— Archiv für den Tag „Karneval” —

— Sonntag, 6. März 2011 —

Hellau und Hartz IV [ Keine Kommentare ]

Die so genannte "Fünfte Jahreszeit" ist nun in vollem Gange. Und so wird geschunkelt, getanzt und gelacht. Man ist fröhlich, gut gelaunt und der Alkohol fließt in Strömen. Für viele Menschen ist dies in erster Linie eine Zeit der Ablenkung vom beruflichen Stress. Andere wiederum nutzen das "närrische Treiben" vielmehr dazu, um sich von den Sorgen und Finanznöten des Alltags abzulenken. Die Möglichkeit, sich verkleiden zu können, bedeutet aus psychologischer Sicht schließlich gleichwohl die Chance, zumindest für eine kurze Zeit "hinter eine Maske" schlüpfen zu können, die etwas vollkommen anderes darstellt, als man tatsächlich ist.

Gute Laune und Lebensfreude – zumindest nach außen hin

"Auf Knopfdruck fröhlich sein", das können oder wollen freilich nur wenige. So kommt es einerseits vor, dass sich der eine oder andere während der Faschingszeit lieber in den eigenen vier Wänden "verkriecht". Andererseits gehen gerade jetzt viele Leute in die "Offensive". Frei nach dem Motto: "Wenn nicht jetzt, wann dann…?" Wie dem auch sei – jeder Mensch sehnt sich doch danach, ein Leben führen zu können, ohne finanziell allzu arg eingeschränkt zu sein. All' jene, die aber nur wenig Geld zum Leben haben und womöglich auf Hartz-IV-Niveau existieren müssen, wissen nur allzu gut, was es heißt, mehr und mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Wie bitteschön soll man da in Feierlaune kommen?

Soziale Kontakte – nicht nur für das seelische Wohlbefinden wichtig

Feiern kostet Geld. Weil aber die meisten deutschen Hartz-IV-Empfänger diesbezüglich so gut wie nichts "zu bieten haben", ist guter Rat oft teuer…. Mit der Folge, dass die Teilnahme an Festivitäten – gleich, welcher Art – zwangsläufig mehr und mehr ins Hintertreffen gerät. Und so geraten viele Menschen immer häufiger auf das "gesellschaftliche Abstellgleis". Und all' das nur, weil nach Ansicht vieler Bürger die staatlichen Unterstützungsgelder so ungerecht verteilt werden. Handlungsbedarf ist also in jedem Fall gefragt!