— Archiv für den Tag „Hartz IV” —

— Sonntag, 11. Juli 2010 —

In den Ferien arbeiten – und dann auch noch den Staat “re-finanzieren”? [ Keine Kommentare ]

Was zunächst unglaublich erscheinen mag, ist in der Tat Realität. Denn Kinder aus Hartz-IV-Familien, die sich während der Sommerferien etwas dazuverdienen wollten, wurden bislang bereits wenig später vom Amt "zur Kasse gebeten": ein bestimmter Anteil der Einnahmen, die den gesetzlich erlaubten Mindestsatz übersteigen, steht nämlich nicht den Hartz-IV-Empfängern zu, sondern dem Staat.

 

Nur ein Bruchteil schafft tatsächlich "den Absprung"

 

Statistiken zufolge verhält es sich so, dass Kinder, deren Eltern über viele Jahre hinweg Leistungen von staatlicher Seite her bezogen, über kurz oder lang ebenfalls in die "Hartz-IV-Falle" tappen. Man hat es ihnen ja nicht anders "vorgelebt". Wer sollte es ihnen da verübeln?

 

Und die Tatsache, dass die lieben Kleinen nach wochenlanger Verrichtung meist anstrengender Arbeiten während der Ferienzeit einen (Groß-)Teil des Geldes wieder abdrücken müssen, trägt wohl auch nicht gerade zur Motivation der Jugend bei, im Erwachsenenalter "richtig" arbeiten zu gehen. Denn wer geht schon gern arbeiten, während andere Urlaub machen, um vielleicht einen Aufenthalt im Ferienlager oder den Führerschein zu finanzieren – und zahlt dafür im Nachhinein auch noch drauf?

 

Überhaupt wird man ja eh' häufig genug von bestimmten Zeitgenossen, die es sich hierzulande "auf Staatskosten" so richtig gutgehen lassen, mit einem überheblichen Lächeln "belohnt", wenn man trotz derartiger Voraussetzungen überhaupt noch arbeiten geht….

 

Besserung in Sicht…?

 

Eine aktuelle Neuerung im entsprechenden Paragraphen-Dschungel soll arbeitswilligen Jugendlichen aber künftig Mut machen: Schüler bis zum 25. Lebensjahr dürfen das während der Ferienzeit verdiente Geld behalten, sofern die (kalenderjährlich bemessene) Höhe nicht über 1.200 Euro liegt und die Dauer der Tätigkeit einen Zeitraum von vier Wochen nicht überschreitet.

— Freitag, 18. Juni 2010 —

Urlaub – einmal anders [ Keine Kommentare ]

Mal angenommen, ein Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit wäre dazu gezwungen, aus finanziellen Gründen dauerhaft ein Dasein in einem Wohnmobil zu "fristen" – wie bitteschön würde er sich wohl dabei fühlen? Ein Gedankengang, der auf den ersten Blick in der Tat äußerst abwegig erscheint. Schlimm genug allerdings, dass es hierzulande sehr wohl eine Vielzahl bedürftiger Menschen gibt, die aus finanziellen Gründen ganz einfach keine andere Chance haben, als in einer solchen "Camping-Behausung" zu leben. Tragisch – aber leider keineswegs unüblich.

Die finanzielle Unterstützung vom Staat ist so gut wie sicher

Wie nun aktuell das Bundessozialgericht in Kassel entschied, ist es Hartz-IV-Empfängern durchaus möglich, eine "Aufwandsentschädigung" für die Betriebskosten ihres Wohnwagens in Anspruch zu nehmen. Natürlich nur dann, wenn das betreffende Gefährt auch tatsächlich und nachweislich als "Wohnsitz" genutzt wird. Mancher Sachbearbeiter mag in Anbetracht dessen möglicherweise die Ansicht vertreten, dass eine solche Verfahrensweise durchaus legitim und ganz und gar nicht ungewöhnlich ist. Die Steuern und Versicherungen, die das Wohnmobil Monat für Monat verschlingt, sind schließlich kein "Pappenstiel". Ein Schelm, der Böses dabei denkt…. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass die finanziellen Aufwendungen für Benzin, Pflege und Wartung dahingegen nicht vom Amt erstattet werden, kommt so mancher sicherlich ins Grübeln. Denn die Begründung der Karlsruher Richter lautet tatsächlich so, dass letztere Kosten in keiner Weise mit der benannten Funktion als Unterkunft in Verbindung stehen.

