— Archiv für den Tag „Jobcenter” —

— Dienstag, 17. April 2012 —

3 “Hexen” vom Jobcenter wollen den Prozess [ Ein Kommentar ]

… da war dann vor einigen Jahren die Sachbearbeiterin, die mir erzählte, dass ich Unterlagen, die den gesamten Monat X betrafen, bereits am Dritten des besagten Monats erbringen können. Konkret ging es um Einnahmen aus einer selbständigen Tätigkeit (also keine fest kalkulierbaren Werte). Als ich die Sachbearbeiterin darauf hinwies, dass mir Zeitreisen leider noch nicht möglich wären und ich aus diesem Grunde die geforderten Unterlagen erst zum Monatsanfang des darauffolgenden Monats erbringen könne, warf diese mich aus ihrem Büro aufgrund meiner ungeziemen Frevelei mit der Bemerkung, dass sie dieses schnippische Verhalten nicht erdulde.

Die Maßnahme könnte nur mit einer Zeitreise durch geführt werden

Die Beschwerde folgte prompt bei der Teamleiterin, welche sich dann EXAKT der selbigen Auffassung anschloss, wie die Sachbearbeiterin zuvor, ich solle die Unterlagen des gesamten laufenden Monats bereits am Anfang des Selbigen vorlegen, das wäre mir selbstverständlich möglich. Aus diesem Grunde wurde mir die Leistung versagt.Erst als ich die Geschäftsleitung des besagten Jobcenters einschaltete, mussten Sachbearbeiterin und Teamleiterin bekennen, dass sie irgendwie nicht Herrinnen ihrer Sinne waren und ich bekam, was mir ohnehin zustand.

Rachegelüste, wie sich Mitarbeiter als wahre Biester entpuppen 

Dem jedoch nicht genug.  Die Rache folgte auf dem Fuße. Besagte Teamleiterin wollte das nicht auf sich sitzen lassen und konterte mit einer schriftlichen “Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft” (aka “Sieh zu, dass Du eine billigere Bleibe bekommst”), die ihrer Meinung nach nicht angemessen sei, weil die Wohnung zu groß wäre. Die Miete lag damals gut 70 Euro UNTERHALB des zulässigen Höchstsatzes, die Quadratmeteranzahl spielt hierbei keine Rolle (Berlin).

Der Prozess

Es gab dann ein Tribunal mit einer Anhörung - 3 Mitarbeiterinnen des Jobcenters gegen mich – wo ich dazu Stellung nehmen sollte. Den Termin hätte ich mir letztlich sparen können, denn man verblieb bei der Ansicht, die Wohnung wäre “nicht angemessen“. Erst als ich dann den Ombudsrat einer großen Tageszeitung einschaltete und um Hilfe bat, erhielt ich kurz danach ein Schreiben mit einer offiziellen Entschuldigung der Geschäftsleitung sowie den Anruf der Tageszeitung, dass der Fall nun geklärt wäre. Hätte ich dies nicht getan, wäre vermutlich das Unrecht so geschehen wie angekündigt. Das ist aber nur eine eher milde Erfahrung mit den Mitarbeitern des Jobcenters.Ich könnte wohl ein eigenes Buch publizieren mit Erfahrungswerten und Aussagen diverser Jobcenter-Sachbearbeiter, schließlich habe ich auch schon einige Rechtsstreitigkeiten (auch gerichtlich) gewonnen.

— Dienstag, 24. Januar 2012 —

Kompetenz kann man hier lange suchen [ Keine Kommentare ]

Ich kann nur jedem Menschen wünschen, dass er niemals in die Situation gerät, einen Antrag für ALG 2 stellen zu müssen. Wer sich in diesen Teufelskreis begibt, der ist auf jeden Fall schlecht dran. Dabei ist aber nicht nur die finanzielle Situation gemeint. In der Regel wird man durch das für einen zuständige Jobcenter betreut, was allerdings nicht wirklich der Fall ist. Eigentlich ist man vollkommen auf sich gestellt und das wird einem dann bewusst, wenn man wirklich einmal im Jobcenter nach Hilfe fragt.

Es gibt auch Menschen in dieser Behörde

Auf dem Weg zurück in das Berufsleben gibt es eine Menge Formen der Förderung, die man in Anspruch nehmen kann. Doch wenn man sich im Jobcenter danach erkundigt, dann wissen die dort Bediensteten in der Regel recht wenig darüber. Hat man wirklich einmal Glück und gerät an einer Person, die sich doch auskennt, dann ist diese beim nächsten Besuch garantiert nicht mehr für einen zuständig. Genau das ist mir des Öfteren passiert.

Hurra, es gibt noch Licht am Horizont

Wenn man einen fähigen Betreuer im Jobcenter hat, dann dauert es gewiss nicht lange und dieser muss entweder seinen Stuhl räumen oder aber er wird in eine andere Abteilung versetzt. Der nächste Sachbearbeiter ist dann von der Sorte, die nicht das Wohl des Bedürftigen im Sinne hat, sondern nur das Wohl der Behörde. Allerdings gibt es auch manchmal an anderen Stellen gute Leute, die Beschwerden bearbeiten müssen und die Jobcenter beaufsichtigen. Gerät man an eine solche Person, dann kann man wirklich davon ausgehen, dass man Hilfe bekommt.

— Mittwoch, 11. Januar 2012 —

Paradox ist, im Jobcenter Hilfe zu erwarten [ Ein Kommentar ]

Es gibt Dinge, die glaubt man nicht, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Das Lustige daran ist, dass andere Menschen einem diese Dinge ebenfalls nicht abnehmen. Doch leider ist es so, dass einem solche Dinge ganz schnell widerfahren können, wenn man sich mit den „Spitzenkräften“ der Jobcenter abgeben muss. Wenn man die Vorgehensweise dieser Arbeitsvermittler einmal näher betrachtet, dann fragt man sich allen Ernstes, warum diese Leute überhaupt bezahlt werden. Deren Aufgabe besteht doch eigentlich darin, dass sie den Arbeitslosen Stellen vermitteln, damit diese wieder aus der Statistik verschwinden. Ich habe leider eine andere Erfahrung machen müssen.

Wahnsinn, der Methode hat

Gleich bei meinem ersten Besuch beim Arbeitsvermittler habe ich eine Vereinbarung unterschreiben müssen. Darin wurde als wesentlichster Punkt festgehalten, dass ich mich um alles kümmern muss, damit ich wieder eine Arbeitsstelle bekomme. Sollte ich dies nicht tun, dann würden mir meine Leistungen gekürzt, die ohnehin schon recht dürftig sind. Also ich finde das ein starkes Stück. Wenn ich nicht die Arbeit des Vermittlers erledige, dann bekomme ich keine Leistung. Versuchen Sie das mal auf Arbeit umzusetzen. Sie sagen einem Kollegen, dass er Ihren Job erledigen soll, andernfalls bekommt er kein Gehalt.

Es lebe die deutsche Bürokratie

Da wird in unserem Staat immer davon gesprochen, dass keiner allein gelassen wird und man immer Hilfe erwarten kann. Wer sich auf diese Aussage verlässt, der ist verlassen. Nicht nur, dass man schon die Aufgaben der Arbeitsvermittler übernimmt, zu allem Überfluss suchen die Bediensteten im Jobcenter nach jeder Gelegenheit, um die Leistungen einzustellen. Wenn ich wieder mal arbeitslos werden sollte, dann werde ich mich für einen solchen Posten bewerben.

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