— Montag, 1. März 2010 —
Arbeitslose sollen Schnee schippen und Hundehaufen wegmachen [ Ein Kommentar ]
Es tut sich was…. Wenn Koch, Westerwelle & Co. den Mund aufmachen, kommt ab und an durchaus etwas Sinnvolles heraus. Das "böse" Wort mit "Sch…" ist aber dennoch in diesem Zusammenhang keineswegs fehl am Platze, vor allem, wenn es um die neuesten Pläne in bezug auf die (finanziellen) Gegebenheiten im Bereich der Arbeitsmarktpolitik geht. So äußerten sich unlängst die Herren Politiker auch dahingehend, Hartz-IV-Empfänger in Zukunft vermehrt zu gemeinnützigen Tätigkeiten heranzuziehen. Aber nicht nur das: quasi zur "Abschreckung" sollen arbeitsunwillige Langzeitarbeitslose künftig sehr wohl auch damit "betraut" werden, niedere Arbeiten zu verrichten. Schneeschippen oder das Entfernen von Hundehaufen von Gehwegen erledige sich schließlich auch nicht von allein. Entsprechende Regelungen seien übrigens bereits getroffen worden, insbesondere im Hinblick auf die Leistungskürzungen bei Arbeitsverweigerung….
Da werden kritische Stimmen laut. Vor allem die Hartz-IV-Empfänger selbst sehen sich aufgrund derartiger Vorhaben im Unrecht. Natürlich. Was aber spricht dagegen, mit arbeitsunwilligen, faulen Quartierempfängern strenger umzugehen? Dieser Meinung sind vor allem auch diejenigen, die für ihr Geld tatsächlich noch arbeiten gehen. Befragt man nämlich den "kleinen Mann auf der Straße", so sieht dieser es immer wieder als unbegreiflich an, dass Langzeitarbeitslosen fürs "Nichtstun" dennoch Monat für Monat mehr übrigbleibt, als denjenigen, die Tag für Tag einer geregelten Arbeit nachgehen. Hätte man die faulen Säcke nicht schon in diesem Winter zum Schneeschippen heranziehen können? Hart genug waren die vergangenen Monate ja – und die Salzvorräte waren bekanntlich auch nur knapp bemessen. Dementsprechend hätte es wohl kaum jemandem geschadet, sich mal "sinnvoll" körperlich zu betätigen.
Auch Generalsekretär Alexander Dobrindt ist der Meinung, dass die geplanten Sanktionen sehr wohl "Hand und Fuß" haben. Bislang wird lediglich in Bayern am härtesten gegen Arbeitsverweigerer und Schmarotzer durchgegriffen – und das muss sich unbedingt ändern. Warum sollten Faulpelze in anderen Bundesländern unbehelligt bleiben? Eine einheitliche Vorgehensweise und strikte (Neu-)Regelungen sind deshalb längst überfällig.