Ein menschenwürdiges Leben…?! Wohl kaum.

Wie dem auch sei: Geklagt hatte ein 55jähriger Mann aus dem Großraum Kaiserslautern, der im Jahre 2005 arbeitslos geworden war. Weil er vom Hartz-IV-Regelsatz, der bekanntlich gerade mal 345 Euro beträgt, den bisherigen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren konnte, entschloss er sich aus der Not heraus, in ein über 20jähriges Wohnmobil umzusiedeln. So weit, so schlecht. Denn anfänglich war es für ihn sogar nur unter größten Anstrengungen möglich, zumindest eine kleine, finanzielle Unterstützung für die dringend erforderliche Propangasheizung von der Bundesagentur für Arbeit bewilligt zu bekommen. Eisige Zeiten für Hartz-IV-Empfänger….

— Freitag, 14. Mai 2010 —

Schmarotzer gibt es hierzulande wahrlich genug… [ Keine Kommentare ]

…und nahezu täglich kommen weitere hinzu. Die einen wissen offenbar nur allzu gut, welche Möglichkeiten es in Deutschland gibt, durch die Inanspruchnahme öffentlicher Leistungen (dauerhaft) zu Geld zu kommen, (natürlich) ohne dafür auch noch "lästiger" Arbeit nachgehen zu müssen. Und ganz offenbar scheint es sich "herumzusprechen", wie leicht es doch ist, auf diese Weise die Haushaltskassen aufzubessern.

Alles umsonst…?!

Andere wiederum bemühen sich nicht selten über Monate hinweg ernsthaft um einen Job. Das makabere Problem dabei ist jedoch nur allzu häufig, dass viele Arbeitnehmer nicht einmal die "Butter auf dem Brot" verdienen – trotz anstrengender Acht- oder sogar Zwölfstundentage.

Freilich, diese Situation ist bekannt, aber selbst auf Regierungsebene weiß man sich ganz augenscheinlich keinen Rat. Trotz allem gibt man sich allerdings nach außen hin zuversichtlich. So wird zum Beispiel durch die "Umstrukturierung" diverser Statistiken die Arbeitsmarktsituation beschönigt, oder man spricht stattdessen sogar von einem "Frühjahrsaufschwung", obwohl die Zahl der Hartz-IV-Empfänger um mehr als zwei Prozent angestiegen ist. Ein Widerspruch in sich?!

Beunruhigende Fakten

Im Übrigen sind sage und schreibe 1,325 Millionen Arbeitnehmer auf den unterstützenden Bezug von Hartz-IV-Leistungen angewiesen – eine Zahl, die in der Tat sehr zu denken gibt. Das ergibt immerhin einen Gesamtbetrag von fast 11 Milliarden Euro…! Tendenz übrigens auch weiterhin steigend. Im Jahr zuvor waren es noch "gerade mal" rund 1,3 Millionen Arbeitnehmer.

— Sonntag, 2. Mai 2010 —

Die “armen” Jugendlichen…. [ Keine Kommentare ]

"Faulfieber", fehlende Motivation, die "Macht der Gewohnheit", eine "denkwürdige" Einwanderungspolitik, ein oftmals leider nur unzureichendes Bildungsniveau… All' diese Punkte sind nach Ansicht vieler Bürger in erster Linie die Ursache dafür, dass immer mehr Jugendliche hierzulande Hartz-IV-Empfänger sind bzw. werden. Dabei ist in diesem Zusammenhang übrigens von fast 200.000 jungen Menschen unter 25 Jahren die Rede. Eine Zahl, die man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen sollte…

Wo bleibt die Motivation?

Viele Leute sind der Meinung, dass es den Jugendlichen auf der einen Seite ohnehin relativ leicht gemacht wird, denn Bildungsangebote, Arbeitsvermittlungsprojekte, Förderprogramme & Co. gibt es ja mittlerweile wie "Sand am Meer". Andererseits ist aber auch Fakt, dass insbesondere die finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite wohl kaum zu einer Motivierung der jungen Leute beiträgt, sich überhaupt noch um einen Arbeitsplatz zu bemühen, geschweige denn bereits in der Schule etwas für die eigene Bildung zu tun.

