— Archiv für den Tag „Politiker” —

— Freitag, 25. März 2016 —

Die Wahrheit über Hartz 4 – Hetze [ Ein Kommentar ]

— Sonntag, 5. Juni 2011 —

Hochangesehene Berufe in Deutschland [ Keine Kommentare ]

Unlängst führte das bekannte Magazin "Reader's Digest" eine Meinungsumfrage durch, welche Aufschluss über das Renommee der gängigen Berufe in diesem unserem Lande geben sollte. Und in der Tat war das Resultat in diesem Zusammenhang ungemein überraschend. Dass die Politiker hierzulande keinen sonderlich hohen Vertrauensstatus genießen, war de facto nicht anders zu erwarten. Auch in den Vorjahren schnitt diese "Spezies" bei diesen oder ähnlichen Erhebungen nicht sonderlich gut ab. Und tatsächlich konnten sich auch gerade einmal sieben Prozent der Befragten für diese Berufsgruppe "begeistern". Aber auch Finanzberatern und Autoverkäufern ging es nicht viel anders. Mit nur 14 bzw. 10 Prozent bekamen sie "ihr Fett weg". Interessant ist im Übrigen, dass auch die Deutsche Fussballnationalmannschaft nicht mehr als 14 Prozent der Stimmen erhielt. In der Tat eine echte "Abseitsposition".

Damals und heute – eine denkwürdige Entwicklung

Die Zeiten ändern sich. Dies macht sich auch im Rahmen dieser Studie bemerkbar. Denn gerade Priester und Geistliche, die noch vor wenigen Jahren einen ganz besonderen Vertrauensstatus genossen, gerieten mit nur 39 Prozent "Vertrauensbonus" der Befragten arg ins Hintertreffen. Im Vergleich dazu hatten es beispielsweise die Taxifahrer weitaus besser. Denn diese Berufsgruppe durfte sich über immerhin 45 Prozent der Stimmen freuen. Eine durchaus aussagekräftige Entwicklung in diesem unserem Lande….

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: die neue Devise?

Getreu diesem Motto erfreut sich – oh Wunder – mittlerweile auch die Polizei offensichtlich wieder einer wachsenden Beliebtheit. Denn die "Schutzmänner" konnten im Zuge der Umfrage mit sage und schreibe 79 Prozent punkten. 85 Prozent erhielten dahingegen die Mediziner. Diese rangierten mit nur einem Prozentpunkt weniger gleich hinter den Apothekern. Über ganze 92 Prozent aller Stimmen konnten sich die Piloten freuen, die – gemeinsam mit den Krankenschwestern und -pflegern – auf Platz 2 der Rangliste positionierten. Allen voran trieben es überraschenderweise die Feuerwehrleute buchstäblich "auf die Spitze". 95 Prozent der befragten Erwachsenen sprachen dieser Berufsgruppe ihr uneingeschränktes Vertrauen aus.

— Samstag, 19. Dezember 2009 —

Das war Hartz IV 2009 – ein Rückblick aus der Sicht von Politikern [ Keine Kommentare ]

Angst und ein gewisses Gefühl der Unsicherheit stellten sich bei den deutschen Bürgern schon ein, als es im Jahre 2005 hieß, Arbeitslosengeld und Sozialhilfe sollen zu einem "Einheitsbrei" verschmelzt werden. Und nun? Wie sieht es – rund fünf Jahre später – in Deutschland aus? Wie ist die Meinung der Politiker zu ihrer damals ach so revolutionären, kostensparenden "Neuentwicklung"? Was sagen darüber hinaus vor allem die SPDler als "Erfinder" von Hartz IV?

Man könnte meinen, dass die Partei vor Stolz und Selbstbeweihräucherung geradezu "platzt", wenn es darum geht, Hartz IV und die daraus resultierenden, finanziellen Auswirkungen auf den deutschen Staat, aber auch auf den Bürger selbst zu bewerten. Schließlich hat man ja auch einen Ruf zu verlieren, nicht wahr?! Aber das ist nicht (immer) der Fall. Dennoch stimmen in einem Punkt selbst die schärfsten Kritiker zu: Hartz IV war bzw. ist wohl eine der nachhaltigsten Reformen, die die SPD bisher zu bieten hat(te). Grundlegender Plan, um es einmal auf einfache, schlichte Weise auf den Punkt zu bringen, war einst das Anliegen der damaligen SPD-Regierung unter Gerhard Schröder, die Arbeitslosenstatistiken weniger, sagen wir mal "bedrohlich" erscheinen zu lassen. Ein zusätzlicher Nebeneffekt sollte es – natürlich – sein, Kosten zu sparen und auf diese Art zumindest ansatzweise die finanziellen bzw. sozialen Strukturen zu entlasten.

Ist das aber auch im Laufe der vergangenen Zeit tatsächlich gelungen? Können die Herren Politiker allen Ernstes stolz sein auf das, was da geschaffen wurde?  

In einem Punkt mag sich sicherlich eine positive Entwicklung abgezeichnet haben: in der Zeit zwischen den Jahren 2000 und 2005 war in den Arbeitsmarkt-Statistiken von round about 4,5 Millionen arbeitslosen Menschen die Rede. Heute hingegen spricht man nurmehr von 3,5 Millionen Arbeitslosen. Ist dem tatsächlich so oder handelt es sich dabei lediglich um eine (weitere) "Beschönigungstaktik" unserer Regierung?

Unabhängige Wirtschaftsexperten sind auf der einen Seite der Meinung, dass Hartz IV & Co. insgesamt eine leichte Verbesserung der arbeitsmarktspezifischen Gesamtsituation herbeigeführt haben könnte. Nur zwei, drei Punkte etwa seien noch verbesserungswürdig. So unter anderem auch im Hinblick auf die Chancen Alleinerziehender am Arbeitsmarkt bzw. auch in finanzieller Hinsicht. In diesem Zusammenhang sind in erster Linie die Aspekte "Kinderbetreuung" und "Weiterbildungsmöglichkeiten" erwähnenswert.   

Andere Fachleute in punkto "Arbeitsmarktpolitik" hingegen äußern sich in der Tat eher kritisch, wenn es darum geht, die bisher erzielten Resultate in bezug auf ALG II zu analysieren. So heißt es beispielsweise, dass versucht werde, Arbeitslose geradezu "um jeden Preis" in irgendwelche Arbeitsverhältnisse zu "pressen", nur, um die regelmäßig veröffentlichten Zahlen attraktiver erscheinen zu lassen. Überhaupt habe es seinerzeit nicht einen triftigen Grund gegeben, um das Arbeitslosenhilfe-System bzw. das Sozialhilfe-Modell in einer solch' gravierenden Weise zu "revolutionieren". Einige kleinere Veränderungen am System hätten bereits genügt, die staatliche Haushaltskasse zu entlasten und die Arbeitsmarktsituation zu entschärfen.  

In Anbetracht all' dessen stellt sich die in jedem Fall die Frage, wie die Betroffenen selbst das Ganze sehen….