— Archiv für den Tag „Hartz IV” —

— Samstag, 13. November 2010 —

Weihnachten und Hartz IV – eine harmonische Verbindung…? [ Keine Kommentare ]

"Oh, Du Fröhliche…?" Wohl eher nicht. Zumindest nicht für all' jene, die das Fest der angeblichen Ruhe und Besinnlichkeit auf Hartz-IV-Niveau verbringen müssen. Zwar wurde der Hartz-IV-Satz erst vor Kurzem ein wenig erhöht, aber was sind schon fünf Euro mehr pro Monat, wenn davon in der Vorweihnachtszeit auch noch Geschenke für die lieben Kleinen bzw. für den Partner gekauft werden sollen? Nicht zu vergessen sind da insbesondere auch die anderen wichtigen Dinge des täglichen Lebens, ohne die es nun einmal auch nicht geht.

Harte Zeiten stehen wieder einmal bevor

"Alle Jahre wieder" scheint das Portemonnaie der wirklich bedürftigen Hartz-IV-Empfänger aus "Zwiebelleder" zu bestehen, sodass der eine oder andere durchaus mit Tränen in den Augen zu kämpfen haben wird. Spätestens dann, wenn man feststellt, dass die Wünsche der Kinder zwar groß, das zur Verfügung stehende Budget dahingegen aber eher klein ist. Wie schön wäre es doch, den Liebsten eine ganz besondere Freude zum Fest bereiten zu können. Aber wie aussichtslos ist es oftmals, gerade diesen Wunsch zu erfüllen….

"Stille Nacht, traurige Nacht…?"

Einfallsreichtum ist in jedem Fall gefragt. Mit ein wenig Kreativität und Schaffenskraft kann es aber selbst unter "verschärften Bedingungen" gelingen, Kinderaugen zu Weihnachten zum Strahlen zu bringen. So erfreut es sich zum Beispiel einer immer größeren Beliebtheit, selbstgebastelte Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. Warum nicht auch mal etwas Schönes aus Naturmaterialien wie zum Beispiel Holz, Steinen oder ähnlichen Dingen kreieren? Gemeinsam mit der Familie macht es im Übrigen gleich doppelt so viel Spaß.

Natürlich ist nicht jedermann "künstlerisch" begabt, sodass es sich durchaus anbietet, auf die Suche nach besonders preiswerten Weihnachtsgeschenken zu gehen – oder im Zuge dessen vielleicht sogar Geschenke zu finden, die gar nichts kosten. Dass es in der Tat Präsente gibt, die kostenlos erhältlich sind, wissen womöglich nur die Wenigsten. Wenn man sich im world wide web einmal umschaut, wird man jedoch garantiert fündig.

So könnte Weihnachten doch noch zum besinnlichen Event für alle werden. Für alle….

— Freitag, 12. November 2010 —

Arno Dübel und andere Schmarotzer… [ Ein Kommentar ]

Immer wieder ist in den Medien von Zeitgenossen die Rede, die – frei nach "Cindy aus Marzahn" – erst "morgens um viertel nach zwei" aufstehen und bereits seit Jahren auf Hartz-IV-Leistungen "angewiesen" sind. In der Tat ein echtes Ärgernis, denn nicht selten werden Arbeitnehmer, die von morgens acht bis abends fünf (oder noch länger) einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, von dieser "nicht arbeitenden Spezies" noch müde belächelt. Oder ausgelacht. Oder beides. Aber das ist ja nichts Neues…. Traurig, aber wahr. Dennoch immer wieder ein Schlag ins Gesicht eines jeden Steuerzahlers. Und ein weiterer, derber Seitenhieb für all' jene, die wirklich auf soziale Leistungen vom Staat angewiesen sind. Als hätte man es nicht ohnehin schon schlimm genug. 

