— Archiv für den Tag „Hartz IV” —

— Sonntag, 24. Juli 2011 —

Löblich? Viele Jobsuchende würden jeden Arbeitsplatz annehmen. [ Keine Kommentare ]

Natürlich sind nicht alle Hartz-IV-Empfänger gleich und sollten somit keinesfalls „über einen Kamm geschert werden“: in diesem unserem Lande gibt es viele, viele Menschen, die händeringend nach einer neuen, beruflichen Tätigkeit Ausschau halten, und wirklich „jeden Job“ machen würden. Und sei er auch noch so schlecht bezahlt. Denn die Hauptsache ist nach Ansicht vieler Betroffener, endlich wieder „in Lohn und Brot“ zu stehen, um nicht mehr auf die Leistungen von Vater Staat angewiesen zu sein. Frei nach dem Motto: „Weg von Hartz IV – und zwar um jeden Preis.“ Aber dies kann mitunter durchaus wörtlich genommen werden.

Arbeiten für einen Hungerlohn?

Es gibt bekanntlich zahlreiche Unternehmen, die zwar Arbeitsplätze zu vergeben haben, die aber nur einen sehr geringen Stundenlohn zahlen. Sicherlich: es gelten mittlerweile Tariflöhne, aber die Wirklichkeit sieht bekanntlich oft anders aus. So lassen sich viele Jobsuchende auch davon nicht abschrecken, und bewerben sich beispielsweise bei Textildiscountern, die in Sachen „Entlohnung“ nicht gerade als großzügig bekannt sind. Nichtsdestotrotz nehmen viele Arbeitnehmer Stundenlöhne von unter sieben Euro in Kauf.

Woher kommt eigentlich die Ware?

Wenn man sich im Produktsortiment besagter Arbeitgeber einmal umsieht, schlägt das Herz mitunter durchaus höher. Denn da gibt es beispielsweise T-Shirts für unter zwei Euro, Kleider für weniger als acht Euro, und die passenden Taschen und Schuhe für ebenso kleines Geld gleich dazu. Natürlich stellt sich da so Mancher die Frage: wie ist es möglich, Kleidung zu solch‘ niedrigen Preisen anzubieten? Freilich: die Dumpinglöhne sind die eine Erklärung für günstige Angebote. Sind Billigkräfte oder gar Kinderarbeit im Ausland eine weitere Erklärung? Keineswegs, denn wie umfassende Nachforschungen nun ergeben haben, sind es in erster Linie kostengünstige Materialmischungen, aus denen die Hemden, Blusen, Hosen et cetera hergestellt werden. Auch eine ausgefeilte Logistik in Verbindung mit einheitlichen Ladenbauten sowie veränderte Etikettier-Techniken senken die Kosten und ermöglichen so die günstigen Preise.

 

Quelle: http://money.de.msn.com/artikel.aspx?cp-documentid=149901391

— Sonntag, 10. Juli 2011 —

Ferienjobs für Hartz-IV-Empfänger: Neue Regelungen seit Juli 2011 [ Keine Kommentare ]

Sommerzeit – Ferienzeit. Klar, dass sich in diesen Wochen der eine oder andere Hartz-IV-Empfänger Gedanken über eventuelle Zuverdienstmöglichkeiten macht. Denn gerade jetzt bieten sich mitunter attraktive Gelegenheiten, um die Haushaltskasse aufzubessern – und dem „Alltagstrott“ zu entkommen. Seit dem 1. Juli 2011 gelten in diesem Zusammenhang übrigens neue Regelungen, die unter anderem auch die bedarfsmindernde Anrechnung von Erwerbseinkommen vorgeben.

