— Archiv für den Tag „Hartz IV” —

— Sonntag, 18. September 2011 —

Trauriger Rekord in Sachen Hartz IV [ Keine Kommentare ]

Es ist ja nunmehr hinlänglich bekannt, dass es hierzulande eine Vielzahl von Menschen gibt, die sich offenbar recht wohl dabei fühlen, auf „Staatskosten“ zu leben. Warum schließlich arbeiten, wenn es doch auch andere Mittel und Wege gibt, zu Geld zu kommen? Dabei soll in diesem Zusammenhang freilich nicht von den Menschen die Rede sein, die trotz vieler Rückschläge immer wieder versuchen, einen seriösen Job zu finden. Oder von Personen, die aufgrund bestimmter unglücklicher Lebensumstände in die Situation gekommen sind, von Hartz-IV-Leistungen leben zu müssen. Vielmehr geht es hier um Leistungsbezieher, die (immer wieder) falsche Tatsachen vorspielen, Vereinbarungen oder Gesetzmäßigkeiten nicht einhalten, Eingliederungsvereinbarungen nicht abschließen oder die sich schlichtweg weigern, Jobangebote anzunehmen.

Langsam kehrt Routine ein…

Und so wurden im vergangenen Jahr sage und schreibe 828.300 Sanktionen (sprich: Leistungskürzungen oder -streichungen) gegenüber Hartz-IV-Empfängern ausgesprochen. Wie Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesarbeitsagentur, unlängst bekanntgab, sei diesbezüglich für 2011 ein Rekordwert zu erwarten. Besonders viele Sanktionsmaßnahmen wurden übrigens bei Migranten ohne Job eingeleitet, was jedoch nach Weises Ansicht nicht immer darin begründet sei, dass diese Gruppe auffallend häufig die geltenden Vorschriften missachte. Sondern vor allem sei hier erwähnenswert, dass die Bundesagenturen für Arbeit immer mehr an Routine gewinnen, wenn es um Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger geht…. Seit Neuestem könnten ALG-II-Bezieher unter 25 Jahren sogar schon beim ersten Verstoß eine Leistungskürzung von einhundert Prozent erhalten….

Sollten sich „Betroffene“ nun Sorgen machen?

Wem es hierzulande bisher gelungen ist, auf eine mehr oder weniger unlautere Art soziale Leistungen zu kassieren, wird sich wohl trotz der angeblichen Routine auf Seiten der BA-Sachbearbeiter auch weiterhin in aller Ruhe zurücklehnen dürfen. Denn Statistiken belegen, es sich durchaus lohnen kann, Widerspruch gegen die jeweils auferlegten Sanktionen einzulegen. Immerhin seien 42 Prozent aller eingereichten Widersprüche erfolgreich verlaufen. Darüber hinaus gelang es in nahezu 60 Prozent aller Fälle vor Gericht, Sanktionierungsmaßnahmen abzuwenden. Bleibt zu hoffen, dass diese Angaben nicht als eine Art „Freifahrtschein“ für Hartz-IV-Betrüger und Schmarotzer betrachtet werden….

 

Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/2011-das-rekordjahr-der-hartz-iv-sanktionen-53213.php

— Freitag, 16. September 2011 —

Steigt die Zahl der Arbeitslosen bald erneut an? [ Keine Kommentare ]

Noch vor wenigen Monaten war die Freude groß: die Finanzkrise schien vorüber, die Unternehmen stellten wieder vermehrt Arbeitskräfte ein und der Enthusiasmus über die positiven Veränderungen war groß. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger reduzierte sich, es wurden neue Unternehmen gegründet, die Auftragsbücher renommierter Unternehmen füllten sich wieder und der Optimismus schien grenzenlos….

Das „böse“ Erwachen?

Mittlerweile scheinen sich die Gegebenheiten allerdings drastisch geändert zu haben. Denn seit einigen Wochen ist in den Medien immer wieder von wirtschaftlichen Einbrüchen und schlechten Prognosen zum Jahresende die Rede. Dennoch gab es immer wieder Experten, die die Sachlage weitestgehend relaxt betrachteten und die möglicherweise bevorstehende „Flaute“ nur als kurzfristig und irrelevant bezeichneten. Jetzt aber machen neue, düstere Meldungen die Runde. Jetzt sind immer mehr Wirtschaftsexperten und Konjunkturforscher der Ansicht, dass es mit der deutschen Wirtschaft erneut steil bergab gehen könne. Und zwar mehr noch, als im Jahre 2009. Nicht mehr nur von einem „Schwächeln der Wirtschaft ist die Rede, sondern mittlerweile gar von einer erneuten Rezession.

