— Archiv für den Tag „Depressionen” —

— Freitag, 18. Mai 2012 —

Kein Hartz 4 weil Lebensgefährten Erwerbsminderungsrente erhält [ Ein Kommentar ]

Zur Vorgeschichte mein Arbeitgeber hat mich Mitte August fristlos gekündigt, weil ich mich geweigert habe mit einem kaputten und schmutzigen Auto Gefahrgut zu fahren.
Als ich nachhause gekommen war habe ich mich gleich bei der Agentur für Arbeit in Gerolstein gemeldet und Arbeitslosengeld beantragt.

Das Unglück nimmt seinen Lauf

2 Tage später bekam ich von dem ehemaligen Arbeitgeber einen Brief in dem er von mir 3000€ wegen ihm entgangener Arbeitsleistung fordert und meinen Lohn behält er gleich ein.
Daraufhin habe ich mich an den DGB Rechtsschutz gewendet wegen der Kündigungsschutzklage und dem noch ausstehenden Lohn. Nach einigen Tagen kam ein Brief mit dem Termin vor Gericht. Das sollte der 23. September sein. Dieser Termin ist Mittlerweile schon wieder geplatzt und er wurde auf den 18. Oktober verschoben.
Inzwischen kam auch ein Brief vom Arbeitsamt, dass mein Antrag auf Arbeitslosengeld abgelehnt worden ist, weil ich nicht die erforderliche Zeit gearbeitet hätte. Ich habe aber inzwischen bereits 14 Monate gearbeitet seit meinem letzten Bezug von Sozialleistungen. Deswegen habe ich auch Wiederspruch dagegen eingelegt. Nur ist seither leider nichts wieder passiert ,außer das mir gesagt wurde ich solle doch Harz IV beantragen.

Kein Hartz 4 weil Lebensgefährten ja “Erwerbsminderungsrente” erhält

Das habe ich schon letztes mal, als mein befristeter Arbeitsvertrag als LKW Fahrer ausgelaufen war versucht und habe damals schon nichts bekommen mit dem Hinweis meine Lebensgefährtin bekommt zu viel Rente .Dazu möchte ich bemerken meine Lebensgefährtin bekommt Erwerbsminderungsrente wegen Depressionen und Alkoholabhängigkeit.

Kein Geld- keine Krankenversicherung

Da ich aber nun was zum Leben brauche habe ich eine Stelle als Pannenhelfer in einem Autohaus angenommen, wo ich 100€ im Monat zu meiner Unfallrente dazuverdiene.Inzwischen war auch schon ein Gerichtstermin welcher aber leider ergebnislos verlaufen ist und der neue Termin für Mitte September 2012 angesetzt ist.
Das Arbeitsamt in Gerolstein hat damals das AlG 1 mit der Begründung abgelehnt das mir noch 4 Tage bis zum Leistungsbezug fehlen und das Jobcenter in Daun hat mit der Begründung abgelehnt meine Lebensgefährtin und ich haben zusammen zuviel.Na ja zuguterletzt ist es schon so weit, das ich nicht Krankenversichert bin weil ich es mir nicht leisten kann mich privat für 130€ im Monat bei der Krankenversicherung selber zu versichern.

— Freitag, 30. März 2012 —

Von Pontius zu Pilatus, zurück und in die Klinik [ Ein Kommentar ]

Ich kann mich leider nicht mehr an alles erinnern und habe leider auch nicht alles dokumentiert, da ich nie dachte, dass es solche Ausmaße annehmen könnte und ich eine Dokumentation brauchen würde.

Arbeitslos wurde ich im Jahre 2007 durch Geschäftsaufgabe meines damaligen Chefs.

Ich war als Maler beschäftigt. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon jahrelange Arthrose beider Kniegelenke hatte, bat ich meinen Sachbearbeiter zu prüfen, in wie weit eine Reha und/oder Umschulung in Frage käme. Ab diesem Zeitpunkt wurde alles schlimmer. Ich durfte erst einmal zum Amtsarzt gehen. Der stellte fest, dass eine Rehamaßnahme anzuraten wäre aber ich voll arbeitsfähig sei. Dann bekam ich eine Maßnahme nach der andern, bis schließlich 2008 ein weiterer Amtsarzt feststellte, dass ich eine Reha bräuchte und ich nicht mehr voll arbeitsfähig sei.

