— Archiv für den Tag „Hartz IV” —
— Samstag, 16. April 2011 —
Erst kürzlich ging die Meldung "wie ein Lauffeuer" durch die Medien, dass Thilo Sarrazin mit einigen seiner Äußerungen dazu beitrage, dass sich hierzulande immer weniger Ausländer niederlassen bzw. immer mehr abwandern. Aber wie dem auch sei: eine aktuelle Studie des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leipzig-Uni Hannover hat gezeigt, dass sich im Vergleich zu deutschen Bürgern weitaus mehr Migranten dazu entscheiden, hierzulande den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Liegt das vielleicht auch an den zahlreichen, attraktiven Fördermöglichkeiten, die unser Staat zu bieten hat? Möglich. Denn Fakt ist, dass Menschen mit Migrationshintergrund dieselbe finanzielle Unterstützung aus öffentlichen Kassen zuteil wird, wie deutschen Bürgern, die bereits jahrelang ihre Beiträge ins Sozialsystem leisten.
Die Chancen hierzulande sind wahrlich verlockend
In den letzten 42 Monaten haben sich gemäß den Untersuchungen des Instituts sieben Prozent der nicht-deutschen Bürger zu einer Existenzgründung entschlossen. Im Gegensatz dazu waren es weniger als fünf Prozent der Nicht-Migranten, die sich dazu entschieden haben, eine berufliche Selbständigkeit anzugehen. Oftmals spielt dabei bei Existenzgründungen durch Ausländer auch das höhere Risiko der Arbeitslosigkeit eine Rolle. Denn Fakt ist nun einmal – Expertenmeinungen zufolge -, dass es Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland relativ schwer haben, einen seriösen Job zu finden.
Mit fundierter Unterstützung hochgesteckte Ziele verwirklichen
In diesem Zusammenhang stehen oft – neben den bekannten Vorurteilen – als Gründe unter anderem massive, sprachliche Probleme im Vordergrund. Sowie auch die Tatsache, dass Ausbildungsabschlüsse, die im Ausland erlangt wurden, in Deutschland nicht (immer) in vollem Umfang anerkannt werden. Ehe man also von den "mickrigen" Hartz-IV-Leistungen leben muss, erscheint der Weg in die Selbstständigkeit dank attraktiver, staatlicher Finanzspritzen für viele Menschen mit Migrationshintergrund denkbar vielversprechend. Es gibt im Übrigen zahlreiche Nationen, in denen man sich wesentlich häufiger beruflich selbständig macht, als dies bei uns der Fall ist. Dementsprechend erscheint es nachvollziehbar, dass es die Einwanderer aus den entsprechenden Ländern ihren "Landsmännern" auch hierzulande gleichtun wollen.
— Sonntag, 6. März 2011 —
Die so genannte "Fünfte Jahreszeit" ist nun in vollem Gange. Und so wird geschunkelt, getanzt und gelacht. Man ist fröhlich, gut gelaunt und der Alkohol fließt in Strömen. Für viele Menschen ist dies in erster Linie eine Zeit der Ablenkung vom beruflichen Stress. Andere wiederum nutzen das "närrische Treiben" vielmehr dazu, um sich von den Sorgen und Finanznöten des Alltags abzulenken. Die Möglichkeit, sich verkleiden zu können, bedeutet aus psychologischer Sicht schließlich gleichwohl die Chance, zumindest für eine kurze Zeit "hinter eine Maske" schlüpfen zu können, die etwas vollkommen anderes darstellt, als man tatsächlich ist.
Gute Laune und Lebensfreude – zumindest nach außen hin
"Auf Knopfdruck fröhlich sein", das können oder wollen freilich nur wenige. So kommt es einerseits vor, dass sich der eine oder andere während der Faschingszeit lieber in den eigenen vier Wänden "verkriecht". Andererseits gehen gerade jetzt viele Leute in die "Offensive". Frei nach dem Motto: "Wenn nicht jetzt, wann dann…?" Wie dem auch sei – jeder Mensch sehnt sich doch danach, ein Leben führen zu können, ohne finanziell allzu arg eingeschränkt zu sein. All' jene, die aber nur wenig Geld zum Leben haben und womöglich auf Hartz-IV-Niveau existieren müssen, wissen nur allzu gut, was es heißt, mehr und mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Wie bitteschön soll man da in Feierlaune kommen?
Soziale Kontakte – nicht nur für das seelische Wohlbefinden wichtig
Feiern kostet Geld. Weil aber die meisten deutschen Hartz-IV-Empfänger diesbezüglich so gut wie nichts "zu bieten haben", ist guter Rat oft teuer…. Mit der Folge, dass die Teilnahme an Festivitäten – gleich, welcher Art – zwangsläufig mehr und mehr ins Hintertreffen gerät. Und so geraten viele Menschen immer häufiger auf das "gesellschaftliche Abstellgleis". Und all' das nur, weil nach Ansicht vieler Bürger die staatlichen Unterstützungsgelder so ungerecht verteilt werden. Handlungsbedarf ist also in jedem Fall gefragt!
— Samstag, 5. März 2011 —
Im Gegensatz zu so manchem Hartz-IV-Empfänger, die größtenteils gar nichts oder nur bedingt etwas zu unserem Sozialsystem beigetragen haben, gerieten Senioren hierzulande offenbar mehr und mehr ins Hintertreffen. Zumindest, wenn es um die Anhebung (staatlicher) finanzieller Leistungen geht. Denn immer wieder ist von Diskussionen in Sachen Hartz IV und Co. die Rede. Aber Rentenerhöhungen? Bis dato Fehlanzeige. Zumindest in den letzten zwei Jahren hofften ältere Damen und Herren hierzulande bekanntlich vergeblich darauf, endlich wieder ein paar Euro mehr im Portemonnaie zu haben.
Positive Meldungen machen Mut
Sicherlich: in den vergangenen Wochen und Monaten war immer wieder die Rede vom Aufschwung in Industrie und Wirtschaft. Aber in vielen Bereichen hatten vor allem diejenigen, die keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen, die Nase vorn. Ja, selbst Arbeitnehmer hatten in Sachen Lohn- und Gehaltserhöhung oft genug das Nachsehen. Und ebenso die Senioren.
Auch mehr Geld für Menschen im Ruhestand?
Mehr als zwanzig Millionen Rentner dürfen sich aber nun doch freuen: die Rentenbezüge werden schon bald ansteigen. Und zwar um sage und schreibe ein Prozent. So jedenfalls ist aktuell immer wieder in Medienberichten zu hören. Aber wenn man ehrlich ist: was ist ein Prozent? Herzlich wenig, in der Tat. Aber gehen die Senioren trotz dieser wahrlich nur sehr geringen Anhebung wutentbrannt und voller Pessimismus auf die Straße und protestieren, "was das Zeug hält", so wie das im Rahmen unterschiedlicher Hartz-IV-Debatten oft genug der Fall war? Nein. Im Gegenteil, wieder einmal finden sie sich mit den Gegebenheiten ab. Meistens jedenfalls. Dabei hätten sie sehr wohl das Recht, auf die Straße zu gehen, sich für ihre Rechte einzusetzen und ihrem Unmut offiziell Luft zu machen. Schließlich haben sie in der Regel über viele, viele Jahre hinweg eifrig in die Sozialkassen eingezahlt. Ganz im Gegensatz zu so manch' anderem Bürger, der hierzulande soziale Leistungen bezieht, ohne jemals etwas dafür "geleistet" zu haben.
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