Werden die Fachleute Recht behalten?

Nach Angaben das RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung)  ist auch im Jahre 2012 mit einem massiven Rückgang des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Ging man diesbezüglich noch vor einigen Wochen von einem Wert von 2,3 Prozent aus, spricht man nun von gerade einmal einem Prozent. Schuld für die wiederholte, negative Entwicklung sei übrigens nicht nur die aktuelle Schuldenkrise im europäischen Sektor. Sondern vor allem die Angst vor einer Verschlechterung der Schuldenmisere trage dazu bei. Überhaupt ist nach Angaben von Roland Döhm (Sprecher der RWI) die aktuelle Verschlechterung des internationalen Umfeldes ein relevanter Faktor für diese prekäre (wirtschaftliche) Lage in Deutschland. Aber mittlerweile sind sogar einige der „Reichen und Schönen“ hierzulande dazu bereit, etwas an der Finanzmisere Deutschlands zu verbessern. So hat sich unter anderem Marius Müller-Westernhagen dazu bereit erklärt, freiwillig mehr Steuern zu zahlen, als nötig….

— Samstag, 10. September 2011 —

Höhere Energiekosten = Höhere finanzielle Probleme für Hartz-IV-Empfänger [ Ein Kommentar ]

Viele Menschen leiden heute in besonderer Weise unter den nahezu stetig steigenden Energiekosten. Vor allem Hartz-IV-Empfänger haben es in diesem Zusammenhang alles andere als leicht. Sicherlich erhalten Langzeitarbeitslose einen gewissen Anteil von Vater Staat, um die Kosten für Energie zu decken. Aber wie die Gemeinnützige Gesellschaft für Verbraucher und Sozialberatung (GVS) unlängst herausgefunden hat, liegen diese Regelleistungen im Normalfall meist unter dem tatsächlichen Kostenniveau. Und das führt nicht selten dazu, dass sich die Kostenschlinge immer enger um den Hals von Hartz-IV-Empfängern zieht, und somit das Risiko eines riesigen Schuldenberges immer größer wird.

Wo nicht gezahlt wird, wird abgeschaltet

Wenn die Stromkosten letztlich nicht mehr aufgebracht werden können, drohen in den meisten Fällen Zwangsabschaltungen. Aber auch diese tragen dazu bei, dass der finanzielle Druck stetig weiter zunimmt. Denn neben den ohnehin zu zahlenden Rechnungen fallen bekanntlich Gebühren für Abschaltung und Verwaltung an. Ein Rattenschwanz…. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise alleinstehende Hartz-IV-Empfänger einen Regelsatz von 321,80 Euro erhalten, der vergleichsweise günstigste Stromanbieter jedoch durchschnittlich 450 Euro verlangt, wird schnell deutlich, wie hoch die finanziellen Risiken allein in diesem Bereich sind.

Sparen – aber wie?

Natürlich liegt es aus der Sicht der Verbraucher nahe, angesichts dessen umgehend den Anbieter zu wechseln. Aber auch in diesem Punkt wird es für viele Hartz-IV-Empfänger mitunter schwierig. Denn wer in der Vergangenheit schon nicht imstande war, seine Stromrechnungen pünktlich zu begleichen, wird im Falle eines Wechselantrages oft wegen schlechter Bonität von vornherein abgelehnt. Das führt letztlich dazu, dass die meisten Betroffenen auf die örtlichen Strombetreiber angewiesen sind. Allerdings sind hier die Kosten für Energie meist weitaus höher, als bei privaten Anbietern. Wie ist es möglich, diesem Teufelskreis dauerhaft zu entfliehen? Da helfen auch die Klagen und Beschwerden von Sozialverbänden oder Arbeitslosen-Gruppierungen oft nur wenig….

Pages: 1 2 3 4 5 6 7 8 ... 37 38 39 »