— Archiv für den Tag „Hartz 4” —

— Freitag, 10. Juli 2009 —

Deutschlands faulster Arbeitsloser [ Keine Kommentare ]

— Freitag, 26. Juni 2009 —

Wie wir unsere Kinder zu Hartz 4-Empfängern machen [ Keine Kommentare ]

Ich habe gestern, am 25.06.2009, zufällig von ZDF die Reporter um 21:00 Uhr gesehen. Zunächst dachte ich, na ja, man wird wohl wieder über die Wirtschaftskrise, der sinkenden Konjunktur und der sinkenden Kaufkraft der Verbraucher berichten. So wie es seit einigen Monaten in nahezu jeder Dokumentation, Reportage und Berichterstattung der Fall ist. Doch diesmal waren wirklich einige gute Themen der beiden, unter anderen ging es um Jugendliche, die nicht einmal ihren Hauptschulabschluss geschafft haben. Entweder aus persönlichen Gründen, Familie oder einfach nur weil sie faul waren und niemand hinter ihnen stand, der ihnen einmal auf die Finger klopft.

Schule setzt zu spät an – individuelle Förderung und Erfolge und spornen diese Jugendlichen an

In der Hauptschule abgestempelt, weil noch nicht einmal Multiplikation, Addition und Kontraktion richtig und flüssig funktionieren. Dann kommt man nicht aus den Federn, verschlafen, Wecker unter dem Kissen versteckt und was weiß ich noch für Ausreden. Aber letztlich kann man den Jugendlichen keinen Vorwurf machen, es ist ja niemand da, der ihnen als Vorbild dienen kann und sie dahingehend fördert. Also hat die Schule die verdammte Pflicht, diese armen Gerichte an die Hand zu nehmen und Ihnen zumindest das nötigste in Sachen Pünktlichkeit, Ordnung und Benehmen beizubringen. Dann sollten Lernerfolge auch kein Problem mehr sein und wie der Lehrer im Filmen und im Beitrag Setzen, sechs! Versagen die Schüler oder die Schule? richtig sagte, auch in seiner Lehrmethodik umsetzte, zählen hier schon die kleinen Erfolge für diese Schüler. Einfach mal gelobt zu werden, auch handwerklich etwas beweisen zu können, um letztlich den Absprung doch noch zu schaffen.

Ein Test muss über Weh und Ach entscheiden

Am Schluss mussten die Kandidaten einen Wissens testen in Mathematik ablegen, welcher darüber entscheiden sollte, ob sie den weiterführenden Sprung zum Hauptschulabschluss schaffen beziehungsweise dort aufgenommen werden. Nur so können sie eine Lehre und damit eine geregelte Zukunft beginnen. Einige haben das natürlich in dieser Stresssituationen total vermasselt und sitzen nun förmlich auf der Straße. Diese Maßnahme läuft irgendwann aus und der Jugendliche hat seine letzte Chance gehabt. Keinen Hauptschulabschluss, keine Lehrstelle und mit diesen Qualifikationen auch keine Chancen etwas zu bekommen, wo man auf Dauer Geld mit verdienen kann und auch sein Leben ordnen beziehungsweise eine Familie ernähren kann.

An dieser Stelle weiß man schon als Zuschauer, dass der Junge zum Arbeitsamt oder zur Arge gehen muss, um sich regelmäßig seinen Lebensunterhalt dort zu holen. Ist das etwa das, was wir wollen? Ist das vielleicht die Behandlung, die wir unseren Kindern zugutekommen lassen wollen? Hat nicht in Deutschland jeder ein Recht auf Bildung, auch wenn es etwas länger dauert? An dieser Stelle muss ich Lehrer Redlich vollkommen und bedingungslos Recht geben, wenn er sagt, dass 8.000 € pro Teilnehmer und Jahr wohl im Gegensatz zu den milliardenschweren Paketen für nicht so viel sind, für Jugendliche mit Ausbildung und damit einer Zukunft.

Aber soweit sind wir nun schon, dass wir unsere eigenen Kinder nicht mehr ausbilden können, weil das Geld fehlt oder die Geduld und lieber Banken unterstützen. eines haben wir jedoch erreicht, die warte Seele bei der arger und dem Arbeitsamt werden wohl immer gefüllt seien und wohl auch noch voller werden. So haben wenigstens unsere lieben Beamten der Bundesagentur für Arbeit eine gesicherte Zukunft.

Hier nochmal das Video zum Beitrag.

— Mittwoch, 10. Juni 2009 —

Ein paar Worte an einen Bundesbankvorstand [ Keine Kommentare ]

Wenn man irgendwo neu anfängt, muss man sich erst einmal profilieren. Man kennt das ja. Man grinst freundlich, hält dem Chef die Türe auf oder bringt ein paar forsche Thesen. Thilo Sarrazin ist jüngst Bundesbank-Vorstand geworden, war zuvor Finanzsenator in Berlin und findet, dass Hartz IV – Empfänger es gerne warm haben. Das ist solch eine forsche These. Und das ist ja erst einmal in Ordnung so! Viele Menschen haben es gerne warm. Südsee oder Südpol? Wählen Sie jetzt! Ich ganz persönlich würde mich für die etwas wärmere Region entscheiden. Sie auch? Thilo Sarrazin findet allerdings auch, dass es Hartz IV – Empfänger gerne zu warm haben. Sie würden, so sagt er, oftmals zuviel Energie verbrauchen, weil sie die Temperatur mit dem Fenster regeln und oft Zuhause seien. Genau! Dann nehmen wir die Mißfelder-Äußerungen noch dazu, dass höhere Hartz IV – Leistungen ein Anschub für die Tabak und die Alkoholindustrie bedeuten und was haben wir dann? Einen Hartz IV – Empfänger, der bei voll aufgedrehter Heizung und weit geöffneten Fenstern 24 Stunden am Tag daheim herumsitzt, um Zigaretten zu rauchen und Bier zu saufen. Ist das ein nettes Bild? Nein! Ist das ein realistisches Bild? Auch nein! Wie nannte Ver.di-Landeschef Wolfgang Rose die Worte von Herrn Sarrazin? „Asoziales Gequatsche!“ (Ich hab’s nicht gesagt!) Lassen wir das doch einfach unkommentiert stehen.

Kinder machen reich!?

Wo Herr Sarrazin einmal dabei war, machte er gleich weiter. Das Sozialsystem müsse so geändert werden, dass sich durch Kinder nicht der Lebensstandard verbessern lässt. Das Ganze würde seiner Meinung nach dazu dienen, dass Frauen, die "nicht das Umfeld" oder "die persönlichen Eigenschaften"  besitzen, um Kinder zu bekommen, keine Kinder bekommen. Nun gibt es mit Sicherheit Eltern, die besser keine Kinder bekommen hätten, die findet man aber durchaus auch in wohlhabenden Schichten! Und das mit dem verbesserten Lebensstandard? Mal ehrlich, Herr Sarrazin, das ist doch ein Witz oder? Man verbessert also mit Kindern seinen Lebensstandard, ja? Klasse, dann werde ich ab jetzt keine Arbeit mehr suchen. Ich werde mich nur noch um die Produktion von Nachwuchs kümmern, bis ich reich bin. Kinder sind klasse, ganz ehrlich, aber Kinder kosten! Und sie kosten weitaus mehr, als man bekommt. Um noch eins draufzusetzen, sprach sich Sarrazin übrigens jüngst dann auch gleich noch gegen die Rentenerhöhung zum ersten Juli aus. Die Renten müssen sinken, sagt der Mann. Seine vielleicht?
 

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