Einfach keine Lust auf Arbeit…

Wie die "Bild der Frau" erst unlängst berichtete, ist zum Beispiel Arno Dübel einer von ihnen. Unter chronischer Arbeitsunlust leidend hat er sich im Laufe der Jahre hierzulande einen Namen gemacht als der wohl dreisteste Arbeitslose überhaupt. Seit nunmehr sage und schreibe 36 (!) Jahren verteidigt er diesen "Titel" offensichtlich mit großer Vehemenz. Und ist auch noch stolz darauf. In der Tat ein zweifelhafter Berühmtheitsstatus. Aber Arno Dübel sieht das alles anders. Zwar wurde ihm zwischenzeitlich immer mal wieder die "Stütze" gestrichen, weil er Termine bei der ARGE nicht "wahrnehmen konnte", aber das nimmt der Gute stets mit der nötigen Portion Humor. Denn mittlerweile kassiert er (natürlich) fröhlich weiter ab. 359 Euro Monat für Monat. Nicht gerechnet die regelmäßigen Mietaufwendungen, die das Amt ebenfalls für ihn übernimmt.

Grauzonen und Gesetzeslücken schonungslos ausnutzen: Tipps von Arno Dübel gibt's (vielleicht) gratis…

Eines der Probleme in diesem unserem Lande ist in jedem Fall die "soziale Ader", die Dübel und tausende andere Schmarotzer gnadenlos für sich zu nutzen wissen. Schließlich ist es bislang (noch) nicht strafbar, keine Lust zum Arbeiten zu haben oder unter dem berühmt-berüchtigten "Faulfieber" zu leiden. Liebe Regierung, wenn man ehrlich ist, sind das doch wahrlich Gründe genug, um endlich etwas zu verändern, nicht wahr…?!

— Sonntag, 7. November 2010 —

Trister November – “goldene” Stimmung in Sachen “Hartz IV”? [ Keine Kommentare ]

Angesichts der unmittelbar bevorstehenden, positiven Veränderungen am Arbeitsmarkt sollte man meinen, dass die Stimmung in diesem unserem Lande entspannt und optimistisch wäre. Denn Fakt ist, dass sich im Allgemeinen immer weniger Arbeitssuchende am Markt "tummeln". Nein, mehr noch: es wird darüber hinaus sogar von unterschiedlichster Stelle "prophezeit", dass die Arbeitslosenzahlen sage und schreibe unter die Drei-Millionen-Grenze sinken werden. Und zwar schon sehr bald.

Optimismus und Pessimismus liegen sehr nah beieinander….

Es gibt sogar Experten, die betrachten die wirtschaftliche Situation hierzulande derartig positiv, dass sogar die Rede davon ist, durchaus die Zwei-Millionen-Grenze "knacken" zu können. Ein erstrebenswertes, löbliches Ziel, ohne Zweifel. Und es könnte unter Umständen tatsächlich Wirklichkeit werden, wenn der Abbau der Arbeitslosigkeit weiterhin in solch' rasantem Tempo erfolgt.

Alles eine Frage der Sichtweise? Man wird sehen…

Möglich ist alles. Bekanntlich ließ ja schon vor Jahren ein renommiertes Unternehmen werbewirksam verlauten, dass in der Tat "nichts unmöglich" sei. Nach Ansicht des Direktors des IW (Institut der deutschen Wirtschaft), Michael Hüther, könne gar nicht unbedingt von einem Mangel an offenen Stellen die Rede sein. Stattdessen müsse man eher von einem Arbeitskräfte-Defizit sprechen. Hört sich selbstredend gut an…. Die Agenturen für Arbeit haben bundesweit augenscheinlich sehr gute Arbeit geleistet und es im Zuge dessen erfolgreich geschafft, dafür Sorge zu tragen, dass (endlich) wieder mehr Menschen in Lohn und Brot stehen.

Hand aufs Herz: die Realität sieht anders aus

Nicht jedermann ist allerdings derselben Ansicht. Ganz im Gegenteil. Immer wieder stehen die "geschönten Statistiken" der ARGE zur Debatte. Wird demgemäß über kurz oder lang tatsächlich die Zahl der "Minijobber" ansteigen? Und wie verhält es sich im Hinblick auf die Statistiken bei den "Ein-Euro-Jobbern"? Wird auch hier die Quote nach und nach ansteigen? Man darf gespannt sein….

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  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...