— Archiv für den Tag „Intelligenz” —

— Sonntag, 3. April 2011 —

Durch Selbstbewusstsein ein höheres Einkommen erzielen? [ Ein Kommentar ]

Als Hartz-IV-Empfänger hat man im Leben häufig mit Rückschlägen, Enttäuschungen, Vorurteilen und Zurückweisungen zu kämpfen. Belastende Aspekte, die in der Tat nicht gerade förderlich für ein gesundes Selbstbewusstsein sind. Und wer über einen längeren Zeitpunkt einem solchen, negativen Druck ausgesetzt ist, signalisiert über kurz oder lang – wenn auch nur unbewusst – durch eine spezielle Körperhaltung, wie es "im Inneren" wirklich aussieht. Menschen, die seelischen oder körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, nehmen Expertenmeinungen zufolge früher oder später eine leicht gebückte Körperhaltung an. Denn insbesondere die Schultern geben buchstäblich dem steten Druck, den man im Laufe der Jahre erlebt, nach.

 

Aufrecht durchs Leben gehen

Je mehr Selbstbewusstsein bzw. Selbstsicherheit ein Mensch ausstrahlt, desto größer sind die jeweiligen Chancen auch im Rahmen der Jobsuche. Eine aufrechte Haltung ist bereits ein erster Schritt in eine vielversprechende, berufliche Zukunft. Aber es kommt noch besser: US-amerikanische Forscher haben unlängst etwas wirklich Interessantes herausgefunden. Zwar hilft ein ansprechendes, gepflegtes Äußeres ungemein bei der Jobsuche. Wie im "Journal of Applied Psychology" eindrucksvoll dargelegt, kommt es aber vor allem darauf an, wie man sich "präsentiert".

 

Eine gute Qualifikation ist die eine Sache – Attraktivität eine andere

Ein Mensch, der in Relation zu seinem eigentlichen Alter attraktiv wirkt, strahlt meist auch ein gesundes Selbstbewusstsein aus. Und gerade diese Selbstsicherheit bzw. das Selbstvertrauen kann sich positiv bei einem Bewerbungsgespräch auswirken. Jemand, der über eine gewisse Intelligenz verfügt, weist demzufolge oft auch ein gutes Selbstwertgefühl auf. Beides erhöht die individuelle Attraktivität und kann im Job sogar zu einem besseren Einkommen führen! Klingt logisch. So wäre es auch für Hartz-IV-Empfänger von Vorteil, wenn sie aktiv an ihrem "Ego" arbeiten würden. Genau da lieg aber häufig das Problem. Ein zu großer Druck aus dem sozialen Umfeld ist de facto nicht förderlich für ein gesundes Selbstvertrauen. Ein Teufelskreis also, den man in der Regel nicht so leicht durchbrechen kann.

— Samstag, 26. Februar 2011 —

Wie der Vater, so der Sohn? Ausnahmen bestätigen die Regel [ Keine Kommentare ]

Wir erinnern uns daran, als Thilo Sarrazin mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" im vergangenen Jahr medienwirksam viele in Deutschland lebende Hartz-IV-Empfänger ob ihrer Faulheit und Geldgier harsch kritisierte. Dass sein Buch gleich in der Anfangsphase sogar die Bestsellerlisten stürmte, darf in diesem Zusammenhang durchaus Erwähnung finden. Es ist – man höre und staune – sogar das meistverkaufte Hardcover-Sachbuch des Jahres 2010. Ob sich – wenn man einer der dort genannten Sarrazin-Thesen Glauben schenken mag – mangelnde Intelligenz jedoch tatsächlich zu Generation zu Generation weitervererbt, sei dahingestellt. Zum Thema Hartz IV und Co. hat der ehemalige Bundesbankchef allerdings noch sehr viel mehr zu sagen.

Thilo Sarrazin – eine Never-Ending-Story?

So wird zum Beispiel nur allzu deutlich, dass er für all' jene Menschen – diplomatisch ausgedrückt – keinen Funken Verständnis aufbringt, die aus unterschiedlichen Nationen allein mit der Absicht in unser Land kommen, um – ohne vorher hierzulande etwas geleistet zu haben – von dem Recht Gebrauch machen, staatliche Leistungen zu beziehen. Und das, so lange wie möglich. Überhaupt hat Herr Sarrazin in seinem Buch nur Häme für alle von selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit Betroffene übrig. Und weil es ja in diesem unserem Lande bekanntlich Menschen gibt, die an fast allem etwas zu kritisieren haben, befasste man sich eingehender mit dem "Phänomen Sarrazin".

Nicht alles ist Gold, was glänzt… – man muss nur etwas an der Oberfläche kratzen

Im Zuge dessen fand man heraus, dass Thilo Sarrazin einen dreißigjährigen Sohn hat, welcher zwar eigentlich gelernter Bürokaufmann ist, aber derzeit – man höre und staune – Hartz-IV-Leistungen bezieht. Gegenwärtig fristet er als ein Ein-Euro-Jobber in der Garten- und Landschaftspflege ein Dasein. Und ist mit seinem Leben sogar durchaus zufrieden. Blöd nur, dass Richard Sarrazin offenbar tatsächlich nichts anderes zu tun hat, als im Boulevardmagazin "Bunte" über seinen "Big Daddy" und seine "ach-so-strenge" Mutter herzuziehen….