— Archiv für den Tag „Öffentlichkeit” —

— Samstag, 23. Juli 2011 —

“Öffentlichkeitsarbeit” der besonderen Art [ Keine Kommentare ]

Oft genug kommt es vor, dass Arbeitnehmer mit Bauchschmerzen oder mit einem „flauen Gefühl in der Magengegend“ zur Arbeit fahren. Immer in der Hoffnung, dass der bevorstehende Tag im Job erträglicher sein möge, als der Vortag. Wer es mit Mobbing und anderen Missständen am Arbeitsplatz zu tun hat und somit arg unter Arbeitskollegen oder Vorgesetzten zu leiden hat, hat es in der Tat nicht leicht. Schikanen, Lästereien oder vielleicht sogar persönliche Attacken machen vielen Menschen schwer zu schaffen.

Eigeninitiative ist vonnöten. Aber wie?

Betroffene können in der Regel sicher sein, dass sich auf absehbare Zeit wohl kaum etwas ändern wird, sofern sie nicht selbst aktiv werden und aus dem „Teufelskreis“ auszubrechen versuchen. Eine echte, persönliche Tragödie für viele. Das Fatale: die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Situation für den Einzelnen im beruflichen Alltag nahezu kontinuierlich verschlimmern wird. Ein Umstand, an dem viele Arbeitnehmer hierzulande seelisch zu zerbrechen drohen. Burnout oder massive psychische Probleme sind infolge dessen nicht unüblich.

Was, wenn man zu weit geht?

Bisher war es so, dass Arbeitnehmer, die sich in einer solchen Lage befanden, um den Verlust ihres Arbeitsplatzes fürchteten, wenn sie beispielsweise den Chef oder andere Stellen informierten, um so auf Missstände im Unternehmen aufmerksam zu machen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat allerdings nun folgendes entschieden: eine fristlose Kündigung aufgrund der Veröffentlichung von Missständen am Arbeitsplatz verstößt eindeutig gegen die geltende Menschenrechtskonvention. Grundlage des Urteil (Aktenzeichen: 28274/08) war der Fall einer Altenpflegerin aus Berlin, die Strafanzeige gegen ihren Arbeitgeber erstattet hatte. Dieser hatte aus Ersparnisgründen zu wenig Personal beschäftigt, sodass die Bewohner des Pflegeheims nicht ausreichend versorgt werden konnten. Die Bekanntmachung der Zustände in besagtem Heim sei zwar durchaus rufschädigend, jedoch sei das öffentliche Interesse hier gleichwohl von entscheidender Bedeutung. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig….

— Sonntag, 21. November 2010 —

“Öffentlichkeitsarbeit” einmal anders – Facebook macht’s möglich [ Keine Kommentare ]

So genannte Social Networks, wie zum Beispiel Facebook und Co. haben mittlerweile in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Und das sowohl auf privater Ebene, als auch im beruflichen Leben. Das Problem bei Letzterem ist allerdings, dass nicht jeder User wirklich in der Lage ist, die modernen, sozialen Netzwerke auch "richtig" anzuwenden. Sicherlich ist es eine aufregende Sache, alte Bekannte wiederzufinden und diese zur "Freundesliste" hinzuzufügen. Und ebenso nett ist es auch, Kollegen oder Vorgesetzte bei Facebook zu "treffen" und mit diesen "befreundet" zu sein. Insbesondere die Möglichkeit, in der "Öffentlichkeit" das eine oder andere Statement zu bestimmten Dingen abgeben zu können, nutzt ein Großteil der Facebook-User gern.

 

Fluch oder Segen? Online ist (fast) alles möglich


Fakt ist, dass es immer wieder auch Menschen gibt, die sich besser nicht bei den modernen, sozialen Netzwerken registriert hätten. Schon aus eigenem Interesse. Denn leider wird die "Macht" von Facebook, Spin, friendscout24 und so weiter nur allzu häufig unterschätzt. Mit zum Teil massiven Konsequenzen für den Einzelnen.

 

Jobverlust wegen Facebook

 

Eine Frau aus den Vereinigten Staaten beispielsweise verlor ihren Job, weil sie bei Facebook zu heftig "vom Leder gezogen" hatte – über ihren Vorgesetzten. So weit, so gut. Das Blöde war nur, dass sie diesen zuvor in ihre "Freundesliste" eingeladen hatte. Die "Guteste" hatte schlichtweg vergessen, dass jedes Wort, das sie über ihren Chef in der "Öffentlichkeit" verlor, von eben diesem 1 : 1 mitgelesen wurde…. Eine Angestellte aus der Schweiz wiederum "durfte" dank Facebook ebenfalls ihren Job quittieren, weil sie sich bedingt durch Kopfschmerzen krank gemeldet hatte. Während ihres Aufenthaltes daheim war sie allerdings bei Facebook "unterwegs"; ein Umstand, den ihr Chef zufällig mitbekommen hatte. Seiner Ansicht nach sei es ein Vertrauensbruch, wenn jemand, der wegen Migräne seiner Arbeit nicht nachgehen könne, und deshalb eigentlich im Dunklen liege müsse, dennoch bei Facebook "aktiv" sein könne. Folge: Kündigung.

— Montag, 26. Oktober 2009 —

Hat man sowas schon gesehen?! Hartz IV und mehr…. [ Keine Kommentare ]

Jeder hat bekanntlich seine eigenen Ansichten zum Thema Hartz IV; mal mehr, mal weniger positiv. Wieder andere hingegen haben vielleicht auch gar keine Meinung dazu. Wie dem auch sei – im world wide web kann jeder die Möglichkeit nutzen, die eigene Meinung der “breiten” (im wahrsten Sinne des Wortes…?:-)) Öffentlichkeit preiszugeben.

Ein sehr angesagtes Instrument, Neues über Hartz IV zu erfahren, Kommentare, Berichte, eigene Beiträge zum Thema zu beleuchten – oder um einfach nur mal ein wenig Frust abzulassen, ist das so genannte Hartz-IV-Viewing. Auf dieser – nicht immer ganz ernst zu nehmenden – Plattform im Internet haben Hartz-IV-Leistungsempfänger und alle die, die es vielleicht werden wollen…, unterschiedlichste Möglichkeiten, die ALG-II-Welt aus einer völlig anderen Perspektive zu entdecken.

Zwar lässt das Niveau an mancher Stelle in der Tat stark zu wünschen übrig, aber lustig ist das Ganze in jedem Fall. Darüber hinaus hat jeder Seitenbesucher selbst die Gelegenheit, das “Outfit” dieses – sehr “speziellen” - Hartz-IV-Angebotes mit eigenen Beiträgen, Videos, Songs & Co. zu gestalten. Frei nach dem Motto: ”Provozieren erlaubt” sind der individuellen, kreativen Schaffenskraft keinerlei Grenzen gesetzt…!

Gedichte, Musik, Statements, Bilder, Witze, Downloads sowie auch (mehr oder weniger) seriöse Artikel können beim ersten Hartz-IV-TV der Welt “bewundert” werden. Neugierig geworden? Wer mehr darüber wissen möchte: unter http://schimaere.wordpress.com/2008/06/19/harz-iv-viewing/ geht’s los… Auf diese Weise wird Hartz IV irgendwie doch noch zu einer spaßigen Angelegenheit….