— Archiv für den Tag „Rentenanstalt” —

— Sonntag, 16. Oktober 2011 —

Schublade Krankenschwester [ Keine Kommentare ]

Zur Vorgeschichte: Ich bin eine 54 jährige Krankenschwester und bekam aus gesundheitlichen Gründen für 1 ½ Jahre eine Berufsunfähigkeitsrente. Der Antrag auf Verlängerung wurde von der Deutschen Rentenanstalt abgewiesen mit der Begründung, meine gesundheitlichen Beeinträchtigungen wären kein Grund für eine Rente und ich sei wieder voll einsatzfähig. Zu meiner Statur sei zu sagen, dass ich sehr klein und zierlich bin. Folglich ist nachzuvollziehen, dass nach 30 Jahren im Beruf mein Rücken und meine Gelenke extreme Abnutzungserscheinungen aufweisen und ich unter starken Schmerzen leide. Dies bestätigt mir jeder Orthopäde.
Ohne Rente muss ich demnach Arbeitslosengeld beantragen.
Also fahre ich nach Mainz zum Arbeitsamt um einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Dort muss ich jedoch feststellen, dass die Mitarbeiter der ARGE zwar sehr nett aber an Flexibilität kaum zu unterbieten sind. Dass ich in meinem Beruf körperlich nicht mehr belastbar bin interessiert niemanden. Die Rentenanstalt schreibt dass ich als Pflegebegutachtungskraft immer noch arbeiten kann, also muss ich, egal was.
Ich bitte um ein erneutes medizinisches Gutachten durch das Arbeitsamt. Wird abgelehnt. Ich bitte um diverse Weiterbildungsmöglichkeiten, Umschulung usw. Wird abgelehnt. Dies sei Sache des Rententrägers. Das eine Amt schiebt es auf das Andere.
Da ich auch einschlägige Büroerfahrung habe, bitte ich um Vermittlung in diese Richtung. Wird ebenfalls abgelehnt. Begründung: Ich sei nicht qualifiziert.
Ich möchte ja arbeiten, aber in diesem Beruf kann ich es nicht mehr. Doch vom Amt gibt es keinerlei Hilfestellungen oder Verständnis für meine Situation. Im Gegenteil, ich bekomme eine Vollzeitstelle auf einer Intensivstation angeboten.
Einmal Krankenschwester, immer Krankenschwester.