— Archiv für den Tag „Schulden” —

— Sonntag, 23. Oktober 2011 —

Nach den Buchstaben des Gesetzes: Sperrzeit [ Keine Kommentare ]

Dieses Mal schreibe ich die Geschichte meines Sohnes, 27, im Baugewerbe tätig. Mein Sohn hat seine Lehre und die ersten sechs Jahre seines Berufslebens in der gleichen Firma verlebt. Neben seinen normalen beruflichen Kenntnissen hat er ein besonderes Talent für Programmierarbeiten und Bildbearbeitung, die er nutzbringend für seine Firma eingesetzt hat, obwohl diese Arbeiten normalerweise höherwertig sind und besser bezahlt werden. Davon hat die Firma Jahre profitiert und sogar einen neuen Geschäftszweig aufbauen können.

Aufhebungsvertrag

Dann glaubte mein Sohn gute Arbeit sei auch gutes Geld wert und bat um Lohnerhöhung. Zunächst hieß es: „Ja, sobald die neue Sache etabliert ist“. Dann war sie etabliert, und er fragte wieder. Da hieß es dann: „Nein“. Daraufhin sagte er, dann würde er auch nicht mehr als Programmierer arbeiten, sondern nur noch in seinem Ausbildungsberuf, für den er auch mehr schlecht als recht bezahlt wurde. Daraufhin erzwang der Arbeitgeber die Unterschrift unter einen Aufhebungsvertrag – ohne Bedenkzeit.

Im Amt (Traunstein)

Schon am nächsten Tag hatte mein Sohn einen Termin im Arbeitsamt. Weder half man ihm gegenüber dem Arbeitgeber, noch sagte man ihm, dass er Hartz IV beantragen könne; aber eine Sperrzeit von drei Monaten für den Aufhebungsvertrag unter Zwang, die konnte man verhängen.
Und das für jemanden, der seit seiner Lehre jahrelang durchgehend treu und brav gearbeitet hatte.

Fazit

Mein Sohn verzweifelte fast, weil er sich in seiner Arbeit und als Person so wenig geschätzt sah. Er wurde krank (vorübergehend, zum Glück) und an den Schulden aus dieser Zeit hat er heute noch zu tragen. Aber das ist heutzutage egal: Hauptsache es geht nach den Buchstaben eines Versicherungsgesetzes, das für seine Unzulänglichkeiten bekannt ist.

— Samstag, 10. September 2011 —

Höhere Energiekosten = Höhere finanzielle Probleme für Hartz-IV-Empfänger [ Ein Kommentar ]

Viele Menschen leiden heute in besonderer Weise unter den nahezu stetig steigenden Energiekosten. Vor allem Hartz-IV-Empfänger haben es in diesem Zusammenhang alles andere als leicht. Sicherlich erhalten Langzeitarbeitslose einen gewissen Anteil von Vater Staat, um die Kosten für Energie zu decken. Aber wie die Gemeinnützige Gesellschaft für Verbraucher und Sozialberatung (GVS) unlängst herausgefunden hat, liegen diese Regelleistungen im Normalfall meist unter dem tatsächlichen Kostenniveau. Und das führt nicht selten dazu, dass sich die Kostenschlinge immer enger um den Hals von Hartz-IV-Empfängern zieht, und somit das Risiko eines riesigen Schuldenberges immer größer wird.

Wo nicht gezahlt wird, wird abgeschaltet

Wenn die Stromkosten letztlich nicht mehr aufgebracht werden können, drohen in den meisten Fällen Zwangsabschaltungen. Aber auch diese tragen dazu bei, dass der finanzielle Druck stetig weiter zunimmt. Denn neben den ohnehin zu zahlenden Rechnungen fallen bekanntlich Gebühren für Abschaltung und Verwaltung an. Ein Rattenschwanz…. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise alleinstehende Hartz-IV-Empfänger einen Regelsatz von 321,80 Euro erhalten, der vergleichsweise günstigste Stromanbieter jedoch durchschnittlich 450 Euro verlangt, wird schnell deutlich, wie hoch die finanziellen Risiken allein in diesem Bereich sind.

