— Archiv für den Tag „Deutschland” —

— Donnerstag, 20. Oktober 2011 —

Eine völlig sinnfreie Plauderstunde beim Arbeitsvermittler [ Keine Kommentare ]

Auch Existenzgründer werden regelmäßig vor- bzw. eingeladen, in diesem Fall lädt ein neuer Sachbearbeiter zum Gespräch. Das bedeutet Überstunden, denn selbstverständlich kommt der kluge Existenzgründer hervorragend vorbereitet und mit allen Unterlagen pünktlich zum Termin. Also werden die Unterlagen, die gerade zwecks Steuererklärung beim Steuerberater sind, extra für diesen Termin wieder abgeholt. Alle Rechnungen, die ein- oder ausgingen, werden überprüft, gegebenenfalls noch eingetragen, alle Summen, Gewinn- und Verlust nachgerechnet. Stimmt alles, gut so.

Gute zehn Minuten vor dem Termin angekommen wartet der Existenzgründer höflich bis fünf Minuten vor dem Termin, um dann anzuklopfen und anzuzeigen, dass er da ist. Der Sachbearbeiter, der sich Arbeitsvermittler nennt, telefoniert, offensichtlich privat, denn er scherzt und lacht, und winkt dem Existenzgründer ab. Pünktliche zehn Minuten später darf der Existenzgründer den Raum betreten. Der Arbeitsberater sieht mit entsetztem Blick die schwere Tasche. Der Hinweis, dass man alle Unterlagen dabei hätte und vorbereitet sei, veranlasst den Sachbearbeiter zu der Antwort: “Ach, das lassen Sie mal alles eingepackt.”

Das Gespräch beginnt mit Fragen. Ob der Existenzgründer denn die deutsche Staatsangehörigkeit besäße und auch in Deutschland geboren oder zugewandert sei. Ja, ja, nö. Der fleißige Arbeitsberater klickt angestrengt auf den Bildschirm starrend die Maus. “Und Ihre Eltern? Sind die zugewandert?” “Nö. Wieso, sollten sie besser?” Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Sachbearbeiters. Ihm fehlt ein Vorderzahn. Ach, da fiele ihm ein, er müsse fragen, ob der Existenzgründer diese Fragen überhaupt beantworten wolle, dazu sei er nicht verpflichtet. Die Angaben sind aber bereits im Computer gespeichert. Dem Existenzgründer fällt dazu nichts mehr ein.

— Sonntag, 17. Juli 2011 —

Wann fängt Deutschland das Sparen an? [ Keine Kommentare ]

Wer hierzulande in Not gerät, wird in der Regel von einem weitestgehend gut funktionierenden, sozialen Netz aufgefangen. Wer nicht arbeiten kann – aus welchen Gründen auch immer – hat unter anderem die Chance, Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen zu dürfen, um den individuellen Lebensunterhalt für einen bestimmten Zeitraum zu sichern. Von diesen und ähnlichen Unterstützungsmaßnahmen profitieren darüber hinaus aber auch diejenigen, die nur schwerlich dazu zu bewegen sind, an fünf Tagen in der Woche acht Stunden lang einer seriösen Tätigkeit nachzugehen. Aber auch immer mehr Zuwanderer kommen bei uns in den Genuss attraktiver „Subventionspakete“, um sich und ihre Familien hierzulande ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Umstände also, die gerade in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger für Unverständnis und Ärger sorgen.

Länderübergreifende Hilfsmaßnahmen

Frei nach dem Motto: „Offen für alles“ profitieren seit langem bekanntlich auch die Bürger außerhalb Deutschlands von umfangreichen „Hilfsmaßnahmen“. Schließlich gilt es ja, „zusammenzuhalten“ und den Euro auf Dauer zu sichern…. In diesem Zusammenhang sind zum Beispiel auch Nationen wie Portugal, Griechenland und Co. zu nennen. Der deutsche Bürger selbst freut sich über so viel Großzügigkeit allerdings nur sehr bedingt. Denn für den ist nurmehr Sparen angesagt: (noch) höhere Steuern, Leistungskürzungen oder -streichungen in unterschiedlichsten Bereichen, um nur einige Aspekte zu nennen.

(Auch) Italien macht es vor

Auch die finanzielle Lage Italiens ist derzeit nicht gerade „berauschend“. Und so wurde gestern von Seiten der italienischen Regierung ein Sparpaket verabschiedet, das es in sich hat. Privatisierungsvorhaben sowie ein höherer Eigenanteil der Bürger des Landes im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen auf der einen Seite, massive Leistungskürzen im Sozialwesen auf der anderen. Klar, dass dort die Menschen auf die Straßen gingen und protestierten. Was kann man hierzulande tun, um mehr Gerechtigkeit zu erzielen? Eine Frage, die sich sicherlich schon viele, viele Menschen gestellt haben….

— Sonntag, 1. Mai 2011 —

Aus 50.000 wurden 62.000 [ Keine Kommentare ]

Vor einigen Wochen sorgte die bekannte Fastfood-Kette aus den USA mit dem "großen, goldenen M" wieder einmal für Schlagzeilen. Und zwar dadurch, dass in den Medien immer wieder verlautbart wurde, dass 50.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden sollten. Und zwar an nur einem einzigen Tag. In der Tat war die Resonanz darauf durchweg überwältigend. Nicht nur, dass es dem Unternehmen auf diese Weise gelungen ist, noch mehr ins Gespräch zu kommen und somit auf eine vergleichsweise kostengünstige, aber sehr effektive Art Werbung zu betreiben. Sondern vor allem die Tatsache, dass sich auch zahlreiche Jobsuchende sehr interessiert an den ausgeschriebenen Stellenangeboten zeigten, ist in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnenswert.

Sämtliche Erwartungen wurden übertroffen

Geplant war ursprünglich, an einem "strategisch günstigen" Tag insgesamt 50.000 neue Beschäftigte, verteilt auf zahlreiche US-amerikanische McDonald's-Filialen, einzustellen. Letztendlich wurden aus 50.000 geplanten Neueinstellungen sage und schreibe 62.000! Sicherlich bleibt in diesem Zusammenhang abzuwarten, wie viele der neuen Mitarbeiter sich in der Systemgastronomie langfristig behaupten werden. Aber nichtsdestotrotz sind die Begeisterung und das Engagement auf beiden Seiten in jedem Fall bemerkenswert.

Internationale Marketingstrategien, die (nicht) immer aufgehen.

Bekanntlich "schwappt" ja immer mal wieder die eine oder andere Idee aus den USA  über den "großen Teich" auch zu uns herüber. Und viele davon setzen sich über kurz oder lang auch in hiesigen Gefilden durch. Aber ob sich der neue Trend auch diesmal in Deutschland durchsetzen wird, ist in der Tat fraglich. Denn die Arbeitsmoral in den einzelnen Ländern unterscheidet sich mitunter doch maßgeblich. Man darf aus diesem Grund also sehr wohl gespannt sein, wie sich das Ganze weiterhin entwickeln wird bzw. ob diese oder ähnliche (Groß-)Projekte wohl auch hierzulande von Erfolg gekrönt sein könnten. Aber eigenen Angaben zufolge sind ja viele Hartz-IV-Empfänger bereit, "alles, dafür zu tun, um endlich wieder einen seriösen Job zu bekommen."

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