— Archiv für den Tag „Landgericht” —

— Freitag, 11. März 2011 —

Wie weit wird die staatliche Kontrolle noch gehen? [ Keine Kommentare ]

Jeder weiß, wie hart das Leben eines Hartz-IV-Empfängers sein kann. Durch finanzielle Einschnitte sowie durch immer neue "Gängelungen" von Seiten der Bundesagentur für Arbeit fühlen sich viele Langzeitarbeitslose – wen wundert's – immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Ein Aspekt, der zum Nachdenken anregen sollte. Aber damit nicht genug, denn nur allzu häufig haben Menschen, die seit längerem ohne festen Job sind, mit Vorverurteilungen und sogar mit Anfeindungen zu kämpfen. In der Tat ein hartes Los. Natürlich ist es aufgrund der ungemein belastenden Gegebenheiten nicht abwegig, wenn der eine oder andere aus lauter Frust auch mal zur Flasche greift, um so zumindest kurzzeitig dem Alltag zu entfliehen. Wieder andere hingegen suchen die Ablenkung und versuchen auf unterschiedliche Weise, sich trotz der "widrigen Umstände" am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Auch, wenn's schwer fällt.

 

Freizeitgestaltung nach Herzenslust? Mitnichten.

Für viele Menschen gehört unter anderem das allwöchentliche Lotteriespiel zum Alltag dazu. Warum auch nicht, denn die Hoffnung auf einen kleinen "Geldsegen" macht doch das Spiel so reizvoll. Und demnach ist es wohl kaum verwunderlich, dass sich auch so mancher Hartz-IV-Empfänger dazu hinreißen lässt, an Sportwetten, Lotto und Co. teilzunehmen. Aber das soll sich – zumindest wenn es nach dem Kölner Landgericht geht – schon sehr bald ändern.

 

Leichtes Spiel? Nicht für langzeitarbeitslose Leistungsbezieher…

Zumindest in Nordrhein-Westfalen ist es Hartz-IV-Empfängern in Zukunft verboten, bei "Oddset"-Sportwetten mitzumachen. Aber es kommt noch besser: die Richter des Landgerichtes drohten dem Unternehmen "Westlotto" sogar eine Ordnungsstrafe von bis zu 250.000 Euro an, wenn deren Mitarbeiter Lose von Leistungsbeziehern entgegennehmen. Selbst dem Kauf so genannter Rubbellose soll so künftig der Riegel vorgeschoben werden. Eine solche Vorgehensweise ist absolut verwerflich und wird – hoffentlich – hohe Wellen schlagen. Überhaupt stellt sich doch diesbezüglich die Frage, wie denn das geplante Procedere effizient überwacht werden soll. Aber darüber scheint sich noch keiner der Verantwortlichen Gedanken gemacht zu haben….