— Archiv für den Tag „Langzeitarbeitslose” —

— Mittwoch, 27. Juni 2012 —

Lieber umziehen als weiterarbeiten [ Keine Kommentare ]

Ich habe auch ein Erlebnis mit dem Jobcenter beizutragen. Es ist zwar noch nicht ganz ausgestanden, aber trotzdem sicher interessant für euch.

Ich bin leider schon lange arbeitslos, üer aber schon genausolange einen Minijob aus. Passenderweise bei einer Firma,die im gleichen Haus sitzt,in dem ich wohne. Mein Arbeitsweg ist also vergleichsweise kurz :-D

Meine Miete bezahle ich passenderweise gleich in Bar gegen Quittung,da ich meinen Lohn ebenfalls in Bar bekomme. Gemäß BGB ist das durchaus erlaubt. Natürlich ist das dem Jobcenter irgendwann aufgefallen und man verlangte schriftlich eine Erklärung,wieso von meinem Konto keine Barabhebungen oder Überweisugnen getätigt werden,die der Mietzahlung zuzuordnen seien.

Frist zur Stellungnahme 2 Wochen

Schon am nächsten Tag bekam ich ein Schreiben,daß meine KdU-Zahlungen (Kosten der Unterbringung?) eingestellt würden,weil ich nicht rechtzeitig geantwortet hätte. Ausgestellt war dieses Schreiben von der selben Sachbearbeiterin wie das erste Schreiben…am selben Tag wie ersteres Schreiben. Also legte ich Widerspruch ein, der auch “schon” 6 Monate später bearbeitet wurde. Meine Reaktion war die Klage vor dem Sozialgericht. Leider fand ich keinen Anwalt, der mich dabei unterstützen wollte, einer sagte mir klipp und klar,daß den meisten Anwälten 1500€ Streitwert zu wenig wären.

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— Samstag, 21. Mai 2011 —

Sehr spezielle Formen der Mitarbeiter-Motivation [ Keine Kommentare ]

Frühes Aufstehen, niedrige Stundenlöhne, ungünstige Arbeitszeiten, ein schlechtes Betriebsklima, körperliche Anstrengungen und viele andere Dinge schrecken hierzulande viele, viele Menschen davon ab, die Suche nach einer seriösen, sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit ernsthaft "in Angriff zu nehmen". Angesichts dieser "harten" Bedingungen, die in so manchem Unternehmen "hinzunehmen" sind, ist es nach Auffassung vieler Langzeitarbeitsloser naheliegend, doch lieber auf Hartz-IV-Leistungen zu setzen und das Leben langfristig zu genießen. Warum auch nicht? Denn was der deutsche Staat in diesem Zusammenhang zu bieten hat, reicht doch immerhin zum Leben – und erspart einem darüber hinaus zumindest den ach so "lästigen" Weg zur Arbeit….

Die einen so, die anderen ganz anders

Natürlich darf eine solche Aussage keinesfalls pauschalisiert werden, denn es gibt hierzulande durchaus viele arbeitswillige Menschen, die aber schlichtweg aufgrund – nachvollziehbarer – persönlicher oder auch gesundheitlicher Aspekte keine Chance auf einen "richtigen" Job haben. Allen anderen sei jedoch gesagt, dass sich die Situation am Arbeitsmarkt in diesem unserem Lande durchaus zu verbessern scheint, wenn man dem einen oder anderen Medienbericht Glauben schenkt. Demzufolge gibt es zum Beispiel ein renommiertes Versicherungsunternehmen, das seinen erfolgreichsten Mitarbeitern ganz besonders attraktive Vergünstigungen ermöglicht. Rauschende Erotik-Partys, die sogar von Führungskräften des Konzerns organisiert worden waren vor dem Hintergrund, die besten Vertriebler zu motivieren, bietet schließlich nicht jedes Unternehmen.

Auch andere Verlockungen sind durchaus "reizvoll"

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will dahingegen eine US-amerikanische Pizzakette. Sie will nicht nur potentielle Mitarbeiter in sehr spezieller Weise motivieren, sondern darüber hinaus auch in den Medien Werbung in eigener Sache machen. Bei einem ausgelobten Stundenlohn von sage und schreibe 22.000 Euro dürfte dieses Ziel zweifelsohne schnell erreicht sein. Wer da nicht Lust auf einen seriösen Job bekommt, ist wirklich selber schuld. Unter solch' verlockenden Voraussetzungen sollte es sogar dem arbeitsscheuesten Zeitgenossen gelingen, in die (Computer-)Tasten zu hauen und endlich anzufangen, Bewerbungen zu schreiben….

Quellen:

http://money.de.msn.com/aktien/bilder.aspx?cp-documentid=157614857

http://money.de.msn.com/aktien/aktien.aspx?cp-documentid=155174172

— Sonntag, 1. Mai 2011 —

Aus 50.000 wurden 62.000 [ Keine Kommentare ]

Vor einigen Wochen sorgte die bekannte Fastfood-Kette aus den USA mit dem "großen, goldenen M" wieder einmal für Schlagzeilen. Und zwar dadurch, dass in den Medien immer wieder verlautbart wurde, dass 50.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden sollten. Und zwar an nur einem einzigen Tag. In der Tat war die Resonanz darauf durchweg überwältigend. Nicht nur, dass es dem Unternehmen auf diese Weise gelungen ist, noch mehr ins Gespräch zu kommen und somit auf eine vergleichsweise kostengünstige, aber sehr effektive Art Werbung zu betreiben. Sondern vor allem die Tatsache, dass sich auch zahlreiche Jobsuchende sehr interessiert an den ausgeschriebenen Stellenangeboten zeigten, ist in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnenswert.

Sämtliche Erwartungen wurden übertroffen

Geplant war ursprünglich, an einem "strategisch günstigen" Tag insgesamt 50.000 neue Beschäftigte, verteilt auf zahlreiche US-amerikanische McDonald's-Filialen, einzustellen. Letztendlich wurden aus 50.000 geplanten Neueinstellungen sage und schreibe 62.000! Sicherlich bleibt in diesem Zusammenhang abzuwarten, wie viele der neuen Mitarbeiter sich in der Systemgastronomie langfristig behaupten werden. Aber nichtsdestotrotz sind die Begeisterung und das Engagement auf beiden Seiten in jedem Fall bemerkenswert.

Internationale Marketingstrategien, die (nicht) immer aufgehen.

Bekanntlich "schwappt" ja immer mal wieder die eine oder andere Idee aus den USA  über den "großen Teich" auch zu uns herüber. Und viele davon setzen sich über kurz oder lang auch in hiesigen Gefilden durch. Aber ob sich der neue Trend auch diesmal in Deutschland durchsetzen wird, ist in der Tat fraglich. Denn die Arbeitsmoral in den einzelnen Ländern unterscheidet sich mitunter doch maßgeblich. Man darf aus diesem Grund also sehr wohl gespannt sein, wie sich das Ganze weiterhin entwickeln wird bzw. ob diese oder ähnliche (Groß-)Projekte wohl auch hierzulande von Erfolg gekrönt sein könnten. Aber eigenen Angaben zufolge sind ja viele Hartz-IV-Empfänger bereit, "alles, dafür zu tun, um endlich wieder einen seriösen Job zu bekommen."

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