— Archiv für den Tag „Mitarbeiter” —

— Freitag, 15. Juni 2012 —

Menschen müssen sich nach Gesetzgeber richten, Jobcenter nicht [ 3 Kommentare ]

Hi, durch unregelmäßige und sporadische Lohnzahlungen des ehemaligen Arbeitgebers sind wir in die Mietschulden- falle getappt. Ein Antrag auf ein Darlehen für die Mietkostenvorauszahlung sollte uns vor dem Schlimmsten bewahren. Der Antrag wurde Ende letzten Jahres gestellt, ist aber, trotz Einreichung aller Unterlagen und trotz Einschaltung eines Rechtsanwalts, bis heute nicht bearbeitet worden!

Recherchen bringen dunkle Tatsachen ans Licht

Im Gegenteil: Nach meinen Recherchen hält sich das Jobcenter S. nicht an gesetzliche Vorgaben, ignorietz anwaltliche Anschreiben un die Einreichung von Unterlagen kann man sich auch sparen, weil sie nicht beachtet bzw. vernichtet werden!
Mein Antrag auf Weiterbildung für spezifische buchhalterische Programme wie Lexware oder CAD wurde, trotz zweier schulischer Angebote, abgelehnt; man forderte jetzt zum 3(!) Mal meine ärztlichen Unterlagen an, obwohl diese bereits zweimal dem Jobcenter vorliegen müssen!

Die “guten” Mitarbeiter, die noch helfen wollen sind in der Unterzahl

Der ALG 1- Anspruch meines Ehemannes vom Ende letzten Jahres (2 Wochen) wurde ohne Begründung einbehalten. Antwort auf unsere Nachfrage:”Das ist eben so, das machen die Ämter unter sich aus”!
Ständig wechselnde Berater, die kaum eine Ausbildung auf diesem Gebiet zu haben scheinen, die Verschiebung der Verantwortung von einer Stelle zur nächsten, die Ignorierung der klar definierten gesetzlichen Vorgaben usw. machen es den menschen auf beiden Seiten des Jobcenters nicht unbedingt leicht. Mittlerweile kann ich Menschen, die auf den Ämtern regelrecht ausrasten, gut verstehen, auch wenn es mitunter Unschuldige trifft. Und die Wenigen, die wirklich noch bemüht sind den Arbeitslosen zu helfen, sind ruck- zuck weg vom Fenster.

Keine Hilfe vom den “kompetenten” Mitarbeitern des Jobcenters

Sinn haben Jobcenter und Arbeitsagenturen nur dann, wenn wirklich ausgebildete Menschen hinter dem Thresen sitzen, die auch regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen müssen, wenn sich gesetzlich etwas ändert. Und es kann einfach nicht sein, dass sich alle Menschen nach dem gestzgeber richten müssen, nur eben die Jobcenter nicht, weil sie ihre eigenen Gesetze formulieren!
Ich würdeliebend gern wieder arbeiten gehen, aber meinen erlernten Beruf gibt es nicht mehr und in der Umschulungsmaßnahme schaffte ich auf Grund des fehlenden Praktikums die mündliche Prüfung nicht. Aber auch das interessiert hier niemanden. Hinzu kommt, dass hier Callcenter wie Pilze aus dem Boden schießen, mit einer Arbeitszeit von Montag bis Sonntag, Schicht, bis teilweise 23:00 Uhr. Für mich nicht machbar, weil ich die Eignung hierfür nicht bestanden, auf dem Dorf wohne und keinen Führerschein habe. Außerdem verlangen die meisten Callcenter inzwischen auch einen kaufmännischen Abschluss! Hilfe des Jobcenters? Fehlanzeige!
Würde ich alle meine bisherigen Erfahrungen aufschreiben, würden die Bücher(!) ganze Regale füllen!
Aber wie mir geht es vielen! Leider!

— Freitag, 20. Mai 2011 —

Flexibilität ist gefragt. Aber bitteschön auf beiden Seiten [ Keine Kommentare ]

Wer etwas erreichen will, muss sich den "Gegebenheiten" in der Regel anpassen. Das kennt man ja. Nicht jeder hierzulande setzt diese "Weisheit" allerdings auch in die Tat um. Aber auch das kennt man…. Grundlegende Richtlinien wie Pünktlichkeit, Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und Loyalität sollten in jedem Fall unter Beweis gestellt werden, wenn es darum geht, einen Job zu ergattern – oder diesen langfristig zu behalten…. Und auch Flexibilität ist gefragt. Dies ist allerdings offenbar ein äußerst dehnbarer Begriff.

Auf der anderen Seite des Schreibtisches…

Aber wie dem auch sei: als besonders vorbildlich kann man es wohl bezeichnen, wenn nicht der (potentielle) Arbeitnehmer, sondern der Arbeitgeber selbst mit gutem Beispiel vorangeht. Zumindest, was den Aspekt der Flexibilität betrifft. Die Chefin des Familienunternehmens Trumpf aus Baden-Württemberg macht es vor. Ihr ist offenbar sehr wohl bewusst, dass junge Menschen eine andere Vorstellung vom Berufsleben haben, als Arbeitnehmer, die beispielsweise eine Familie ernähren müssen. Überdies berücksichtigt sie bei der Gestaltung des unternehmerischen Arbeitszeitmodells auch die Belange der Mitarbeiter, die daheim Angehörige zu pflegen oder zu betreuen haben.

Alle zwei Jahre wird neu geplant

Wer mag, kann bis zu 1.000 Stunden auf ein speziell einzurichtendes Zeitkonto verbuchen lassen und diese Zeit nach Bedarf für Urlaub und Freizeit abrufen. Dies ist gewissermaßen die Grundlage für eine wohldurchdachte Arbeitszeitreduzierung. Überdies haben die Mitarbeiter die Option, alle 24 Monate ein neues Zeitmodell einzurichten und dieses mit dem Vorgesetzten zu verabreden. Dadurch kann also die individuelle Arbeitszeit bedarfsgerecht eingeteilt werden. Pro Woche steht in diesem Zusammenhang ein Zeitfenster zwischen 15 und 40 Stunden zur Verfügung. Ziel des Ganzen ist die langfristige Steigerung der Motivation der Mitarbeiter. Je mehr Motivation, desto besser letztendlich auch die Arbeitsleistung. So haben alle etwas davon. Bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel auch bald in anderen Unternehmen Schule macht….