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— Samstag, 4. Juni 2016 —

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— Freitag, 7. August 2009 —

Generation 50+ als Rentner mit Hartz IV-Bezug deklariert [ Keine Kommentare ]

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland unterliegt seit Jahren einer erschreckenden Entwicklung. Immer mehr Haushalte leben am Existenzminimum, ein Überleben ohne die Tafeln scheint zeitweise kaum mehr möglich zu sein. Am schwersten scheinen es aber die Menschen der Generation 50+ zu haben. Für den ersten Arbeitsmarkt sind sie in den meisten Branchen zu alt und die Chancen auf ein Arbeitsverhältnis schwinden weiter. Nun wird die Generation 50+ immer öfter als Rentner mit Hartz IV-Bezug deklariert.

Nur 700 Euro Rente

Wer vom Wohlstand im Alter träumt, scheint immer häufiger enttäuscht zu werden. Während etwa 51 Prozent der deutschen Rentner noch monatlich 700 Euro bleiben, muss der Großteil der Generation 50+ mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Hartz IV-Satz auskommen. Obwohl sie über Jahrzehnte hinweg gearbeitet haben und die Sozialversicherungsbeiträge zahlen mussten, gehören sie nun zu den Menschen, die den Weg zu den Tafeln auf sich nehmen müssen.

Nicht selten sind die Renten geringer als die staatlichen Sozialhilfen für diese Generation. Die Grundsicherung der Bundesrepublik Deutschland beträgt nach den Konkretisierungen der Gesetze 650 Euro. Rentner, die nur eine monatliche Leistung von 600 Euro von der staatlichen Rentenversicherung erhalten, sind alles andere als die Ausnahme.

Niedriglohn-Beschäftigten droht die Altersarmut

Erschreckend sind die Einschätzungen der Experten. So rechnen zahlreiche Stiftungen damit, dass die Zahl der Betroffenen, die unter Altersarmut leiden, in den kommenden Jahren deutlich ansteigen wird. Nicht zuletzt muss dies auf die Niedriglohn-Situation der Bundesrepublik zurückgeführt werden. Derzeit beläuft sich die Zahl dieser Arbeitnehmer auf 6,5 Millionen. Wenn diese das Renteneintrittsalter erreichen, erhalten sie eine Rente, die deutlich unter dem Niveau der Sozialhilfe liegt. Aus diesem Grund wird die Forderung nach Mindestlöhnen immer lauter. Eine wirkliche Weiterentwicklung bei den Verhandlungen kann jedoch nicht erkannt werden.

Erhält ein Arbeitnehmer einen Stundenlohn von nur 4,86 Euro muss er nach 45 Arbeitsjahren mit einer Rente von 365 Euro auskommen. Die deutsche Regierung erkennt den Handlungsbedarf nicht oder möchte sich diesen nicht eingestehen, so die Experten.

Die Auswirkungen zeigen sich schon heute

Wer jedoch glaubt, dass es sich hierbei um Probleme der Zukunft handelt, täuscht sich deutlich. Schon jetzt lassen sich die Auswirkungen erkennen. Es sind immer mehr Rentner, die zum Beispiel den Weg zu den Dresdner Tafeln suchen. Die Betreiber der deutschen Tafeln wissen, dass es vor allem den zahlreichen Rentnern, nicht zuletzt aber auch der Generation 50+ schwer fällt, die Leistungen der sozialen Einrichtungen in Anspruch zu nehmen. Viele Haushalte kommen ohne die Lebensmittel der Tafeln nicht aus.

Quellen: http://www.mdr.de/umschau/6503588.html