Daraufhin wurde ich in eine Berufsfindungsmaßnahme für psychisch kranke Menschen eingeteilt. Ich habe höchstgradiege Arthrose beider Kniegelenke – ein psychisch kranker Mensch kann eine Umschulung zum Fliesenleger machen, bei mir ist das unmöglich.

Also Maßnahme wieder abgebrochen. Seither wieder von einem Amtsarzt zum anderen, bis schließlich einer davon, es muss im Jahre 2010 gewesen sein, feststellte, dass ich eine Umschulung brauche und nur mit diversen Einschränkungen 3 Stunden täglich arbeitsfähig bin. Daraufhin wurde ich wieder zu einem Gespräch bei meinem Sachbearbeiter eingeladen.

Der gab mir einige Stellenangebote und schickte mich wieder nach Hause. So lief das eine ganze Zeit lang bis ca. 2011. Dann wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, wo er mir eröffnete, dass für meinen Fall keine Stellenanzeigen vorliegen und ich mich doch selbst Bewerben solle. Seither bewerbe ich mich selbständig und lege meine Bewerbungsbemühungen wie gefordert vor.

Diese werden in den Briefkasten vorm Haus eingeworfen, durch Erfahrungen meinerseits natürlich unter Aufsicht von 2 weiteren Zeugen und Anfertigung bebilderter Beweise, was mein SB nicht wusste. Nun bekam ich Anfang März 2012 eine Anhörung, warum ich denn meine Bewerbungsbemühungen nicht abgegeben habe. Postalisch geantwortet, wobei bis dato noch keine Reaktion kam. Vorläufige Situation heute ist, dass ich dadurch ein psychisches Wrack bin, keine sozialen Kontakte mehr pflege, viel schlafe, Depressionen habe und mein Psychologe eine stationäre Behandlung in einer Klinik für schnellst möglich erachtet hat und ich mich in diesen Tagen auch dorthin begebe. Danke, JobCenter Schwetzingen, Rhein-Neckar-Kreis, Baden Würrtemberg

— Freitag, 21. Oktober 2011 —

Auch ein Hartz IV Empfänger bekommt einmal Recht [ Ein Kommentar ]

Mein guter Freund Roger ist seit vielen Jahren Hartz IV Empfänger und auch sehr krank. Unter anderem leidet er unter schweren Depressionen. Als er eine Reha beantragen wollte, war er in einem so schlechten Zustand, dass ich ihm anbot, eine Zeit lang bei uns zu wohnen. Das Problem war nur, dass er sich dann hier in Niederbayern, Region Passau, arbeitslos melden musste. Um Wohngeld zu erhalten, habe ich ihm ordnungsgemäß eine Ferienwohnung untervermietet. Damit ging die Streiterei beim Arbeitsamt aber erst so richtig los.

Für eine Wohnung nur 150 Euro Miete?

Die Wohnung war möbliert, schließlich wollte Roger ja nicht komplett umziehen. Außerdem hatte ich in dieser Zeit natürlich auch einen Verdienstausfall. Da ich nicht auf Rosen gebettet bin, musste ich also einen Mietpreis festlegen, der etwas höher war, als bei einer unmöblierten Wohnung. Trotzdem hatte ich noch genügend Einbußen, aber dass macht man ja für einen Freund. Na, jedenfalls hat der Sachbearbeiter gemeint, die Miete wäre viel zu hoch. Er gestand Roger lediglich 150 Euro für eine Wohnung zu. Nun wohnen wir hier zwar ländlich, aber für diesen Preis ist keine Wohnung zu bekommen. Weder mit noch ohne Möbel. Der Psychoterror hat Roger ziemlich geschadet. Vor allem weil der Sachbearbeiter den Mietvertrag auch noch durch das Zimmer geworfen hat und Roger ausgelacht hat.

Widerspruch und Sozialgericht – das Recht hat gesiegt!

Wir haben es dann erst einmal dabei belassen und Widerspruch eingelegt. Da diesem nicht stattgegeben wurde, ist Roger nach seiner Reha vor das Sozialgericht gegangen. Man bot ihm erst eine Vergleichszahlung an, die aber niedriger war, als die Summe, die er einklagen wollte. Er war so stur, dass er sich auf die Verhandlung einließ. Zu Recht! Denn er bekam fast die komplette Summe zugesprochen, da es sich um eine Notsituation und um eine krankheitsbedingte Lösung handelte.

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