Auch die Eltern dieser Jugendlichen machen es ihnen ja oft genug vor – und auch bei deren Nachkommen wird sich diesbezüglich möglicherweise nur bedingt etwas ändern.

Warum sollte man sich schließlich um einen Arbeitsplatz bemühen, wenn man doch eh' zuverlässig und regelmäßig mit Geld aus den öffentlichen Kassen rechnen kann? Freilich: die einen halten diese Gegebenheiten für geradezu unverzichtbar und noch dazu dringend erforderlich, andere wiederum sind da völlig gegensätzlicher Meinung.

…und wieder werden wohl kritische Stimmen laut

Wie dem auch sei: in jedem Fall sorgt gerade dieses Thema immer wieder für Gesprächsstoff, sowohl zwischen den deutschen Bürgern, als auch in den Medien. Und deshalb dürfte sicher auch der folgende Bericht für den einen oder anderen in gewisser Weise informativ sein. Zugleich wird er wohl auch für jede Menge Aufregung sorgen und den Unmut zahlreicher Bürger aus der arbeitenden Bevölkerungsschicht hervorrufen…: 

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-04/16774178-stern-tv-reportage-in-meiner-familie-arbeitet-niemand-zweite-generation-hartz-iv-am-4-mai-um-22-15-uhr-bei-vox-007.htm

— Samstag, 24. April 2010 —

Auch Hartz-IV-Empfänger müssen mal ‘raus [ Keine Kommentare ]

Warum sollte es immer nur den Reichen bzw. den Besserverdienenden möglich sein, in Urlaub zu fahren oder ein paar interessante "Fleckchen Erde" kennenzulernen? Auch Hartz-IV-Leistungsbezieher sehnen sich doch ganz bestimmt auch mal danach, mal "über den Tellerrand" zu blicken" und ferne Länder zu bereisen.

Sicherlich, dem einen oder anderen ist es trotz (oder vielleicht sogar gerade wegen) Hartz IV sehr wohl möglich, die Welt im Rahmen eines ausgedehnten Urlaubs zu entdecken oder in regelmäßigen Abständen die lieben Verwandten im Ausland zu besuchen…. Aber die wirklich Bedürftigen gucken dabei – wie so oft – wieder mal nur "in die Röhre".

Das Internet weiß Rat

Das allerdings könnte sich unter Umständen nun sehr rasch ändern. Lediglich Schnelligkeit und ein bisschen Flexibilität sind nun gefragt. Wenn man sich im Internet einmal genau umschaut, wird man relativ rasch fündig auf der Suche nach interessanten Dingen, die den Alltag "versüßen" könnten. So bietet sich einem nicht nur eine ganz besonders "lukrative" Schnäppchenwelt im world wide web, sondern darüber hinaus sogar die Möglichkeit, eine mehr als preisgünstige Unterkunft in einem Dubliner, Berliner oder auch New Yorker Hostel buchen zu können. Für sage und schreibe gerade mal 20 Cent! 

In der Zeit vom 26. bis zum 30. April 2010 kann jeder, der Lust hat auf http://blog-de.hostelbookers.com/ eine Buchung für bis zu zwei Betten vornehmen. Tag für Tag werden auf dem vorgenannten Internetportal ab 15 Uhr über hundert Unterkunftsangebote offeriert. Einen kleinen "Haken" gibt es dabei allerdings doch: die "Eincheck-Termine" sollten nach Möglichkeit im Zeitraum vom 31. Mai bis zum 4. Juni 2010 liegen.

Mit kleinem Budget "groß 'rauskommen"

Wer also mit kleinstem Budget mal nach Edinburgh, Dublin, Krakau, Barcelona, New York & Co. reisen will, hat jetzt endlich die Gelegenheit! Es handelt sich bei der ganzen Aktion übrigens einfach um ein "Dankeschön"-Event zum sechsten Geburtstag des betreffenden Internetportals. Eine wirklich gelungene Geste!


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