächst grandios erscheinenden Geschäftsidee ist dann häufig nurmehr der Gang zum Amt. Oftmals ein Schritt, der zwar sehr viel Überwindung kostet, aber dennoch getan werden muss. Denn anderenfalls sind über kurz oder lang noch größere Schwierigkeiten vorprogrammiert….

Auf gleicher Ebene mit arbeitsscheuen Sozialschmarotzern?

Selbstständige, die ihren Lebensunterhalt (zusätzlich) durch Hartz-IV-Leistungen bestreiten müssen, "dürfen" sich – natürlich – auf dieselbe "Behandlung", auf dieselben Kontrollen, Einschränkungen und Gängelungen einstellen, wie sie auch dem "durchschnittlichen" Hartz-IV-Empfänger zuteil werden. Ein Aspekt, der überdies für viele eine nervliche Zerreißprobe darstellt. Als sei es nicht schon schlimm genug, als Selbstständiger gescheitert zu sein…. Wie soll es angesichts solcher Umstände gelingen, mit neuem Mut und neuer Motivation aus dem "Loch" herauszukommen? Nur, wer wirklich über das notwendige Potential verfügt, wird auch in der Lage sein, einen zweiten Anlauf in eine neue Selbstständigkeit zu wagen. Mut ist eben, wenn man's macht!

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