— Archiv für den Tag „Insolvenz” —

— Dienstag, 4. September 2012 —

Ahnungslose Verschuldung [ 3 Kommentare ]

Um es mal kurz zu fassen!! Ich wohne mit meiner Partnerin die erwerbstätig ist zusammen. Ende 2009 musste ich leider Hartz 4 beantragen, uns wurde bei Antragsstellung gesagt, das wir Bedarfsgemeinschaft ankreuzen müssen, und meine Partnerin ihre Papiere vorlegen muss!! Das haben wir leider gemacht, weil wir nicht wußten, was dieses für uns bedeutet!! Meine Partnerin war damals bis August 2011 in der Insolvenz, da Sie schwankendes Einkommen hat, muss meine Partnerin jeden Monat Ihre Abrechnung vor zeigen, danach wird dann berrechnet. Die Arge hat dann immer den vollen Betrag angerechnet, das heißt, ihr Pfändungsbetrag wurde nicht berücksichtigt!! Beispiel : Sie hat 1250 € Netto verdient, davon wurde an Pfändung wegen der Insolvenz 260 € abgezogen, also blieben Ihr 990 € über !! Das hat der Arge aber nicht interessiert, sondern hat die volle 1250 € berrechnet!!

So schnell steht man unbewusst in der Kreide bei der Arge

So kam es dann, das wir, da wir ja nur ein Bedarf von 1140 € haben eigentlich keine Leistung bekommen sollten, da wir über den Satz sind!! Die Arge hat aber immer, bevor meine Partnerin ihre Abrechnung vorgezeigt hat, uns Geld überwiesen 165 € auch mal mehr im Monat,was wir dankend angenommen haben , den so war ich jedenfalls Krankenversichert ( Meine Partnerin hätte mich nicht auch noch von den 990 € krankenversichern können ) und wir hatten etwas mehr Geld im Monat zu verfügung!! So kam es aber, das wir immer überbezahlt waren, und so stehen wir nun mit ca 3100 € in der Kreide bei der Arge!! Jetzt war ich wegen einer anderen Sache vor kurzen beim Anwalt ( wegen sog Bedarfsgeimschaft da wir nichts gemeinsam haben, und meine Partnerin es ab sofort ablehnt, für mich finanzell aufzukommen). habe ich dieses Thema mit der Insolvenz den Anwalt berichtet, er meinte nur, das dieses mit der vollen Anrechnung nicht zulässig war /ist, da es kein bereites Geld ist!! Er hat nun einen Überprüfungsantrag gestellt!!

— Montag, 2. Juli 2012 —

Die Würde des Menschen ist unantastbar [ 4 Kommentare ]

“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

So lautet der 1. Artikel des Grundgesetzes.  Und Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes sind auf das Grundgesetz und das Recht der Bundesrepublick Deutschland verpflichtet.  Und der Artikel 1. des Grundgesetzes läßt eigentlich keinen Ermessensspielraum.

Eigentlich heißt aber, es gibt Ausnahmen. Gewollt, geduldet oder mit Vorsatz. Und besonders bei den Jobcentern kann man durchaus Vorsatz unterstellen. Da werden Anträge verschleppt, verzögert, Papiere sind nicht auffindbar und auch immer ganz beliebt „unvollständig“. Bei diesem perfiden Spielchen auf dem Rücken der Betroffenen macht das Jobcenter Waldeck-.Frankenberg keine Ausnahme. Ob Menschen über Wochen und Monate aus Abfalleimer oder Mülltonnen leben ist den Sachbearbeitern des Jobcenters Waldeck-Frankenberg schlicht egal. Dem Geschäftsführer des Jobcenters ist durchaus bekannt, dass es Menschen gibt die sich aus Tonnen ernähren: „Das Problem ist bekannt,“ sagt Reinhold Lohmar, Geschäftsführer des Jobcenters Waldeck-Frankenberg am Telefon. „ Ein paar Leute machen das sicher, weil es es trendy ist und regelmäßig durch die Medien geht,“ so Lohmar weiter, aber es gibt sie auch hier im Landkreis, die Leute die aus Containern leben.“ Das Jobcenter hilft wo es kann, betont der Geschäftsführer des Jobcenters, aber nur im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. ( Interview vom 31. März.  http://eder-dampfradio.de/reader/items/mitternacht-shopping.html)

Das Jobcenter Waldeck- Frankenberg. hilft noch nicht mal im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Weder durch Lebensmittelgutscheine oder durch einen Berechtigungsschein für die Tafel. Zu mindestens ein Fall ist bekannt, bei dem seit mehr als 8 Wochen dem Jobcenter bekannt ist, dass man nur deswegen nicht verhungert ist, weil man sich ausschließlich aus Container bedient. Das Jobcenter wurde von dem Betroffenen immer wieder auf diesem Umstand hingewiesen. Reaktion? Keine. Und da kann man den Mitarbeitern des Jobcenters schon Vorsatz unterstellen. Im schlimmsten Fall sogar vorsätzliche Körperverletzung, denn man nimmt ja seitens des Jobcenters Krankheiten durch unhygienische Lebensmittel, verschimmeltes Brot usw. in Kauf. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ aber eben nicht wenn man HartzIV- Empfänger in Waldeck-Frankenberg ist. Für das Jobcenter ist auch eine Miete von 230 Euro nicht „angemessen“. Aber das Wohnen in einem Abbruchhaus mit undichtem Dach und Fäkalien durch Rückstau aus dem Abwasserkanal im Keller, dass ist für die Sachbearbeiterin angemessen.

