— Archiv für den Tag „Hartz IV” —

— Freitag, 15. Oktober 2010 —

Dem Fleißigen kann geholfen werden [ Keine Kommentare ]

Es soll ja tatsächlich Leute geben, die regen sich allen Ernstes darüber auf, dass heute von Seiten der Bundesregierung in Sachen BaföG-Erhöhung ein "beeindruckendes" Resultat erzielt werden konnte. Denn wie heute – nach langem Hin und Her und Auf und Ab – endlich beschlossen wurde, dürfen sich fleißige Studenten schon bald über eine Anhebung des BaföG-Satzes in Höhe von sage und schreibe 13 Euro pro Monat freuen. Und zwar rückwirkend zum ersten Oktober. Na, wenn das nichts ist.

Die einen so, die anderen so

Gerade zum jetzigen Zeitpunkt werden aber auch die Stimmen laut, die im Hinblick auf die gestiegenen Hartz-IV-Sätze (in Höhe von monatlichen 5 Euro) ihren Unmut kundtun wollen. Geht's noch? Noch einmal zum Mitschreiben bzw. für die, die der deutschen Sprache mächtig sind…:

Immer wieder ist doch von Unverständnis bei so manchem Bürger die Rede, dass denjenigen, die – ob gerechtfertigt oder nicht, spielt jetzt gerade mal keine Rolle – von Hartz-IV-Leistungen leben, nicht selten weit mehr zum Leben übrig bleibt, als den Menschen, die mit seriöser Arbeit versuchen, ihr Dasein zu fristen. Was ja bekanntlich in der heutigen Zeit ohnehin schon schwer genug ist. Und nun, da die Regierung offenbar ein Zeichen setzen wollte und dementsprechend zumindest mal die BaföG-Sätze in diesem "gravierenden" Maße angehoben hat, wundert man sich?!

Ein vieldiskutiertes Thema

War es nicht am Stammtisch, vor der Bäckertheke oder beim Metzger immer wieder Gesprächsthema Nummer eins, dass drei Viertel der deutschen Bevölkerung die Ansicht vertritt, dass sich Arbeit endlich wieder lohnen sollte? Ein erster, guter Schritt ist es doch bereits, aus der Staatskasse für fleißige Studenten eine Gesamtsumme von 160 bis 170 Millionen Euro bereitzustellen, um die Sache mit dem BaföG in "trockene Tücher" zu wickeln. 

Was bitteschön spricht dagegen?

— Sonntag, 26. September 2010 —

Es tut sich etwas in Brandenburg [ Keine Kommentare ]

Es ist ja bekanntlich so, dass Kinder von ihren Eltern lernen. Aber es ist ebenso der Fall, dass sich die lieben Kleinen im Laufe der Jahre nunmal nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Dinge aneignen. That's life. Und so ist es in diesem Zusammenhang wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass es auch in Zukunft immer wieder Menschen geben wird, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind. Eben weil sie es von Papa und Mama nicht anders vorgelebt bekommen haben. Sie sind kein anderes Leben gewöhnt und sind somit de facto der Ansicht, es sei "normal", ein Leben lang mithilfe von "Vater Staat" zu existieren, statt selbst endlich einmal die Initiative zu ergreifen und "durchzustarten".

 

Ab Oktober 2010 geht es los

Um also diesem Teufelskreis zu entfliehen, haben sich die Brandenburger etwas einfallen lassen. Ziel ist es, vor allem jüngeren Menschen aus Hartz-IV-Familien die Chance auf ein "wirklich normales" Leben zu geben und sich im Zuge dessen von den scheinbar "altbewährten" Mustern zu trennen. Die Rede ist vom so genannten Schüler-Bafög, von dem die Kinder bzw. die Jugendlichen profitieren sollen, deren Eltern mit weniger als 2.000 Euro (bei einem Kind) monatlich auskommen müssen. Bei Familien mit zwei Kindern beträgt die entsprechende Einkommensgrenze 2.500 Euro.

 

Schüler-Bafög: eine "lukrative" Idee?

Aber – wie sollte es auch anders sein – auch hier gibt es wieder Beschränkungen. Denn nur die Schüler, die eine weiterführende Schule besuchen und mindestens in der elften Klasse sind, haben die Chance darauf, je Monat etwa fünfzig bis achtzig Euro zusätzlich zu bekommen. Über die tatsächliche Höhe des Schüler-Bafögs ist man sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch uneins. Wie dem auch sei: der Betrag ist nicht anrechnungspflichtig, wird also nicht vom Hartz-IV-Satz abgezogen.

Ein Beispiel, das "Schule machen" wird…?

— Sonntag, 19. September 2010 —

Nun hat Peter es auf die Spitze getrieben… [ Keine Kommentare ]

Januar 2005 – das "denkwürdige" Datum, an dem sich die Idee von Peter Hartz erfolgreich durchsetzt. Eine Idee, die dem deutschen Staat in erster Linie dabei behilflich sein soll, Kosten zu senken, ohne dabei mit allzu negativen Veränderungen für die Empfänger sozialer Leistungen einherzugehen. Nun, etwa fünf Jahre später, also im September 2010, sieht die Welt in der Tat ein wenig anders aus. Gemeint ist in diesem Zusammenhang übrigens die Welt der Hartz-IV-Empfänger…. All' diese kontinuierlichen Kürzungen, die ständigen Gesetzesänderungen sowie die zum Teil mehr als menschenunwürdigen Gängelungen durch ARGE-Sachbearbeiter können nach Ansicht vieler (wirklich) Bedürftiger einfach nicht mehr hingenommen werden.

Man tut, was man kann…

Gerade weil sich in der vergangenen Zeit immer wieder auf die unterschiedlichste Weise gezeigt hat, dass beileibe nicht jedermann mit dieser "neuen" Form der Sozialhilfe konform geht, kommt jetzt offenbar Bewegung in die "gute" Sache. Und so ergreift der bisher so "unterdrückte" Teil der Bürger endlich einmal selbst die Initiative und plant für den 10. Oktober 2010 eine bundesweite Demonstration.

"Krach schlagen statt Kohldampf schieben" – ein erfolgversprechendes Motto?

Weil in den kommenden Wochen die Herren Regierungsbeamten über weitere, gravierende Regelungen in Bezug auf Hartz IV und Co. entscheiden werden, also über neue mögliche Kürzungen, künftige Einkommenshöhen et cetera, geht der "kleine Mann" in diesem Jahr "in großem Stil" auf die Straße. Und zwar deutschlandweit. Man fordert mindestens achtzig Euro mehr, um auf diese Art zumindest ansatzweise die dringend benötigten Lebensmittelkosten aufbringen zu können. Wie dieser "Kampf" allerdings ausgehen wird, steht noch in den Sternen. Aber es bleibt zu hoffen, dass sich endlich Verbesserungen für die armen, deutschen Bürger abzeichnen.

 

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