Sparen – aber wie?

Natürlich liegt es aus der Sicht der Verbraucher nahe, angesichts dessen umgehend den Anbieter zu wechseln. Aber auch in diesem Punkt wird es für viele Hartz-IV-Empfänger mitunter schwierig. Denn wer in der Vergangenheit schon nicht imstande war, seine Stromrechnungen pünktlich zu begleichen, wird im Falle eines Wechselantrages oft wegen schlechter Bonität von vornherein abgelehnt. Das führt letztlich dazu, dass die meisten Betroffenen auf die örtlichen Strombetreiber angewiesen sind. Allerdings sind hier die Kosten für Energie meist weitaus höher, als bei privaten Anbietern. Wie ist es möglich, diesem Teufelskreis dauerhaft zu entfliehen? Da helfen auch die Klagen und Beschwerden von Sozialverbänden oder Arbeitslosen-Gruppierungen oft nur wenig….

— Donnerstag, 14. Mai 2009 —

Auch Promies sind pleite und verschuldet, Karrenbauer holt sich Hartz IV [ Ein Kommentar ]

Quelle: stern TVWie gestern im Fernsehen bei Günther Jauch (Stern TV, RTL) zu sehen war, sind auch prominente von der Pleite nicht ausgenommen. Katy Karrenbauer hat sich öffentlich zu ihrer Krise und Geldnot bekannt, ja sie hat sogar einen Antrag auf Hartz IV bei ihrem zuständigen Fall Manager gestellt. Wie sie selber sagte, hat sie nun gemerkt, wie es ist, wenn man in dieser Schlange mit den Menschen steht, die um das bisschen Geld sozusagen betteln müssen. Aber sie hat ja nun selbst auch nichts mehr, noch schlimmer, sie hat derzeit circa 400.000 € Schulden, welche aus einer Investitionen aus besseren Zeiten resultiert.

Wer ist Katy Karrenbauer?

Habe ich mich auch gefragt, denn aber dann recht schnell zu der ehemaligen erfolgreichen Frauknastserie von RTL gekommen. Dort hat sie Walter für meine Begriffe sehr gut gespielt. Ich habe es gern gesehen und sie hat wohl auch damit sehr viel Geld verdienen, wie sie gestern sagte, bei 400 Folgen muss wohl mehr als eine Million ausgekommen sein, was sie ja als Altersvorsorge hätte nutzen können. Doch sie ist wohl einem Projekt in Hamburg auf den Leim gegangen, wo man mit ihrem Geld eine Traglufthalle im Hafen bauen wollte. Die Halle stand bereits, das Geld floss von ihrer Tasche in die Halle und plötzlich kam ein Sturm und macht alles zunichte. Die Versicherung zahlte sehr spät, so dass sie in Vorkasse treten musste, da Sie sicher auch etliche Bürgschaften geleistet hatte. Somit haftete sie zunächst voll und ihre Alters vor Vorsorge war dahin. Nun hat sie gar nichts mehr, konnte vom letzten Geld gerade noch die fällige Miete zahlen und ist nun auch mit ihrem Girokonto aufgrund eines Dispokredits in den Miesen.

Trotzdem Respekt, sich öffentlich zu stellen und so zu seinem Problem zu stehen. Sicher hätte sie einfach mal auf andere, seriöse Berater und Menschen in ihrer Umwelt hören sollen und die $-Zeichen aus den Augen nehmen. Aber so ist es im Leben, hinterher ist man schlauer als vorher.

Frauenknast nochmal ansehen?

Wer nun immer noch nicht weiß, was ich meine oder die guten alten Zeiten von Walter sich zurück wünscht, der kann ja gern mal eine DVD mit den alten Folgen bestellen und sich wieder Hinter Gittern zurück versetzen.