— Archiv für den Tag „Geld verdienen” —

— Dienstag, 25. Oktober 2011 —

Das Arbeitsamt kann manchmal anstrengend sein, gerade wenn man überhaupt kein Arbeitslosengeld beantragen möchte [ Ein Kommentar ]

Mein Versuch bestand grundsätzlich darin, mich, nachdem ich das Studium beendete freiberuflich zu melden. Geboren in Leipzig, mit einem Abschluss für Violoncello wollte ich mich als freiberuflicher Künstler in die Welt stürzen, wobei ich in keinster Weise auf den Existenzgründerzuschuss der sächsischen Aufbaubank verzichten wollte. In diesem Zusammenhang ergaben sich jedoch zahlreiche Komplikationen, welche mit der ARGE zusammenhängen. Die größte Aufgabe bestand darin, dass ich beweisen musste, dass ich mit meiner freiberuflichen Tätigkeit genügend Geld verdiene, als dass sich Arbeitslosengeld 2 beziehen müsste, was jedoch schwieriger war, als sich zunächst dachte.

Der Fleiß ist der Preis

In meinem Eifer suchte ich zahlreiche Zettel zusammen, holte alte Rechnungen raus und wies eine übersichtliche Struktur vor, welche beweisen kann, dass sich genügend Geld verdiene. Die Beweislage war absolut eindeutig, was jedoch wenig nutzte, da ich stetig neue Unterlagen benötigte, damit ich endlich eine einfache Unterschrift bekam. Nachdem ich dann eine persönliche Rentabilitätsvorschau speziell für das Arbeitsamt anfertigen musste um zu beweisen, dass sich in den nächsten fünf Jahren kein Arbeitslosengeld benötige, wurde mir nach ungefähr drei Wochen Rennerei und Entbehrungen die Unterschrift genehmigt, dass ich nicht auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen bin.

Stetiger Tropfen höhlt den Stein

In diesem Zusammenhang kann ich jeden Existenzgründer nur dringendst empfehlen, niemals zu unterschätzen, wie wichtig es ist, von Anfang an alle Unterlagen in Bezug auf die eigenen Einnahmen so auszulegen, dass sich eine zukunftsorientierte sinnvolle Darstellung ermöglicht. Des Endes wurde mir dieser Unterschrift gewährleistet und ich bekam die Möglichkeit in die Existenzgründung einzutauchen, wobei die Entbehrungen verhältnismäßig groß waren.

— Montag, 10. Oktober 2011 —

Wir gewährleisten den Einkommenszuschlag in Höhe von 2000 Euro pro Monat [ Keine Kommentare ]

Folgende Mail bekam ich die Tage in mein Postfach…

Unsere Gesellschaft entwickelt sich, wir erweitern den Einflußbereich unseres Busineß in Europa.
Aus diesem Grunde beginnen wir Personalrekrutierung, um freie Stellen unserer Vertreter und Finanzverwalter zu besetzen.

Wir geben Ihnen die Möglichkeit, zusätzliches Bargeld zu verdienen, wenn Sie mit uns zusammenarbeiten. Wir suchen nach ehrlichen,
verantwortungsbewußten, fleißigen Menschen, die mit unserer Gesellschaft in ihrer Region arbeiten könnten.

Wir gewährleisten den Einkommenszuschlag in Höhe von 2000 Euro pro Monat.
Dieses Angebot erfordert von Ihnen keine Investitionen, Sie brauchen auch keine Fachkenntnisse, nur ein paar Stunden Freizeit pro Tag.

Wenn Sie für unser Angebot Interesse bekommen haben, senden Sie Ihr Resümee an unsere E-Mail-Adresse: contact@dewision.org

Es tut uns wirklich Leid, wenn diese Mitteilung für Sie jegliche Unbequemlichkeit verursacht hat.

Bitte fallen Sie nie auf derartige Angebote rein. NIEMAND, wirklich niemand verschenkt im Internet einfach so Geld und sagt nicht mal was dafür getan werden muss.

— Donnerstag, 22. Oktober 2009 —

Mittagessen für weniger als 3 EUR [ Keine Kommentare ]

guenther jauch stern tvAls ich gestern Günther Jauchs Sendung stern TV "Hartz-Haft, aber lecker – Gut kochen trotz Hartz IV" stellte ich mir ernsthaft die Frage, wie man mit einem täglichen Budget von 4,40 EUR alle Mahlzeiten zubereiten und einkaufen soll? Bisher musste ich mir darüber noch keine Gedanken machen. Doch Martina Streibel musste sich Gedanken machen, denn sie bezog / bezieht Hartz IV und wurde ganz schnell mit dem Thema Sparen beim Einkaufen konfrontiert. Dieses Thema wurde schon sehr oft diskuttiert, sich für die paar Kröten gesund und ausgewogen zu ernähren, geht das überhaupt? Hier ein Beispiel, warum Kochen nicht teuer sein muss. Ich kann mich noch genau erinnern, als vor nicht allzulanger Zeit ein Dozent einer deutschen Hochschule oder Universität die Budgetrechnung eines Hartz 4 Empfängers aufmachte und veröffentlichte. Ein risiges Geschrei entbrannte, das könne man doch mit den Leute nicht machen. Heute ist das normal, da zeigt man ihnen wie man günstig kochen kann, wir unterhalten uns über Sparkochkunst und Supermarktfeilscherei. Soll nun jeder Hartz 4 Empfänger ein Kochbuch schreiben?

