— Archiv für den Tag „Mobbing” —

— Montag, 7. November 2011 —

Stellen Sie sich nicht so an und lassen Sie das elendige Selbstmitleid [ 6 Kommentare ]

Seit mehreren Jahren belastet mich bereits meine Arbeitslosigkeit. Damals arbeitete ich als kaufmännischer Assistent in einer großen Firma, doch bedingt durch einige Schicksalsschläge, sowie verstärktem Mobbing auf der Arbeit, konnte ich eines Tages einfach nicht mehr arbeiten. Eine Panikattacke jagte die nächste. Allein der Gedanke, mich unter Menschen zu begeben, schnitt mir schier die Kehle zu. Ich verbrachte längere Zeit in Kliniken und sah einen Psychologen nach dem anderen – leider ohne nennenswerten Erfolg. Ich bin weiterhin höchst depressiv und leide an einer verstärkt ausgeprägten Soziophobie.

Drohende Leistungskürzung trotz korrekter Abgabe der Bewerbungen

In den letzten Jahren wurden mir bereits einige 1 € – Jobs vermittelt, die ich auch danken annahm. Leider waren jedoch Behandlung und Arbeitsbedingungen so schlecht, dass ich es bedingt durch meine psychische Erkrankung nie lange durchhielt. Die für mich zuständige Sachbearbeiterin kennt meine Vergangenheit und auch meine Probleme, die ich in Bezug auf Menschen habe. Zu Beginn war sie auch noch sehr verständnisvoll gewesen, doch von Sitzung zu Sitzung wurde sie gefühlskälter und genervter. Die Bewerbungen, die ich laut EGV jeden Monat abgeben muss, liegen meiner Sachbearbeiterin immer pünktlich vor. Dennoch behauptete sie schon des Öfteren, die Schreiben seien bei ihr nie eingegangen und versuchte daraufhin, mir meine Leistungen zu sperren. Seitdem gebe ich meine Unterlagen immer nur noch mit Quittung ab.

Eine Sachbearbeiterin mit fehlendem Taktgefühl

Bei meinem letzten Vorladungsgespräch setze sie dem ganzen schließlich die Krone auf. Statt mit mir meinen weiteren Weg zu planen, fragte sie schnippisch, wieso denn eigentlich keiner der 1€-Agenturen mich haben wolle und wieso jeder einen Job bekomme – außer mir. Sie resümierte schließlich, dass dies wohl nur mit meiner geringen Leistungsbereitschaft, die ich an den Tag legen würde, zusammen hängen könne. Im Nachhinein hätte sie meine Einwände, ich könne aufgrund meiner psychischen Erkrankung nicht arbeiten, vielleicht doch lieber ignorieren sollen. Stattdessen schnauzte sie jedoch in meine Richtung, ich solle mich gefälligst einmal nicht so anstellen und das elende Selbstmitleid lassen. Noch am gleichen Tag beantragte ich eine neue Sachbearbeiterin, meine psychischen Symptome haben sich leider dennoch verstärkt.
Soviel Taktlosigkeit hätte ich von einer Frau, die ja im Grunde in einem sozialen Bereich arbeitet, wirklich nicht erwartet.

— Montag, 11. Oktober 2010 —

Wir Unmenschen [ Keine Kommentare ]

