— Archiv für den Tag „Gelegenheitsjob” —

— Sonntag, 10. Juli 2011 —

Ferienjobs für Hartz-IV-Empfänger: Neue Regelungen seit Juli 2011 [ Keine Kommentare ]

Sommerzeit – Ferienzeit. Klar, dass sich in diesen Wochen der eine oder andere Hartz-IV-Empfänger Gedanken über eventuelle Zuverdienstmöglichkeiten macht. Denn gerade jetzt bieten sich mitunter attraktive Gelegenheiten, um die Haushaltskasse aufzubessern – und dem „Alltagstrott“ zu entkommen. Seit dem 1. Juli 2011 gelten in diesem Zusammenhang übrigens neue Regelungen, die unter anderem auch die bedarfsmindernde Anrechnung von Erwerbseinkommen vorgeben.

„Ganz nebenbei“ Geld verdienen

Wer zum Beispiel „nebenbei“ ein monatliches Einkommen bis zu einer Höhe von 100 Euro erhält, muss nicht mit Kürzungen rechnen. Bei einem Einkommen von bis zu 1.000 Euro je Monat gelten bis zu 20 Prozent als anrechnungsfrei. Ein monatlicher Verdienst zwischen 1.000 und 1.200 Euro bleibt mit bis zu 10 Prozent anrechnungsfrei. Hierbei gilt im Übrigen zu berücksichtigen, dass bei Haushalten, in denen mindestens ein minderjähriges Kind dauerhaft lebt, ein Erwerbseinkommen von 1.500 Euro zugrunde gelegt wird. Wissenswert ist darüber hinaus, dass in den jeweiligen Grundfreibeträgen die Absetzbeträge zur Riester-Rente, Fahrtkosten, die Werbungskostenpauschale sowie etwaige private Versicherungen bereits enthalten sind.

Kinder unter 25 Jahren haben andere Möglichkeiten

Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und auch noch nicht in einem (bezahlten) Ausbildungsverhältnis stehen, müssen nicht mit Abzügen rechnen, sofern sie sich dazu entschließen, während der Ferienzeit etwas hinzuverdienen zu wollen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn ihr Verdienst nicht höher ist, als 1.200 Euro pro Kalenderjahr. Gleichwohl darf die gesamte diesbezügliche Arbeitszeit, die im Übrigen in den Schulferien liegen sollte, vier Wochen je Kalenderjahr nicht überschreiten. Ferienjobs sind generell eine willkommene Möglichkeit, Eigeninitiative zu zeigen und gerade auch jungen Menschen die ersten Schritte ins „richtige“ Berufsleben näherzubringen. Aber nicht nur das: Kinder aus Hartz-IV-Familien „lernen“ im Zuge dessen meist auch „ganz nebenbei“, wie „motivierend“ es doch sein kann, für das Erbringen einer Leistung Geld zu bekommen. Anders also, als es die Eltern in vielen Fällen vorleben….