— Archiv für den Tag „Kürzungen” —

— Freitag, 29. Juni 2012 —

Reif für die Klinik, daher Betreuung für Behördengänge [ 4 Kommentare ]

Nun, meinen Artikel hier Von Pontius zu Pilatus, zurück und in die Klink geht weiter.

Ich bin nun seit 4 Wochen wieder aus der Klinik raus. Die Anhörung lief natürlich darauf hinaus, dass ich eine Sanktion bekam. 30% Kürzung für 3 Monate obwohl, laut den Urteilen 1 BvL 1/09 – 1 BvL 3/09 – 1 BvL 4/09 des Bundesverfassungsgerichts, Sanktionen verfassungswidrig sind.

Sanktion verfassungswidrig?

Der ganze Vorgang liegt nun bei meinem Anwalt, der vor nunmehr 5 Wochen Widerspruch eingelegt hat. Eine Reaktion darauf hat er bis heute noch nicht bekommen.

Stellenangebote, die nicht auf mein Profil passen

Mein Sachbearbeiter Herr P. beim Jobcenter Schwetzingen schickt mir nach wie vor Stellenangebote, die nicht wirklich meinem Anforderungsprofil entsprechen. Ich bin Maler mit diversen Erkrankungen, die mich meinen Beruf leider nicht mehr ausüben lassen. Die Stellenangebote sind Helferjobs im Büro oder kaufmännische Berufe, für die man eine Ausbildung braucht, die ich nicht habe.

Laut ärtztlichem Dienst der Agentur für Arbeit sind “berufliche Rehamaßnahmen zu prüfen“.
Darauf ist mein Sachbearbeiter bislang, seit dem 3.2.2010 nicht eingegangen, bzw hätte es in irgendeiner Art und Weise für nötig gehalten, dies zu berücksichtigen.

Seit meinem Klinkaufenthalt sind nun gerade mal 4 Wochen vergangen und ich wäre schon wieder reif dafür.
Mittlerweile bin ich so weit, dass ich nächste Woche eine Betreuung für Behördengänge beantragen werde, weil ich psychisch und dadurch auch körperlich einfach nicht mehr in der Lage bin, solche Sachen selbst zu regeln.

Danke dafür an

  • Herr P. vom Jobcenter Schwetzingen, Rhein Neckar Kreis.
  • Herr oder Frau E. vom Jobcenter.
  • das komplette Jobcenter Schwetzingen, Rhein Neckar Kreis.

Hoffentlich wird auf diese Beiträge hier mal jemand aufmerksam, der etwas zu sagen hat und was ändern kann. Zumindest mal ist es etwas öffentlicher hier. Nur leider noch nicht so öffentlich, dass sich was ändert.

— Dienstag, 8. November 2011 —

Arbeitslosengeld im Großraumbüro beantragen [ Keine Kommentare ]

Erst lange warten, um abserviert zu werden

Sobald man weiß, dass der Arbeitsvertrag endet, soll man sich bei der Agentur für Arbeit melden. Einfacher gesagt, als getan, denn die Öffnungszeiten sind nicht geradebesucherfreundlich gehalten. Nachdem ich erfahren hatte, dass mein Arbeitsvertrag, der in einer Woche auslief, nicht verlängert wurde, rief ich bei der Agentur an. Besonders hilfreich ist es ja, dass man eine Hotline anruft, man erstmal einige Zeit warten muss, um sich sagen zu lassen, dass ein solches Anliegen nur persönlich möglich ist. Die Agentur für Arbeit in Detmold hatte allerdings Öffnungszeiten, die sich nicht mit meinen Arbeitszeiten kombinieren ließen. Ich sagte der Dame am Telefon also, dass ich mich erst, nachdem mein Vertrag ausgelaufen wäre, melden könnte.

