— Archiv für den Tag „Sarrazin” —

— Samstag, 26. Februar 2011 —

Wie der Vater, so der Sohn? Ausnahmen bestätigen die Regel [ Keine Kommentare ]

Wir erinnern uns daran, als Thilo Sarrazin mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" im vergangenen Jahr medienwirksam viele in Deutschland lebende Hartz-IV-Empfänger ob ihrer Faulheit und Geldgier harsch kritisierte. Dass sein Buch gleich in der Anfangsphase sogar die Bestsellerlisten stürmte, darf in diesem Zusammenhang durchaus Erwähnung finden. Es ist – man höre und staune – sogar das meistverkaufte Hardcover-Sachbuch des Jahres 2010. Ob sich – wenn man einer der dort genannten Sarrazin-Thesen Glauben schenken mag – mangelnde Intelligenz jedoch tatsächlich zu Generation zu Generation weitervererbt, sei dahingestellt. Zum Thema Hartz IV und Co. hat der ehemalige Bundesbankchef allerdings noch sehr viel mehr zu sagen.

Thilo Sarrazin – eine Never-Ending-Story?

So wird zum Beispiel nur allzu deutlich, dass er für all' jene Menschen – diplomatisch ausgedrückt – keinen Funken Verständnis aufbringt, die aus unterschiedlichen Nationen allein mit der Absicht in unser Land kommen, um – ohne vorher hierzulande etwas geleistet zu haben – von dem Recht Gebrauch machen, staatliche Leistungen zu beziehen. Und das, so lange wie möglich. Überhaupt hat Herr Sarrazin in seinem Buch nur Häme für alle von selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit Betroffene übrig. Und weil es ja in diesem unserem Lande bekanntlich Menschen gibt, die an fast allem etwas zu kritisieren haben, befasste man sich eingehender mit dem "Phänomen Sarrazin".

Nicht alles ist Gold, was glänzt… – man muss nur etwas an der Oberfläche kratzen

Im Zuge dessen fand man heraus, dass Thilo Sarrazin einen dreißigjährigen Sohn hat, welcher zwar eigentlich gelernter Bürokaufmann ist, aber derzeit – man höre und staune – Hartz-IV-Leistungen bezieht. Gegenwärtig fristet er als ein Ein-Euro-Jobber in der Garten- und Landschaftspflege ein Dasein. Und ist mit seinem Leben sogar durchaus zufrieden. Blöd nur, dass Richard Sarrazin offenbar tatsächlich nichts anderes zu tun hat, als im Boulevardmagazin "Bunte" über seinen "Big Daddy" und seine "ach-so-strenge" Mutter herzuziehen…. 

— Sonntag, 12. September 2010 —

Sarrazin weiß, wie’s geht! [ Ein Kommentar ]

Gut geplant ist halb gewonnen. Nicht nur, dass Sarrazin durch sein erst vor kurzem veröffentlichtes Buch jede Menge Geld in die eigene Haushaltskasse fließen lassen kann…

Posten, Pleiten und Pensionen

Auch die Tatsache, dass er sich seinen Abschied von seinem Posten als Bundesbank-Vorstand offensichtlich sehr gut bezahlen lässt, macht es so gut wie aussichtslos, dass er jemals am eigenen Leibe spüren müsste, wie hart das Leben als bedürftiger Hartz-IV-Empfänger sein kann. Und in diesem Zusammenhang werden einem unwillkürlich seine einstigen, "maßgeschneiderten" Finanzierungsvorschläge wieder ins Gedächtnis gerufen, die noch zu Beginn des Jahres unter anderem aufzeigen sollten, dass es sich sehr wohl von 1,35 Euro (je Frühstück / Tag) leben lassen kann.

Gewusst, wie…!

Zwar steht Thilo Sarrazin durch seinen Rücktritt eh' eine recht stattliche Pension zu, aber damit wohl nicht genug. Wie aktuell "durchsickerte", erhält er mehr als 1.000 Euro zusätzlich (!) pro Monat durch seinen – ebenfalls wohldurchdachten – Deal mit dem Bundespräsidialamt. Da weiß also offensichtlich jemand, wie's geht bzw. wie man hierzulande leicht zu Geld kommen kann…. Ein Mann mit dem nötigen Durchblick also. Ähnlich wie so mancher Schmarotzer übrigens, der zwar Hartz-IV-Leistungen bezieht, aber in Wirklichkeit nicht wirklich bedürftig ist. Aber schon 359 Euro (Hartz-IV-Regelsatz) sind doch schließlich auch ein "nettes Sümmchen", das man getrost Monat für Monat in die Heimat überweisen kann….

Diesbezüglich stellt sich im Übrigen die Frage, wer denn überhaupt die Menschen sind, die mit einem augenscheinlich riesigen Interesse das Buch Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" lesen und dafür pro Exemplar auch noch rund 22 Euro hinzublättern bereit sind. Allein die Tatsache, dass mittlerweile sogar die 6. Auflage weitestgehend ausverkauft ist, spricht Bände. Hand aufs Herz: gibt es hierzulade tatsächlich Bürger, eine Investition tätigen für etwas, mit dem sie eigentlich gar nicht einverstanden sind? Wohl kaum….

— Sonntag, 5. September 2010 —

Was hat die Kirche mit Hartz IV und Co. zu tun? [ Keine Kommentare ]

Die Kirche hat in diesen Zeiten eigentlich genug mit sich selbst zu tun…, so jedenfalls könnte man meinen. Doch diese jahrtausendealte Institution soll sich trotz all' der Schwierigkeiten, in denen sie bedingt durch die furchtbaren Machenschaften einiger ihrer "Ober-Schäfchen" ja bekanntlich selbst steckt, für die Menschen einsetzen, denen es aus finanzieller Sicht eher nicht so gut geht. Dieses Ziel jedenfalls verfolgt die Ex-Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, die nämlich jetzt explizit zum Widerstand gegen die Bundesregierung aufgerufen hatte.

 

Politisches "Engagement"

Hintergrund des Ganzen ist die so genannte "Wächterrolle", welche die Kirche – zumindest nach Ansicht von Frau Käßmann – angeblich noch immer innehat. Wer's glaubt….. Die Streichung des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger zum Beispiel könnte schließlich keineswegs so einfach hingenommen werden. In diesem Fall könnte man Frau Käßmann allerdings durchaus Recht geben. Wie dem auch sei: sicherlich könnte auf diese Weise wohl auch versucht werden, die Kirche zumindest ansatzweise wieder ins "rechte Licht zu rücken".

 

Die Armen werden noch ärmer – Perspektivlosigkeit inklusive

Viele sind sich angesichts der drohenden Einschneidungen im Zusammenhang mit Hartz-IV-Leistungen einig: eine soziale Schieflage ist über kurz oder lang in jedem Fall vorprogrammiert. Aber vielleicht könnte in diesen schwierigen Zeiten die Etablierung einer weiteren Partei Abhilfe schaffen, wer weiß? Das Stichwort "Sarrazin dürfte diesbezüglich bei dem einen oder anderen Bürger die "Alarmglocken" zum Läuten bringen. Fakt ist, dass hinter vorgehaltener Hand die Mehrheit der deutschen Bürger dem umstrittenen (Noch-)Bundesbank-Vorstand sehr wohl beipflichtet. Aber das ist noch nicht alles, denn wie sich unlängst durch Befragungen herausstellte, sind sage und schreibe 18 Prozent (!) der Deutschen für die Gründung einer "Sarrazin-Partei"! Ein Umstand, der in der Tat Bände spricht….

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