— Archiv für den Tag „Jobcenter” —
— Dienstag, 24. Januar 2012 —
Ich kann nur jedem Menschen wünschen, dass er niemals in die Situation gerät, einen Antrag für ALG 2 stellen zu müssen. Wer sich in diesen Teufelskreis begibt, der ist auf jeden Fall schlecht dran. Dabei ist aber nicht nur die finanzielle Situation gemeint. In der Regel wird man durch das für einen zuständige Jobcenter betreut, was allerdings nicht wirklich der Fall ist. Eigentlich ist man vollkommen auf sich gestellt und das wird einem dann bewusst, wenn man wirklich einmal im Jobcenter nach Hilfe fragt.
Es gibt auch Menschen in dieser Behörde
Auf dem Weg zurück in das Berufsleben gibt es eine Menge Formen der Förderung, die man in Anspruch nehmen kann. Doch wenn man sich im Jobcenter danach erkundigt, dann wissen die dort Bediensteten in der Regel recht wenig darüber. Hat man wirklich einmal Glück und gerät an einer Person, die sich doch auskennt, dann ist diese beim nächsten Besuch garantiert nicht mehr für einen zuständig. Genau das ist mir des Öfteren passiert.
Hurra, es gibt noch Licht am Horizont
Wenn man einen fähigen Betreuer im Jobcenter hat, dann dauert es gewiss nicht lange und dieser muss entweder seinen Stuhl räumen oder aber er wird in eine andere Abteilung versetzt. Der nächste Sachbearbeiter ist dann von der Sorte, die nicht das Wohl des Bedürftigen im Sinne hat, sondern nur das Wohl der Behörde. Allerdings gibt es auch manchmal an anderen Stellen gute Leute, die Beschwerden bearbeiten müssen und die Jobcenter beaufsichtigen. Gerät man an eine solche Person, dann kann man wirklich davon ausgehen, dass man Hilfe bekommt.
— Mittwoch, 11. Januar 2012 —
Es gibt Dinge, die glaubt man nicht, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Das Lustige daran ist, dass andere Menschen einem diese Dinge ebenfalls nicht abnehmen. Doch leider ist es so, dass einem solche Dinge ganz schnell widerfahren können, wenn man sich mit den „Spitzenkräften“ der Jobcenter abgeben muss. Wenn man die Vorgehensweise dieser Arbeitsvermittler einmal näher betrachtet, dann fragt man sich allen Ernstes, warum diese Leute überhaupt bezahlt werden. Deren Aufgabe besteht doch eigentlich darin, dass sie den Arbeitslosen Stellen vermitteln, damit diese wieder aus der Statistik verschwinden. Ich habe leider eine andere Erfahrung machen müssen.
Wahnsinn, der Methode hat
Gleich bei meinem ersten Besuch beim Arbeitsvermittler habe ich eine Vereinbarung unterschreiben müssen. Darin wurde als wesentlichster Punkt festgehalten, dass ich mich um alles kümmern muss, damit ich wieder eine Arbeitsstelle bekomme. Sollte ich dies nicht tun, dann würden mir meine Leistungen gekürzt, die ohnehin schon recht dürftig sind. Also ich finde das ein starkes Stück. Wenn ich nicht die Arbeit des Vermittlers erledige, dann bekomme ich keine Leistung. Versuchen Sie das mal auf Arbeit umzusetzen. Sie sagen einem Kollegen, dass er Ihren Job erledigen soll, andernfalls bekommt er kein Gehalt.
Es lebe die deutsche Bürokratie
Da wird in unserem Staat immer davon gesprochen, dass keiner allein gelassen wird und man immer Hilfe erwarten kann. Wer sich auf diese Aussage verlässt, der ist verlassen. Nicht nur, dass man schon die Aufgaben der Arbeitsvermittler übernimmt, zu allem Überfluss suchen die Bediensteten im Jobcenter nach jeder Gelegenheit, um die Leistungen einzustellen. Wenn ich wieder mal arbeitslos werden sollte, dann werde ich mich für einen solchen Posten bewerben.
— Mittwoch, 9. November 2011 —
Man soll ja nicht alles über einen Kamm scheren, aber was einem heute in den Jobcentern mitunter geboten wird, wiederholt sich derartig oft, dass man sich ehrlich fragen muss, ob es dort noch Menschen gibt, die sich auch wirklich auskennen. Ich bin bestimmt keine Person, die andere in die Pfanne haut, aber ich lasse mir auch nicht alles gefallen. Das musste auch die Sachbearbeiterin erfahren, die meinen ALG-II-Bescheid bearbeitet hat.
Ehrlichkeit wird nur bestraft, aber nicht belohnt
Meine Sachbearbeiterin hat immer wieder betont, dass ich jede Veränderung meiner Einkommenssituation sofort dem Jobcenter mitzuteilen hätte. Dann würde mein Bescheid entsprechend neu berechnet und geändert. Dabei ist die gute Frau jedoch nur von der Variante ausgegangen, dass ich wohl plötzlich zu einer großen Einnahmequelle kommen würde. Bei mir war es jedoch genau anders herum. Mein Ex-Mann und Vater meines Kindes hat von heute auf morgen die Unterhaltszahlung für das Kind eingestellt. Dieses Geld wurde bei der Berechnung unserer Bedarfsgemeinschaft als Einkommen berücksichtigt. Da dies nun wegfiel, wollte ich eine Neuberechnung seitens der Behörde erreichen, was meine Bearbeiterin einfach ablehnte.
Es gibt auch noch echte Menschen in Behörden
Gegen die Ablehnung habe ich natürlich Widerspruch eingelegt, was bei der guten Frau nicht gerade gut ankam. Sie war der Meinung, dass die Behörde keine Gelder verschleudern würde. Daraufhin habe ich mich an die offizielle Beschwerdestelle gewendet und siehe da, dort war diese gute Frau schon des Öfteren aufgefallen. Natürlich wurde die Berechnung neu durchgeführt und ich erhielt eine Nachzahlung. Den Bescheid hat wieder meine „geliebte“ Sachbearbeiterin ausgestellt, was ihr sicherlich sehr schwer gefallen sein dürfte. Schließlich darf die Behörde doch kein Geld verschwenden.