— Sonntag, 30. Januar 2011 —
…und wieder hagelt es Kritik [ Keine Kommentare ]
Nun ist es offenbar doch beschlossene Sache: die Erhöhung des Hartz-IV-Satzes ist durch. Langzeitarbeitslose haben nun die Möglichkeit, von sage und schreibe fünf Euro mehr im Monat ihr Dasein zu bestreiten. Eine wahrhaft "beeindruckende" Leistung der Herren Politiker. Wenn man bedenkt, wie vieler Diskussionen und Debatten dieser "bedeutsame" Schritt alles in allem bedurfte – einfach unglaublich….
Unverschämt oder einfach nur ungerecht?
Für viele ist diese Minimalerhöhung nichts mehr als eine blanke Unverschämtheit, ein Schlag ins Gesicht eines jeden Hartz-IV-Empfängers. Denn wohl kaum jemand wird doch in der Lage sein, auf Dauer von so geringen, finanziellen Mitteln existieren zu können. Und genau diese Aussage ruft wiederum die Gegner der aktuellen Hartz-IV-Reformen auf den Plan. Denn ihrer Meinung nach kann und darf es schlichtweg nicht sein, dass viele Leistungsempfänger offenbar der Ansicht sind, sich tatsächlich dauerhaft auf den praktischen Bezügen von Vater Staat ausruhen und sorgenfrei leben zu können. Diese Form der staatlichen Unterstützung dient schließlich vor allem der Überbrückung eines finanziellen Engpasses, welcher durch Jobverlust sowie durch die damit einhergehenden Gehaltseinbußen entstehen kann.
Arbeitnehmer und Angestellte gucken – wieder einmal – in die Röhre
Ein Vergleich, der zum Nachdenken anregt: wie die Stuttgarter Nachrichten aktuell verlauten ließen, bietet nur ein winziger Bruchteil der insgesamt 193 Staaten dieses Planeten seinen Bürgern die Chance, lebenslang von so etwas wie Sozialhilfe existieren zu können. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich viele Bürger aus anderen Nationen geradezu magisch angezogen fühlen angesichts solch' verlockender Aussichten…. Und ebenso makaber ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass aber die Arbeitnehmer in diesem unserem Lande trotz des spürbaren Wirtschaftsaufschwunges noch immer nicht mit Lohn- oder Gehaltserhöhungen rechnen können. Wie lange ist diese Situation überhaupt noch tragbar? Wie lange wird es dauern, bis die Menschen hierzulande endlich auf die Straße gehen und für ihre Rechte zu kämpfen beginnen?



