— Samstag, 8. Januar 2011 —
Da haben sich Schäuble und Konsorten mal wieder hohe Ziele gesteckt. (Zu hoch?) Weil Deutschland wegen der so genannten Schuldenbremse mehr als 24 Milliarden Euro – eine Summe, die man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen sollte – einsparen muss, haben wieder einmal vor allem die Ärmsten der Armen darunter zu leiden. Aber wie sollte es auch anders sein, man kennt es ja nicht anders. In der Vergangenheit waren Hartz-IV-Empfänger nur allzu häufig die Leidtragenden, da wird es in Zukunft wohl auch nicht viel anders sein…. Nur stellt sich in diesem Zusammenhang vor allem die Frage: wovon bitteschön sollte es bedürftigen Menschen künftig denn überhaupt noch möglich sein, Geld zu sparen?
Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und Senioren sind hauptsächlich von den Sparmaßnahmen betroffen
Gleich zu Beginn des neuen Jahres sollen bei den Hartz-IV-Empfängern die Beiträge zur Rentenversicherung wegfallen. So weit, so schlecht. Niemand denkt aber offenbar daran, dass diese Menschen im Alter noch einmal von einer ganz persönlichen "Finanzkrise" betroffen sein werden. Denn Fakt ist, dass durch diese Neuerungen gleichzeitig auch die Rentenansprüche sinken. Ein Zustand, der so nicht haltbar ist. Aber wer ändert etwas daran?
Heute schon an morgen denken. Leichter gesagt, als getan
Langzeitarbeitslose sollten ebenfalls den Umstand berücksichtigen, dass sie sich ab Januar 2011 unbedingt arbeitslos melden sollten. Machen sie das nicht, so besteht die Gefahr, dass sie in drei Jahren, also 2014, den gesetzlichen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente verlieren. Ganz einfach deshalb, weil sie dann nicht mehr den "Pflichtversichertenstatus" innehaben. Wie dem auch sei: diejenigen, die von diesen Änderungen profitieren werden, sind in erster Linie die Argen. Denn ihnen bleibt ein gehöriger Arbeitsaufwand erspart. Anders hingegen sieht es für die Rentenkassen aus. Aber wie gut, dass es noch die arbeitende Bevölkerung gibt. Denn die zahlt auch weiterhin fleißig in die Rentenkassen ein. Ein weiterer Aspekt, der schon bald für kritische Stimmen sorgen wird….
— Samstag, 28. August 2010 —
Wieder einmal sorgt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage für Gesprächsstoff hierzulande. Denn wie der "ARD-DeutschlandTREND" aktuell ermittelt hat, sind sich die Deutschen, zumindest im Hinblick auf die Höhe der derzeit geltenden Hartz-IV-Sätze wohl doch nicht so einig. Denn der Großteil der deutschen Bevölkerung, nämlich sage und schreibe 45 Prozent, hält die Höhe der sozialen Leistungen, die Langzeitarbeitslose in diesem unserem Lande beziehen, sehr wohl für angemessen. Man höre und staune! Was sagt man dazu? Neun Prozent der Befragten gaben darüber hinaus sogar an, dass sie die Hartz-IV-Sätze eindeutig für zu hoch halten! Im Gegensatz dazu vertreten allerdings "gerade einmal" 41 Prozent der Bürger die Ansicht, dass die Hartz-IV-Sätze de facto zu niedrig bemessen seien und dringend dahingehende Änderungen durchgeführt werden müssten.
Zu hoch? Zu niedrig? Einigkeit in Sachen "Hartz-IV"? Wohl kaum…
Wer als bedürftiger Langzeitarbeitsloser von Hartz-IV-Leistungen leben muss bzw. auf entsprechende, unterstützende Hilfen aus staatlicher Hand angewiesen ist, hat es in der Tat nicht gerade leicht: soviel steht fest. Leider verhält es sich aber immer wieder so, dass Personen zu Unrecht in den Genuss dieser staatlichen Leistungen kommen – und sich im Nachhinein dennoch beschweren, sie hätten "zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel". Fakt ist demnach, dass es wohl niemals möglich sein wird, den "Idealsatz" festzulegen. Bedingt durch all' die vielen "schwarzen Schafe", die sich hier eingenistet haben, geht die so genannte "soziale Gerechtigkeit", so wie sie gegenwärtig nun einmal verstanden wird, wieder einmal zu Lasten des "kleinen Mannes".
Keine Chance für die wirklich Bedürftigen?
Freilich verhält es sich so, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. In diesem Punkt darf Hartz-IV-Kritikern durchaus Recht gegeben werden. Infolge dessen wäre es also fatal, die Hartz-IV-Sätze anzuheben. Wohl demjenigen, der es hinbekommt, unter Abwägung all' der Umstände und Gegebenheiten die "perfekte Lösung" im Hinblick auf die Bemessung sozialer Leistungen in die Wege zu leiten. Ein Ding der Unmöglichkeit? Nun, man wird sehen….
— Samstag, 6. März 2010 —
Die einen schätzen Thilo Sarrazin wegen seiner oftmals ehrlichen und wahrhaftig nicht immer sonderlich "höflichen" Worte – um es einmal diplomatisch zu verdeutlichen. Die anderen hingegen würden ihn am liebsten nur von hinten sehen. Weit hinten im Archiv der Bank, in der er – noch – (neben-)beruflich tätig ist. Den kompletten Artikel lesen…