— Archiv für den Tag „Drohung” —

— Sonntag, 9. Dezember 2012 —

Jobcenter verhindert Beschäftigung (anstatt zu fördern bekommt noch drohungen) [ 4 Kommentare ]

ich bin 55 jahre , seit mai beziehe ich ALG 1 und aufstockung durch job center , nun hab ich im august einen 400 € job angenommen ,da ich denke vorerst besser als nix und kann so dem J.C.einiges zurückzahlen .Nun folgendes , ich werde ab 01.01.213 einen versicherungpflichtigen job haben , müßte aber noch vorher ein praktikum von 2-3 wochen machen , das job center teilte mir mit wenn ich den 400 € job kündige wird meine aufstockung gesperrt, ich finde das lachhaft zumal man sich um eine festanstellung bemüht /bemüht hat . Das heißt ich muß nun schauen wie ich das praktikum auf einzelne tage umlege auf freie jobtage, irrsinn meine ich , anstatt zu fördern bekommt noch drohungen.

— Montag, 4. Mai 2009 —

Viele nette Menschen [ Ein Kommentar ]

Hartz IV Empfänger haben es in vielerlei Hinsicht schwer. Sie werden in fast allen Bereichen des Lebens auf ein Minimum reduziert und müssen Demütigungen, Bevormundung und Beleidigungen wegzustecken. In ihrem Leben geht es um nackte Zahlen, Bedarfsgemeinschaften und vor allem um Faulheit.

Jeder Hartz IV Empfänger ist grundsätzlich zu faul zum Arbeiten

Wäre er nicht so faul, würde er jetzt arbeiten und nicht der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, eine sehr einfache Logik. Nach Ansicht der Mitarbeiter der ARGE sind Hartz IV Empfänger nicht nur faul, sie sind auch dumm. Dumme Menschen haben keine Ahnung von Gesetzen und deshalb kann man sie auch bei jeder Gelegenheit bedrohen. Eine Drohung klingt ungefähr so: „Wenn Sie hier falsche Angaben machen, dann kommt jemand zu Ihnen nach Hause und stellt Ihnen die Bude auf den Kopf. Dann werden wir ja sehen, ob Sie wirklich so bedürftig sind, wie Sie hier angeben!“

Weiterführende Schulen? Nein, danke!

Besonders schlimm wird die Situation für Hartz IV-Empfänger, die Kinder haben, denn Kinder gehören zu einer Bedarfsgemeinschaft und kosten somit vor allem Geld. Steht ein Kind beispielsweise kurz vor dem Abschluss der Hauptschule, dann steht für die Mitarbeiter der ARGE schon mal fest: das Kind geht in die Lehre, um die Haushaltskasse der Familie aufzufüllen. Der Einwand, das Kind habe aber eine Empfehlung für eine höhere Schule, wird vom Tisch gewischt. Nichts da, der Nachwuchs von Hartz IV-Empfängern gehört nicht aufs Gymnasium, der hat gefälligst arbeiten zu gehen.

Eltern die sich nicht einschüchtern lassen und darauf bestehen, dass ihr Kind das Abitur machen soll, müssen Zeugnisse vorlegen und jedes „ausreichend“ darin wird genüsslich kommentiert. Die Eltern, die kämpfen können und ihr Kind doch auf eine höhere Schule schicken, müssen nicht nur jede Drohung der Sachbearbeiter wegstecken können („Sie werden schon sehen, was Sie davon haben“), sondern auch viel Rückgrat beweisen.