Geschicktes Einkaufen

Martina StreibelDas Dilemma zwischen schnell kochen, schnell fertigwerden, Bequemlichkeit, vielleicht auch gar nicht richtig kochen können (so wie ich) auf der einen Seite und täglich gesund, frisch zubereitete Mahlzeiten und gleichzeitig leckeres Essen kochen auf der anderen Seite. Das ist wohl das Schwerste an der ganzen Angelegenheit. Es kann mit Sicherheit kein Arbeitsloser behaupten, man könne für 4,40 Euro oder wie es Frau Streibel in ihrem Kochbuch vormacht, sogar für weniger als drei Euro frisches Essen täglich zubereiten. Sehr oft ist es wirklich eine Frage der Faulheit. Die Zeit kein keine Ausrede sein, denn davon sollte jeder Arbeitslose in Deutschland eigentlich genügend haben, wenn er nicht gerade bei einer Umschulung oder Weiterbildung von der Arbeitsagentur eingesetzt wird. Geschicktes einkaufen, sparen beim Einkaufen ist es selbstverständlich die Voraussetzung für derartig günstigeren Gerichte. In dieser Voraussetzung liegt oft auch der Kritikpunkt beim Restauranttester Rach.

Selber kochen oder doch Nudeln?

Mir geht es als nicht kochen könnender ähnlich, die Faulheit und Bequemlichkeit siegt und bevor man zum einkaufen fährt, sich durch einen großen Supermarkt quält hat man schnell eine Pizza bestellt oder ein Baguette aus der Kühltruhe warm gemacht. Oder man geht doch schneller mal zum Döner oder holt für die Kinder einen Bürger. Vielleicht auch Dosenessen oder die bei den Kleinen so beliebten Nudeln mit roter Soße.

Jeder kann kochen? Will auch jeder kochen können?

hartz 4 kochbuchWie aber die Hartz IV Köche bei Günther Jauch zeigen, geht es auch anders. Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese Leute sehr oft und gern kochen, allein durch die Tatsache begründet, dass sie das Kochbuch geschrieben haben und deswegen kochen mussten. Es ist sozusagen das Hobby derjenigen. Wo wir bereits beim Punkt und der Quintessenz in diesem Thema angelangt sind. Die bei Stern TV präsentierten Hartz 4 Köche haben aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht, ein Buch geschrieben, in welchem sie ihr Hobby, das Kochen, beschreiben. Das Thema der Sendung diente daher nur dem Ziel, Harz und ihrer Empfängern auf diesem Wege mitzuteilen, dass sie aus ihrem Leben, ihrem Hobby und einer guten Geschäftsidee aus dem Schlamassel Harz vier herauskommen können. Niemand ist in Deutschland verdammt, diese Stütze bis zum weiteren Ende seines Lebens in Anspruch nehmen zu müssen. Die Sendungen zeigte, dass man mit wenigen Mitteln doch großen Erfolg haben kann. Es sollte nicht vermittelt werden, dass jeder immer frisch und selber und täglich kochen muss. Ich gehe von mir aus: Ich würde wahnsinnig werden, wenn ich jeden Tag selber kochen müsste.

Übrigens

Martina Streibel hat sogar einen Weblog, wo sie Rezepte veröffentlicht, man müsste also noch nicht einmal das Buch für gerade einmal 8,80 € plus zwei Euro Versandkosten zahlen. Wobei das wirklich für ein Kochbuch dieser Kategorie günstig ist. Auch die beiden anderen Hobbyköche Uwe Glinka und Kurt Meier haben eine Internetseite http://www.diesparratgeber.de/ Ihr kann man ihre Geschichte und Informationen, Tipps und Tricks zum Sparen nachlesen.

Mein Tipp:

Es kann nicht jeder ein Kochbuch schreiben, es kann aber jeder zu seiner Situation etwas dazuverdienen und vielleicht auch mit seinem Hobby aus der Hartz 4 Falle raus kommen. Die Voraussetzung ist erst mal, man muss dabei Spaß haben. Geld verdienen muss Spaß machen, also die Arbeit und damit das Geld verdienen.

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Was sagen die Anderen?
  • Dona: Was im Fernsehr kommt besonders solche Sendungen ist eh nur alles gestellt und nicht einmal 2% sind ...
  • Adolarfg01: Karlchen viel bekommst du nicht mehr mit oder? die auf den amt sind selber schuld, wie man in den wa...
  • stephan letsch: es ist hanebüchen was sich die mitarbeiter dieses amtes herausnehmen. ich halte so und so mindesten...
  • Angela: Auch ich habe seit dem Hartz4-Bezug noch kein einziges Arbeitsangebot bekommen vom Jobcenter Lippe/D...