— Archiv für den Tag „Hartz-IV-Empfänger” —

— Sonntag, 9. Dezember 2012 —

Hartz-IV-Empfänger sollen Nichtraucherkurs besuchen – sonst Sanktionen [ 26 Kommentare ]

Momentan scheint kein Tag zu vergehen, an dem nicht ein Jobcenter mit fragwürdigen Methoden auf sich aufmerksam macht. Jetzt ist das Jobcenter im niedersächsischen Nienburg in den Blickpunkt gerückt. Denn dort will man versuchen, Hartz-IV-Empfänger zwangsweise zu Nichtrauchern zu machen.

Hierfür lädt das Jobcenter Hartz-IV-Empfänger zu einem sogenannten “Rauchentwöhnungskurs” ein. Das Besondere: In dem Anschreiben wird gleich darauf hingewiesen, dass ein Versäumnis dieses Termins sanktioniert werde.

Die entsprechenden Paragrafen werden gleich mit aufgelistet. Wieder ein Beispiel dafür, wie das Jobcenter versucht, mündigen Bürgern ihre Rechte zu nehmen. Denn mit diesem Vorgehen überschreitet das Jobcenter seine Befugnisse deutlich.

Ach ich finde es einfach schön, das man dabei sehen kann, das die Nullen nicht nur in der Mathematik evizient sind, sondern auch Hinter einem Schreibtisch im Jc in Nienburg.

— Sonntag, 21. August 2011 —

Ein-Euro-Jobber aufgepasst: sind bald womöglich massive Änderungen in Sicht? [ Keine Kommentare ]

So mancher Hartz-IV-Empfänger ist in der Tat froh, wenn er zumindest durch einen so genannten Ein-Euro-Job die Chance bekommt, etwas zu tun, aktiv zu sein, und so dem „Trübsal blasen“ in den eigenen vier Wänden zu entkommen. Natürlich gibt es in diesem Zusammenhang aber durchaus auch die andere Seite: diejenigen, die einzig und allein darauf bedacht sind, hierzulande zu leben, „fleißig“ den deutschen Staat „schröpfen“ können, aber – bitteschön – nichts dafür tun müssen. Aber von dieser „Spezies“ soll hier einmal nicht die Rede sein…

Gibt es bald keine Ein-Euro-Jobs mehr?

Mittlerweile fordern Arbeitgeber und Gewerkschaften, dass die Ein-Euro-Jobs in absehbarer Zeit mehr und mehr „in der Versenkung verschwinden“ sollen. Grund dafür sei in erster Linie, dass das Missbrauchspotenzial auf diesem Sektor ungewöhnlich hoch sei. Fakt ist nämlich, dass entsprechende Kontrollen in diesen Bereichen bis dato äußerst selten durchgeführt werden. Außerdem stehen hierfür auch nur in begrenztem Maße Mittel zur Verfügung. Und so ist geplant, für das Jahr 2014 das Budget von bisher fünf Milliarden Euro auf nurmehr drei Milliarden Euro zu kürzen.

Ein striktes „Nein“ von Seiten der Kommunen

Zwar konnte man in der jüngsten Vergangenheit durchaus von einem Konjunkturaufschwung reden, aber Fakt ist, dass diese positive Entwicklung nahezu vollends an den Hartz-IV-Empfängern vorbeigegangen ist. Was also sollen diejenigen tun, die per sé so gut wie keine Chancen (mehr) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben? Ein-Euro-Jobs waren für diese Menschen bisher eine sinnvolle und vor allem oftmals willkommene „Abwechslung“ im sonst so trüben Alltag. Nichtsdestotrotz denkt man auch hier in erster Linie ans Sparen. So sollen beispielsweise im Rahmen der Instrumentenreform die arbeitsmarktpolitischen Gegebenheiten gestrafft und gleichzeitig wirtschaftlicher gestaltet werden. Bleibt nun in jedem Fall zu hoffen, dass sich die „Herren in den dunklen Anzügen“ recht bald einig werden, und dass etwaige Änderungen nicht (erneut) auf Kosten der Schwächsten innerhalb unserer Gesellschaft gehen….

— Freitag, 12. August 2011 —

Eine gute Idee – die kulturelle “Tafel” für Bedürftige [ Ein Kommentar ]

Die Idee mit der „Tafel“ erfreut sich seit ihrer „Erfindung“ bei vielen Hartz-IV-Empfängern und Bedürftigen einer stetig wachsenden Beliebtheit. Und so haben sich bis heute in immer mehr deutschen Städten helfende Hände zusammengetan, die es den Menschen in unserer Gesellschaft, denen es finanziell nicht ganz so gut geht, ein wenig leichter machen wollen. Denn Fakt ist ja, dass die Lebenshaltungskosten in diesem, unserem Lande nahezu stetig ansteigen. Wer berechtigt ist, bei der lokalen Tafel „einzukaufen“, kann auf diese Weise sicherstellen, dass der Kühlschrank daheim stets gut gefüllt ist. Und zwar mit Nahrungsmitteln, die von hilfsbereiten Supermärkten, Obst- und Gemüsehändlern et cetera bereitwillig gespendet wurden. Und nun gibt es künftig wohl auch eine „Tafel“ für bedürftige Kultur-Fans.

Kostenlos ins Theater – wo gibt’s denn sowas?

Die Kultureinrichtungen in Celle gehen mit gutem Beispiel voran. So kommt es mitunter vor, dass in Celle Theaterkarten nicht verkauft oder nicht abgeholt werden können. Statt diese Karten jedoch als wertlos zu betrachten und zu entsorgen, haben sich die Initiatoren nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie bieten Geringverdienern, Hartz-IV-Empfängern oder Alleinerziehenden die Möglichkeit, diese nicht verkauften Tickets zu nutzen und kostenlos ins Theater gehen zu können.

Kultur erleben – nicht nur was für die „Reichen und Schönen“…

Nur selten ist es bedürftigen Menschen bekanntlich noch vergönnt, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen. Denn die kosten in der Regel Geld. Finanzielle Mittel stehen Hartz-IV-Empfängern allerdings nur in einem sehr begrenzten Rahmen zur Verfügung. Somit ist die „Kultur-Aktion“, die in Celle vor kurzem ins Leben gerufen wurde, wahrlich eine willkommene Idee. Übrigens gibt es ähnliche Projekte mittlerweile auch in anderen deutschen Großstädten. So zum Beispiel in Hamburg, in Berlin und in Marburg. Wie schön wäre es, wenn – ähnlich wie die Lebensmittel-Tafel – die „Kultur-Tafel“ in immer mehr Städten etabliert werden könnte. Das Leben ist schließlich gerade für Bedürftige alles andere als leicht. Und sicherlich bringt die eine oder andere kulturelle Veranstaltung wieder ein wenig Licht in den oftmals so tristen Alltag….

 

Quelle: http://web.de/magazine/nachrichten/newsticker/13430884-celle-beduerftige-kostenlos-ins-theater.html

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