Mein Besuch beim Arbeitsamt im Größraumbüro

Gesagt getan. Die darauf folgende Woche fuhr ich montags nach Detmold, um Arbeitslosengeld zu beantragen. Ich musste einige Dokumente ausfüllen, bis ich zum Mitarbeiter durfte. Ein Großraumbüro, wo quasi jeder mitbekam, dass ich nun arbeitslos war. Ein leicht gestresster Herr fragte mich direkt am Anfang, warum ich erst jetzt den Antrag stellen würde, denn dies wäre zu spät. Die Gesetze würden etwas anderes verlangen und mir würden nun Kürzungen drohen. Ich bekam ein paar Unterlagen mit nach Hause, die ich komplett ausgefüllt in den nächsten Tagen dort abliefern musste, damit alles in die Wege geleitet werden konnte.

Bis man Geld bekommt, vergeht einige Zeit

Nachdem das Arbeitsamt alle Unterlagen bekommen hatte, wurde mir ein Termin zur weiteren Besprechung zugeordnet. Dort musste ich mich dem freien Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Ich musste bereit sein, jede Arbeitsstelle anzunehmen, denn nur so bekam ich mein Geld. Natürlich unterschrieb ich brav alle geforderten Dokumente, denn nachdem ich schon 2 Wochen ohne Geld auskommen musste, wurde es Zeit.
Nach insgesamt 4 Wochen und 3 Terminen bekam ich mein erstes Geld überwiesen, jedoch mit der angedrohten Kürzung.

— Samstag, 4. September 2010 —

Wegfälle, Streichungen und andere Einschnitte [ Ein Kommentar ]

"Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen…" – diese oder ähnliche Gedanken gehen in diesen Zeiten nicht selten Hartz-IV-Empfängern durch den Kopf. Denn in den letzten Wochen sickerte immer wieder durch, dass wohl auch das nächste Jahr keine Verbesserungen oder gar neuen Chancen für Langzeitarbeitslose zu bieten hat. Ganz im Gegenteil, denn geplant ist, mehr als 80 Milliarden Euro (!) einzusparen. Und natürlich geht das neue, so genannte Haushaltsbegleitgesetz 2011 zu Lasten des "kleinen Mannes". Wie sollte es auch anders sein…?

 

Wohngeldbezieher, Hartz-IV-Empfänger und Elterngeldberechtigte aufgepasst: nun kommt es "knüppeldick"

Sicherlich gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch Grund zur Hoffnung, denn der ab dem 1. Januar 2011 geplante Wegfall des Elterngeldes für Hartz-IV-Empfänger, die zum Teil gravierenden Änderungen beim Wohngeld sowie die den Bundesagenturen für Arbeit in Aussicht gestellten Freiheiten sind noch nichts rechtskräftig. Apropos: jeder wird sich denken können, dass die neuen "Freiheiten" der ARGE sich wohl ebenfalls nachteilig für die Empfänger sozialer Leistungen auswirken werden. Aber dies sei nur am Rande erwähnt….

 

Die "Schuldenbremse" ist Schuld an der Misere

Der Bund hat sich im Zusammenhang mit der im Grundgesetz verankerten, so genannten "Schuldenbremse" dazu verpflichtet, bis zum Jahre 2016 das bestehende Defizit auf nurmehr 0,35 Prozent des BIP (sprich: Bruttoinlandsprodukt) zu reduzieren. Im Klartext heißt das, dass ein Schuldenlimit von 10 Milliarden Euro angestrebt wird. "Nichts leichter als das", denken sich offenbar – wieder einmal – die Damen und Herren Regierungsbeamten, denn "Otto Normalverbraucher" und "Lieschen Müller" sind doch eh' schon lange an derartige "Gängelungen" gewöhnt.  

Nun ja, so ganz außen vor ist die Bundesregierung im Zusammenhang mit den geplanten Sparmaßnahmen wohl doch nicht. Zumindest wurde angemerkt, dass bis 2010 rund 10.000 bis 15.000 Stellen auf Regierungsebene (!) gestrichen werden sollen. Hört, hört!

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