„Ganz nebenbei“ Geld verdienen

Wer zum Beispiel „nebenbei“ ein monatliches Einkommen bis zu einer Höhe von 100 Euro erhält, muss nicht mit Kürzungen rechnen. Bei einem Einkommen von bis zu 1.000 Euro je Monat gelten bis zu 20 Prozent als anrechnungsfrei. Ein monatlicher Verdienst zwischen 1.000 und 1.200 Euro bleibt mit bis zu 10 Prozent anrechnungsfrei. Hierbei gilt im Übrigen zu berücksichtigen, dass bei Haushalten, in denen mindestens ein minderjähriges Kind dauerhaft lebt, ein Erwerbseinkommen von 1.500 Euro zugrunde gelegt wird. Wissenswert ist darüber hinaus, dass in den jeweiligen Grundfreibeträgen die Absetzbeträge zur Riester-Rente, Fahrtkosten, die Werbungskostenpauschale sowie etwaige private Versicherungen bereits enthalten sind.

Kinder unter 25 Jahren haben andere Möglichkeiten

Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und auch noch nicht in einem (bezahlten) Ausbildungsverhältnis stehen, müssen nicht mit Abzügen rechnen, sofern sie sich dazu entschließen, während der Ferienzeit etwas hinzuverdienen zu wollen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn ihr Verdienst nicht höher ist, als 1.200 Euro pro Kalenderjahr. Gleichwohl darf die gesamte diesbezügliche Arbeitszeit, die im Übrigen in den Schulferien liegen sollte, vier Wochen je Kalenderjahr nicht überschreiten. Ferienjobs sind generell eine willkommene Möglichkeit, Eigeninitiative zu zeigen und gerade auch jungen Menschen die ersten Schritte ins „richtige“ Berufsleben näherzubringen. Aber nicht nur das: Kinder aus Hartz-IV-Familien „lernen“ im Zuge dessen meist auch „ganz nebenbei“, wie „motivierend“ es doch sein kann, für das Erbringen einer Leistung Geld zu bekommen. Anders also, als es die Eltern in vielen Fällen vorleben….

— Samstag, 9. Juli 2011 —

Armes Deutschland… Werden wir noch ärmer? [ Keine Kommentare ]

787 Euro im Monat: Wem dieser Betrag oder vielleicht sogar noch weniger zur Verfügung steht, gilt offiziell als „arm“. Bei Familien mit zwei Kindern unter 14 Jahren sieht das Ganze ein bisschen anders aus; da beläuft sich die „Grenze“ auf eine Summe von 1.652 Euro. Wie aktuell das Statistische Bundesamt bekanntgab, nimmt die Zahl der Menschen, die in materieller Armut leben, hierzulande nahezu kontinuierlich zu. Gerade in Großstädten ist eine diesbezügliche, steigende Tendenz auffallend.

Hartz IV und andere Fehlentscheidungen…

Sage und schreibe 22,2 Prozent der Einwohner Hannovers leben an der Armutsgrenze. Damit sichert sich die Großstadt in diesem Zusammenhang den traurigen ersten Platz. Gleich danach folgt die Hansestadt Bremen mit satten 22 Prozent. In der Tat eine alarmierend große Zahl…. Und auch Dresden mit 21,5 Prozent schneidet in der Statistik nicht besser ab. Auf den dann folgenden Plätzen rangieren Dortmund und Duisburg mit 21,3 und 19,2 Prozent. Selbst die deutsche Hauptstadt bekleckert sich im in dieser Hinsicht keineswegs mit Ruhm, denn immerhin 18,7 Prozent der Berliner nagen am Hungertuch. Und in Nürnberg sieht es ebenfalls nicht besser aus: hier müssen 17,3 Prozent der Bürger ein Dasein an der Armutsgrenze fristen.  

Hilfe für Griechenland & Co. Und welche Unterstützung haben die Deutschen zu erwarten…?

16,8 Prozent der Bürger sind es in der Domstadt Köln, und in Essen müssen 16,3 Prozent mit einem niedrigen monatlichen Einkommen auskommen. In den Augen unserer Herren Politiker scheinen die Einwohner anderer Nationen trotz der katastrophalen Zustände hierzulande Priorität zu haben. Ist unsereins in der Tat machtlos? Darf die Erhaltung des Euros auf Dauer wirklich zulasten des Wohlstandes – sofern man überhaupt noch von „Wohlstand“ sprechen kann – gehen? Fragen über Fragen, die es schnellstmöglich zu beantworten gilt. Aber von wem…?

Quelle: http://money.de.msn.com/aktien/bilder.aspx?cp-documentid=154009911

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