— Archiv für den Tag „Kündigung” —

— Freitag, 13. April 2012 —

Letzter Ausweg “Hotel Mama” [ Ein Kommentar ]

Nach Kündigung eines Vollzeitjobs mit 40-80 h wöchentlich, wurde dem Arbeitslosen, der die Kündigung wegen seines bisherigen Einsatzes noch gar nicht realisieren konnte und die Welt nicht mehr verstand, in anmaßender, unverschämter Weise auf der Agentur für Arbeit mitgeteilt, dass das Arbeitslosengeld nur Arbeitslosen zustehe ??? Was bitte ist ein Arbeitsloser, wenn nicht arbeitslos ? Die für Hartz IV zuständige Stelle befand, dass dem Arbeitslosen kein Hartz IV zustehe, weil ihm als Arbeitsloser ja Arbeitslosengeld zustehen würde. ???

dreiste Unterstellungen

Also ist ein Arbeitsloser doch Arbeitslos. Nach einigem hin und her und weiteren Schikanen, unterstellte die Sachbearbeiterin, dass der Betreffende einen Partner hätte, der ein gutes Gehalt hat und für ihn sorgt. Das ist definitv nicht der Fall gewesen. Weder einen Lebenspartner, noch einen Flüchtigkeitspartner. Es wurde einfach frech behauptet, denn im Endeffekt ging es drum, sich vor berechtigten Ansprüchen zu drücken, die dem Betreffenden, bislang als Verdienenden, als Sozialleistung jahrzehntelang vom Gehalt abgezogen worden waren.

Keine Kraft mehr weiter zu kämpfen

Die Schikane ging weiter, der Betreffende gab entnervt und am Boden zerstört auf, muss jetzt bei der Mutter wohnen, die ihn von ihrer schmalen Rente mit ernährt. Den Herren und Damen im Jobcenter geht es wirklich nicht um Betreuung und Vermittlung, hier geht es um Willkür, Amtsanmaßung und um Machtmissbrauch eines kleinen Schreibtischbürokraten ohne Mitgefühl, Verständnis oder Verstand.

— Samstag, 3. September 2011 —

Schlechte Personalführung – “Innere Kündigung” [ Keine Kommentare ]

Ein gutes Betriebsklima ist nach Ansicht vieler Arbeitnehmer das A und O, um zu gewährleisten, dass man sich auf Dauer in einem Unternehmen „wohlfühlen“ kann. Ein „gutes Gefühl“ am Arbeitsplatz zu haben, motiviert schließlich ungemein. Und wer fährt schon gern mit „Bauchschmerzen“ oder einem „unguten Gefühl in der Magengegend“ allmorgendlich zur Arbeit? Trotzdem gab eine kürzlich von der Hochschule Osnabrück durchgeführte Studie nun Grund zur Sorge. Denn wie das Forschungsteam im Rahmen der Untersuchung herausfand, sei das Interesse der meisten Chefs und Vorgesetzten an guter Personalführung nahezu gleich Null. Befragt wurden Entscheidungsträger aus insgesamt 118 deutschen Unternehmen. Dabei waren folgende Branchen vertreten: produzierendes Gewerbe, Handel, Finanzen und Industrie.

Ein wahrlich „demotivierendes“ Studienergebnis

Wie Carsten Steinert, Professor für Personalmanagement der Uni Osnabrück erklärte, sei eine schlechte Personalführung letztendlich einer der Gründe für die „innere Kündigung“ von Mitarbeitern. Das heißt, dass der Arbeitnehmer infolge dieser Unzufriedenheit im Job lediglich noch „Dienst nach Vorschrift“ leiste. Im Endeffekt sei eine solche Konsequenz mit frappierenden Folgen für das Unternehmen selbst verbunden. Die meisten Arbeitnehmer mit Führungsverantwortung tolerieren der Studie zufolge sogar eine mangelhafte Personalführung. Solange das operative Gesamtergebnis des Unternehmens passe, habe man kein Problem mit schlechter Personalführung. Harter Tobak, zumal auf diese Weise klar ersichtlich ist, welchen Stellenwert ein Arbeitnehmer in einem Unternehmen tatsächlich hat. Menschlichkeit scheint da in der Tat auf der Strecke zu bleiben.

Weniger Wertschätzung – schlechtere Leistungen

Etwas Lob hier und da kann sicherlich nicht schaden. Dass sich dies zum Teil maßgeblich auf die Motivation von Arbeitnehmern auswirken kann, hat eine andere Untersuchung unlängst unter Beweis gestellt. Die Leistungen von Arbeitern und Angestellten mehr wertzuschätzen bzw. dem Aspekt einer qualifizierten Personalführung einen höheren Stellenwert beizumessen, wirkt sich demgemäß einerseits auf die Leistungen bzw. auf die Motivation eines Menschen aus. Andererseits lassen sich durch den daraus resultierenden Mehreinsatz Kosten nachhaltig senken. Die finanziellen Aufwendungen für entsprechende Personalführungsseminare würden sich somit langfristig in jedem Fall rechnen.

 

Quelle: http://www.finanzen100.de/nachrichten/chefs-haben-kaum-interesse-an-guter-personalfuehrung_H830351873_1-1-22308/

— Samstag, 23. Juli 2011 —

“Öffentlichkeitsarbeit” der besonderen Art [ Keine Kommentare ]

Oft genug kommt es vor, dass Arbeitnehmer mit Bauchschmerzen oder mit einem „flauen Gefühl in der Magengegend“ zur Arbeit fahren. Immer in der Hoffnung, dass der bevorstehende Tag im Job erträglicher sein möge, als der Vortag. Wer es mit Mobbing und anderen Missständen am Arbeitsplatz zu tun hat und somit arg unter Arbeitskollegen oder Vorgesetzten zu leiden hat, hat es in der Tat nicht leicht. Schikanen, Lästereien oder vielleicht sogar persönliche Attacken machen vielen Menschen schwer zu schaffen.

Eigeninitiative ist vonnöten. Aber wie?

Betroffene können in der Regel sicher sein, dass sich auf absehbare Zeit wohl kaum etwas ändern wird, sofern sie nicht selbst aktiv werden und aus dem „Teufelskreis“ auszubrechen versuchen. Eine echte, persönliche Tragödie für viele. Das Fatale: die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Situation für den Einzelnen im beruflichen Alltag nahezu kontinuierlich verschlimmern wird. Ein Umstand, an dem viele Arbeitnehmer hierzulande seelisch zu zerbrechen drohen. Burnout oder massive psychische Probleme sind infolge dessen nicht unüblich.

Was, wenn man zu weit geht?

Bisher war es so, dass Arbeitnehmer, die sich in einer solchen Lage befanden, um den Verlust ihres Arbeitsplatzes fürchteten, wenn sie beispielsweise den Chef oder andere Stellen informierten, um so auf Missstände im Unternehmen aufmerksam zu machen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat allerdings nun folgendes entschieden: eine fristlose Kündigung aufgrund der Veröffentlichung von Missständen am Arbeitsplatz verstößt eindeutig gegen die geltende Menschenrechtskonvention. Grundlage des Urteil (Aktenzeichen: 28274/08) war der Fall einer Altenpflegerin aus Berlin, die Strafanzeige gegen ihren Arbeitgeber erstattet hatte. Dieser hatte aus Ersparnisgründen zu wenig Personal beschäftigt, sodass die Bewohner des Pflegeheims nicht ausreichend versorgt werden konnten. Die Bekanntmachung der Zustände in besagtem Heim sei zwar durchaus rufschädigend, jedoch sei das öffentliche Interesse hier gleichwohl von entscheidender Bedeutung. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig….

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