Hallo ihr lieben, leider komme heute auch ich hier hin um meine Erfahrungen mit der AA zu schildern. Wie wir der Überschrift entnehmen können, werden viele von uns "UNMENSCHLICH" und Rechtswidrig behandelt, abgeschoben und sogar Beleidigt. Ein klarer Fall von Mobbing am A (A-rbeitsplatz) …?! Viele Betroffene trauen sich nicht den Mund auf zu machen oder glauben es wäre sinnlos dagegen zu rebellieren, wie sich der ein oder andere Sacharbeiter der AA oder der ARGE gegenüber einer Hilfebedürftigen Person verhalten. Ganz im Gegenteil! Es macht Sinn sich nicht alles gefallen zu lassen. Es macht Frei mal was gesagt zu haben. Es bereitet Vorteile für Menschen in der selben Situation. Deswegen bin ich dafür, das jeder  sagt was mit IHM gemacht wird. Selbst wenn es hier hin geschrieben wird! Irgendwann läuft auch dieses Fass über … Ich selbst schreibe hier hin, weil die AA meint, Sie könne mit mir machen was sie will. Zu meinen Streitpunkten gehören: – Strafmaßnahmen ohne wirklichen Grund – Beleidigungen meiner Person – Zwangs Bewerben – Verweigerung auf evt. Rücksicht aus Besonderem Grund – Sinnlose Fahrten zur AA Limburg (20 km von mir) … Ich möchte auch nicht mehr zusammen zucken müssen, wenn es mal wieder heißt: Bitte kommen Sie am …… in die AA Limburg *kotz* Ich wünsche mir, das jeder irgend etwas über sich schreibt und die Probleme mit den Ämtern (vor allem AA und ARGE) endlich weniger werden. Liebste Grüße aus Weilburg

— Mittwoch, 11. November 2009 —

Hartz IV als Folge von Mobbing-Attacken und anderen Schikanen? [ Keine Kommentare ]

In den Zeiten der wirtschaftlichen Krise haben nicht nur die Unternehmer selbst zu "knacken", sondern bekanntlich auch die Arbeitnehmer. Entlassungen, der Gang zum Arbeitsamt oder vielleicht sogar der "Abstieg" in Richtung Hartz V gehören ganz sicher nicht zu den Aspekten, die man so einfach auf die "leichte Schulter" nehmen könnte. Existenzängste machen sich breit, arge finanzielle Einschnitte sind in einer solch' prekären Situation durchaus zu erwarten, ein Aufrechterhalten des bisherigen Lebensstandards ist unter Umständen somit dauerhaft wohl nicht länger haltbar. Soviel zur einen Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite haben mitunter selbst die Arbeitnehmer mit starken Belastungen zu rechnen, die noch in Lohn und Brot stehen. Fakt ist, dass jeder in Anbetracht möglicher Entlassungen tunlichst versucht, sein Bestes zu geben, um auf diese Weise irgendwie doch noch den eigenen Posten zu sichern. Wenn es sein muss, sogar auf Kosten anderer. Das Stichwort lautet in diesem Zusammenhang "Mobbing" und ist eine der "typischen" Begleiterscheinungen, wenn Kündigungen anstehen. Ellenbogen-Taktik, Schikanen und Psychoterror sind nur einige der damit einhergehenden Aspekte. Nicht nur ältere Arbeitnehmer werden von ihren Vorgesetzten gemobbt, um dadurch die mögliche Zahlung von Abfindungen zu vermeiden, sondern die körperlichen und psychischen Attacken machen selbst unter Kollegen nicht Halt.

Informationen werden nicht bzw. in einem nur unzureichenden Maße weitergegeben, erledigte Arbeiten werden manipuliert, Unterlagen und wichtige Dokumente verschwinden spurlos…. Was also tun? Manch' einer zieht es resigniert vor, "auf eigene Faust" zu kündigen und sich (zumindest in den ersten Monaten der Arbeitslosigkeit) von den Leistungen des Arbeitsamtes abhängig zu machen. Weitaus erfolgversprechender ist allerdings in jedem Fall der "Frontalangriff" bzw. der offensive "Schritt nach vorn"! Expertenmeinungen zufolge macht es häufig Sinn, "objektive" Kollegen zurate zu ziehen oder aber gleich mit dem Chef zu sprechen. Natürlich bietet sich auch die Inanspruchnahme spezifischer Beratungsstellen geradezu an – bevor es zu spät ist und sich möglicherweise die ersten gesundheitlichen Probleme bemerkbar machen.

Die Chancen, erfolgreich aus der Mobbing-Falle zu entkommen, stehen also recht gut. Die Angst davor, auf das gefürchtete Hartz-IV-Niveau "abzurutschen", ist demnach glücklicherweise nur bedingt berechtigt.