— Archiv für den Tag „Frauen” —

— Freitag, 19. März 2010 —

Der Staat muss sparen – egal, wie…(?) [ Ein Kommentar ]

Da wird sich so manch' einer sicherlich "freuen", in Anbetracht der neuesten Überlegungen unserer Regierung. Denn immer häufiger werden Stimmen laut, dass gewisse soziale Leistungen, wie zum Beispiel ALG II in Zukunft nur noch für einen begrenzten Zeitraum, und zwar für höchstens fünf Jahre gezahlt werden sollen.

Amerika lässt grüßen

Bestimmt bekommt der eine oder andere in diesem Zusammenhang Bedenken. Denn wenn man sich die US-amerikanischen Zustände im Hinblick auf die sozialen Gegebenheiten betrachtet, könnte einem in der Tat angst und bange werden. Stellt sich die Frage, ob Deutschland wirklich bereits auf dem besten Wege ist, eine solche Richtung einzuschlagen?

Gut, die einen werden derartige Pläne womöglich durchaus begrüßen, stellen sie doch in erster Linie auch eine gewisse Motivation für all' jene dar, die es sich bislang nur allzu gern auf Staatskosten bequem gemacht haben. Andere wiederum werden unter diesen Umständen wohl gar nicht mehr nach Deutschland einreisen wollen…. Wozu auch, wenn es schon bald eventuell heißt, für sein Geld tatsächlich auch mal "die Hände schmutzig" zu machen und einer geregelten, beruflichen Tätigkeit nachgehen zu müssen? Wie sonst sollte man schließlich den "3er BMW" finanzieren…?!

Es besteht durchaus Handlungsbedarf

Wenn man sich einmal einen Artikel in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) anschaut, fällt eine entsprechende Argumentation von Gunnar Heinsohn, seines Zeichens Soziologieprofessor, sogleich ins Auge. Sie lautet, dass das "Kinderkriegen" nach Ansicht vieler (gebärfreudiger) Frauen rein vor dem Hintergrund der (langfristigen) Kapitalbeschaffung steht. Herzlichen Glückwunsch – wie weit ist es schon gekommen?

Eines ist in jedem Fall offensichtlich: es besteht dringender Handlungsbedarf in Bezug auf die soziale Strukturierung hierzulande. Auch wenn es noch so viele Hartz-IV-Empfänger bestreiten – es kann und darf schlicht und einfach nicht sein, dass die Sozialleistungen teilweise höher ausfallen, als die Löhne und Gehälter hart arbeitender, deutscher Bürger.