— Archiv für den Tag „Peter Hartz” —

— Sonntag, 19. September 2010 —

Nun hat Peter es auf die Spitze getrieben… [ Keine Kommentare ]

Januar 2005 – das "denkwürdige" Datum, an dem sich die Idee von Peter Hartz erfolgreich durchsetzt. Eine Idee, die dem deutschen Staat in erster Linie dabei behilflich sein soll, Kosten zu senken, ohne dabei mit allzu negativen Veränderungen für die Empfänger sozialer Leistungen einherzugehen. Nun, etwa fünf Jahre später, also im September 2010, sieht die Welt in der Tat ein wenig anders aus. Gemeint ist in diesem Zusammenhang übrigens die Welt der Hartz-IV-Empfänger…. All' diese kontinuierlichen Kürzungen, die ständigen Gesetzesänderungen sowie die zum Teil mehr als menschenunwürdigen Gängelungen durch ARGE-Sachbearbeiter können nach Ansicht vieler (wirklich) Bedürftiger einfach nicht mehr hingenommen werden.

Man tut, was man kann…

Gerade weil sich in der vergangenen Zeit immer wieder auf die unterschiedlichste Weise gezeigt hat, dass beileibe nicht jedermann mit dieser "neuen" Form der Sozialhilfe konform geht, kommt jetzt offenbar Bewegung in die "gute" Sache. Und so ergreift der bisher so "unterdrückte" Teil der Bürger endlich einmal selbst die Initiative und plant für den 10. Oktober 2010 eine bundesweite Demonstration.

"Krach schlagen statt Kohldampf schieben" – ein erfolgversprechendes Motto?

Weil in den kommenden Wochen die Herren Regierungsbeamten über weitere, gravierende Regelungen in Bezug auf Hartz IV und Co. entscheiden werden, also über neue mögliche Kürzungen, künftige Einkommenshöhen et cetera, geht der "kleine Mann" in diesem Jahr "in großem Stil" auf die Straße. Und zwar deutschlandweit. Man fordert mindestens achtzig Euro mehr, um auf diese Art zumindest ansatzweise die dringend benötigten Lebensmittelkosten aufbringen zu können. Wie dieser "Kampf" allerdings ausgehen wird, steht noch in den Sternen. Aber es bleibt zu hoffen, dass sich endlich Verbesserungen für die armen, deutschen Bürger abzeichnen.

 

— Samstag, 18. September 2010 —

Das Hartz-IV-Prinzip [ Keine Kommentare ]

Was hat sich „uns‘ Peter“ nur dabei gedacht…? Als im Januar des Jahres 2005 das angeblich so wohldurchdachte Konzept von Peter Hartz in Kraft trat, war doch eigentlich den meisten Menschen bereits klar, dass eine solche Vorgehensweise niemals von Erfolg gekrönt sein könnte. Sicherlich: das der ursprünglichen „Hartz-IV-Idee“ zugrundeliegende Prinzip war es zunächst sehr wohl, bedürftigen Menschen anstelle von Sozialhilfe eine Möglichkeit, nein, eine echte Chance zu geben, trotz bestehender Arbeitslosigkeit eine effiziente Hilfestellung zum Lebensunterhalt zu erhalten. Denn nur so könne schließlich ein menschenwürdiges Dasein überhaupt erst ermöglicht werden. Wenn man sich allerdings heute einmal umschaut, so fällt bereits auf den ersten Blick auf, dass der „Schuss“ ganz gewaltig „nach hinten losging“.

 

Sparen ist nicht alles…

Nicht nur, dass aus Kostengründen die Zügel seitens der Regierung immer straffer gezogen wurden und so das Leben den wirklich bedürftigen Menschen im Zuge dessen kontinuierlich erschwert wird. Vor allem die Tatsache, dass von Beginn an zu viele Gesetzeslücken vorhanden waren, die es beispielsweise so manchem (Neu-)Bürger hierzulande sehr einfach machten, zu Unrecht „Staatsgelder“ zu kassieren, gestalten das „Unternehmen Hartz IV“ so schwierig.

 

Sind die schwarzen Schafe das Hauptproblem?

Jeder ist sich bekanntlich selbst der nächste. Frei nach dem Motto: „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“, hat man hierzulande mit einer schier unüberschaubaren Zahl schwarzer Schafe und Schmarotzer zu kämpfen, die es – auf welche Weise auch immer – kontinuierlich schaffen, „auf Staatskosten“ zu leben. Die Folge: ständig neue Schikanen durch „pflichtbewusste“ ARGE-Mitarbeiter, neue Hartz-IV-Gesetzgebungen, finanzielle Kürzungen und so weiter. All' das vor dem Hintergrund, Kosten zu reduzieren. Kritische, deutsche Bürger sind sich einig: wäre es von Anfang an gelungen, Gesetzeslücken zu umgehen und explizite Richtlinien im Hinblick auf die tatsächliche Bedürftigkeit  aufzustellen, wäre es wohl kaum so weit mit Deutschland gekommen. Grundsätzlich hätte der gesamte Kostenapparat durchaus reduziert werden können. Aber wie heißt es so schön: „Hinterher ist man immer schlauer“….