Übrigens, das Zufügen von psychischem oder physischem Leid Gewalt, Qualen, Schmerz, Angst, massive Erniedrigung, nennt man in totalitären Staaten Folter. Aber in Deutschland gibt es ja ein Grundgesetz und einen Artikel 1. (Frankenberger)

Die Geschichte ist meine Geschichte: 59 Jahre, ehemalig selbstständig mit 15 Mitarbeitern, Ende 2001 Liquiditätsinsolvenz der Firma durch Krankenkasse.   Ein Jahr Bewerbungen bis nach USA, Europäische Ausland usw. Ab 2003 angefangen mit Zeitungsaustragen, 2004 Haus und Hof verloren, weil nicht mehr zu halten. Ab 2006 als freiberuflicher Lokaljournalist ( Zeilenhonorar zwischen 0,5 Cent und 0,13 Cent die Zeile), 2008 Frau weg, also die ganz klassische Geschichte des sozialen Abstiegs. Zwischen 2008 und 2011 mit netto 150-200 Euro ohne staatliche Hilfe und Krankenversicherung überlebt, nebenbei investiert um HARTZ IV zu vermeiden. Nach Anfrage  nach Honorarerhöhung wurde alle Aufträge storniert und ich lebe von meinem Internet-Blog und Videos für eine Agentur, kann aber oft nicht zu Ereignissen fahren, weil Geld für Sprit fehlt seit HartzIV .  A

— Freitag, 30. März 2012 —

Von Pontius zu Pilatus, zurück und in die Klinik [ Ein Kommentar ]

Ich kann mich leider nicht mehr an alles erinnern und habe leider auch nicht alles dokumentiert, da ich nie dachte, dass es solche Ausmaße annehmen könnte und ich eine Dokumentation brauchen würde.

Arbeitslos wurde ich im Jahre 2007 durch Geschäftsaufgabe meines damaligen Chefs.

Ich war als Maler beschäftigt. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon jahrelange Arthrose beider Kniegelenke hatte, bat ich meinen Sachbearbeiter zu prüfen, in wie weit eine Reha und/oder Umschulung in Frage käme. Ab diesem Zeitpunkt wurde alles schlimmer. Ich durfte erst einmal zum Amtsarzt gehen. Der stellte fest, dass eine Rehamaßnahme anzuraten wäre aber ich voll arbeitsfähig sei. Dann bekam ich eine Maßnahme nach der andern, bis schließlich 2008 ein weiterer Amtsarzt feststellte, dass ich eine Reha bräuchte und ich nicht mehr voll arbeitsfähig sei.

Daraufhin wurde ich in eine Berufsfindungsmaßnahme für psychisch kranke Menschen eingeteilt. Ich habe höchstgradiege Arthrose beider Kniegelenke – ein psychisch kranker Mensch kann eine Umschulung zum Fliesenleger machen, bei mir ist das unmöglich.

Also Maßnahme wieder abgebrochen. Seither wieder von einem Amtsarzt zum anderen, bis schließlich einer davon, es muss im Jahre 2010 gewesen sein, feststellte, dass ich eine Umschulung brauche und nur mit diversen Einschränkungen 3 Stunden täglich arbeitsfähig bin. Daraufhin wurde ich wieder zu einem Gespräch bei meinem Sachbearbeiter eingeladen.

Der gab mir einige Stellenangebote und schickte mich wieder nach Hause. So lief das eine ganze Zeit lang bis ca. 2011. Dann wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, wo er mir eröffnete, dass für meinen Fall keine Stellenanzeigen vorliegen und ich mich doch selbst Bewerben solle. Seither bewerbe ich mich selbständig und lege meine Bewerbungsbemühungen wie gefordert vor.

Diese werden in den Briefkasten vorm Haus eingeworfen, durch Erfahrungen meinerseits natürlich unter Aufsicht von 2 weiteren Zeugen und Anfertigung bebilderter Beweise, was mein SB nicht wusste. Nun bekam ich Anfang März 2012 eine Anhörung, warum ich denn meine Bewerbungsbemühungen nicht abgegeben habe. Postalisch geantwortet, wobei bis dato noch keine Reaktion kam. Vorläufige Situation heute ist, dass ich dadurch ein psychisches Wrack bin, keine sozialen Kontakte mehr pflege, viel schlafe, Depressionen habe und mein Psychologe eine stationäre Behandlung in einer Klinik für schnellst möglich erachtet hat und ich mich in diesen Tagen auch dorthin begebe. Danke, JobCenter Schwetzingen, Rhein-Neckar-Kreis, Baden Würrtemberg

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