— Archiv für den Tag „Hartz IV” —
— Sonntag, 27. Februar 2011 —
Wenn die Reichen und Schönen, die berühmten TV-Helden und Bühnenprofis bei den unterschiedlichen Events galant und stets gut gelaunt über die roten Teppiche schreiten und sich dabei im Blitzlichtgewitter sonnen, gerät so mancher "Nicht-Promi" womöglich ins Grübeln. Denn wie schön wäre es, auch dieses Glanz- und Glamourleben führen zu können und dabei die Sorgen des Alltags getrost vergessen zu können. Und so bleibt einem oft gar nichts anderes übrig, als sich in eine "schillernde" Traumwelt zu flüchten, die zumindest kurzweilig ein wenig Abwechslung von den eigenen Sorgen und Nöten verspricht.
Die Wirklichkeit sieht oft anders aus
Blickt man aber einmal hinter die Kulissen so mancher "Stars", oder all' jener, die es gern wären, so stellt man rasch fest, dass das kontinuierliche Strahlen oft nur sehr wenig mit dem wirklichen Leben zu tun hat. Fakt ist, dass es nur wenige "Promis" sind, die sich in ihrem Job eine "goldene Nase" verdienen. Zumeist stehen viele Darsteller nurmehr für einen "Minimallohn" vor der Kamera und leben mitunter sogar von Hartz IV. Häufig genug kommt es vor, dass sich selbst bekannte Darsteller aus Funk und Fernsehen nicht einmal eine ausreichende Altersvorsorge leisten können. Renten- oder Arbeitslosenversicherung? Oft genug Fehlanzeige. Denn allein die Drehtage sind es, die in der Regel entscheidend sind für die Einzahlungen in die Sozialversicherungskassen. Die Zahl der Drehtage für ein Filmprojekt sind jedoch nun einmal begrenzt, sodass es meist geradezu unmöglich ist, überhaupt einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu erwerben. Denn hierfür muss bekanntlich jeder Bürger innerhalb von zwei Jahren ein Jahr lang gearbeitet haben.
Selbst die Arbeitsagenturen stellen sich quer
Jeder Schauspieler, der ein Dasein auf Hartz-IV-Niveau fristen muss, hat es überdies sogar äußerst schwer, in seinem "Traum"-Beruf wieder Fuß zu fassen. Denn wenn er erst einmal einen Ein-Euro-Job angenommen hat, wird es ihm von der Bundesagentur für Arbeit nur selten "gegönnt", einen Filmauftrag anzunehmen, der – mal wieder – nur befristet ist. Ein hartes Los, so ein Leben als "Promi"….
— Samstag, 12. Februar 2011 —
Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Bürger hierzulande Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen (wollen), die aber sehr wohl aufgrund sozialer, gesundheitlicher oder anderer Gegebenheiten "jobtauglich" wären, ist es löblich, dass es andererseits auch Menschen gibt, die andere Ziele verfolgen. Und so setzen Letztere eben alles daran, im Falle eines Verlustes des Arbeitsplatzes rasch eine neue, berufliche Tätigkeit zu finden. Selbst wenn diesbezüglich gegebenenfalls schlechte Aussichten bestehen, suchen sie nach Möglichkeiten, um schon bald wieder "Fuß zu fassen". So nutzen sie unter anderem die Chance, eine neue (Zusatz-)Ausbildung zu absolvieren oder stattdessen vielleicht sogar eine neue Existenz als Selbstständiger zu planen.
Ein oftmals harter und steiniger Weg
Wege und Möglichkeiten gibt es in diesem Zusammenhang also genug. Aber wie heißt es so schön: Man muss nur wollen…. Frei nach dem Motto: "Wo ein Wille, da auch ein Weg" gelingt es oftmals also, Ideen und Pläne von einer neuen, vielversprechenden Zukunft erfolgreich in die Tat umzusetzen, ohne Hartz-IV-Leistungen et cetera in Anspruch nehmen zu müssen.
Träume sind Schäume? Keineswegs!
Natürlich werden dem einen oder anderen im Zuge dessen nur allzu häufig auch Steine in den Weg gelegt. Aber – und auch hier lässt sich ohne Weiteres ein bekanntes Sprüchlein anbringen – auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen…. So gibt es allerdings diejenigen, die sich nichtsdestotrotz rasch wieder entmutigen lassen und bei den ersten Misserfolgen (sprich: Bewerbungsabsagen) wieder den "Kopf in den Sand stecken". Aber es gibt auch Leute, die sich von Hindernissen geradezu angespornt fühlen und mit Ehrgeiz, Durchsetzungsvermögen und Disziplin alles daran setzen, um ihre Träume von einem erfolgreichen Berufsleben oder Unternehmerdasein tatsächlich durchzusetzen. Von denjenigen, die aber daherkommen allein mit der Absicht, so lange wie möglich vom ach so "großzügigen" deutschen Staat zu leben, soll hier hingegen keine Rede sein.
— Samstag, 22. Januar 2011 —
Ein stetes Hoffen und Bangen: zunächst hieß es, die geplante Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze würde nun doch nicht durchgesetzt. Dann war in den Medien immer mal wieder zu hören, dass Langzeitarbeitslose sehr wohl mit einer gewissen Erhöhung ihrer Leistungen rechnen könnten. Und das schon sehr bald. Tatsächliche Entscheidungen wurden auf Regierungsebene jedoch bis dato nicht getroffen. Und so scheinen die Spekulationen in diesem Zusammenhang einfach kein Ende nehmen zu wollen. Was nun? Seit einigen Tagen hört man häufig, dass in diesem Jahr die Hartz-IV-Sätze sogar gleich zwei Mal angehoben werden sollen. Was soll der kleine Mann auf der Straße denn nun glauben? Ist all' das Hin und Her wieder nur eine gezielte Irreführung bedürftiger Bürger? Man wird sehen. Wie immer heißt es also auch jetzt: abwarten und der Dinge harren, die da noch kommen mögen….
Gleich zwei Steigerungen in Sachen Hartz-IV?
Wie die "Süddeutsche Zeitung" unlängst berichtet hatte, wird aktuell heiß darüber debattiert, dass in diesem Monat die Hartz-IV-Leistungen um fünf Euro angehoben werden sollen. Selbiges ist für den Juli geplant. In Anlehnung an die Angaben des Statistischen Bundesamtes im Zusammenhang mit der aktuellen Lohn- und Preisentwicklung kann also im Sommer gut und gerne mit einer weiteren Erhöhung von fünf Euro gerechnet werden. Die Grundlage dieser Pläne bilden unter anderem auch die in vielen Branchen erhöhten Löhne und Gehälter.
Werden bald womöglich erneut kritische Stimmen laut?
Inwiefern gerade dieser Umstand jedoch die letztendliche Erhöhung der Einkünfte auch für die nicht arbeitende Bevölkerung rechtfertigt, wird sicherlich schon bald erneut für heiße Diskussionen bei den Bürgern sorgen. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass die Verbraucher zwar im Jahre 2009 mit gestiegenen Lebensmittelpreisen zu rechnen hatten, nicht aber in diesem Jahr. Aussagen führender Politiker mit dem Tenor: "Arbeit müsse sich endlich wieder lohnen" klingen angesichts dessen nach Meinung immer mehr Arbeiter und Angestellter in der Tat wie Hohn.
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